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#12851 - 08/13/07 03:44 PM Re: Bücherecke
Exhuminator Offline
Elite Orc


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Das Buch ist voll von Langeweile und Sex und Leichen, aber der Film soll amüsant sein...




Was bitteschön ist an Sex und Leichen langweilig oder schlecht? (Nicht zu verwechseln mit Sex mit Leichen... nur damit das keiner falsch versteht der das falsch verstehen will. )




Ich meinte dass so: 1000 Seiten Langeweile, 50 Seiten Sex (NICHT LANGEWEILIG) und 150 Seiten Leichen (AUCH NICHT LANGEWEILIG).

Nekrophilie passt auch nicht zu StephenKing, eher zu CliveBarker, aber dass ist ein anderes Kapittel...
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#12852 - 08/13/07 05:28 PM Re: Bücherecke
Flash Offline
Elite Orc


Registered: 03/10/03
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Quote:

Aber ich will ja echt nicht spoilern, nur soviel noch: Den Epilog fand ich furchtbar!

Abschliessend kann ich sagen, dass mir die Serie gefallen hat - Band 3 war für mich der beste, Band 5 der schlechteste.



Also hierin sind wir uns mal absolut einig.

Quote:

Einen Geniestreich würde ich die Potter-Bücher nicht bezeichnen. Da habe ich einfach schon zu viel besseres gelesen.



Ja dann immer her mit den Empfehlungen!

Nein, ernsthaft, ich kenne wirklich keine andere Reihe, die eine durchweg geschlossene Handlung mit Querverweisen, Hinweisen und Andeutungen erzählt, und es schafft, daß das ganze hinterher so gut zusammenpaßt. Das letzte Buch leidet sicher darunter, daß sie all die Handlungsstränge, die sie irgendwo angefangen hat, wieder zusammenfügen muß, aber daß sie das überhaupt versucht und auch schafft, ist für mich Grund genug für so ein Lob.
Daß das alles auch noch aus der Perspektive einer einzigen Person erzählt wird, macht dieses Zusammenfügen auch nicht gerade leichter. Und daß sie diesen Erzählstil durchhält finde ich auch sehr gut, auf diese Weise kommt sie nicht ein einziges Mal in die Situation, den von mir so oft gescholtenen Dan-Brown-Trick zu verwenden, und trotzdem sind ihre Bücher spannender als die der Benutzer dieses Tricks.

Ich habe einfach zu viel Fantasy gelesen, wo die Reihe entweder verflacht bis man bei Band zweihundertungrad entnervt aufgibt, oder man mit völlig enttäuschende Pseudoauflösungen abgespeist wurde.

Irgendwo in dieser Biographie sitzt man sie zwischen ihren angesammelten Notizen sitzen (ein angesammelter Berg beschriebener Zettel voller Kaffeflecken), und da zieht sie einen Zettel hervor auf dem sämtliche Schüler von Harrys Jahrgang beschrieben sind, mit Haus, Aussehen, etc.. Der Zettel stammt von der Zeit vor dem ersten Buch aber selbst die Schüler, die erst sehr viel später auftauchen, sind da schon drauf. Und das ist die Art von Vorbereitung, die man der Reihe meiner Meinung nach anmerkt. Das ist der Grund, weswegen eine Susan Bones, die erst im Fünften Band auftaucht, schon im Sorting des ersten Bandes erwähnt wird. So was mag ich einfach.
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#12853 - 08/14/07 02:31 AM Re: Bücherecke
Patarival Offline
Warlord


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Naja, Empfehlungen sind natürlich immer sehr subjektiv. Viele Fantasy-Reihen, die ich gelesen habe, haben solche (teils versteckten) Querverweise und Verknüpfungen. Die Bücher von Tad Williams und Dan Simmons zum Beispiel fand ich sehr viel besser, einige von Margareth Weis und Tracy Hickman ebenso (vor allem die "Death Gate"-Reihe finde ich genial).
Bei Rowling hatte ich einfach irgendwie zu oft das Gefühl, dass sie jetzt dieses und jenes noch bringen wollte. Dann wiederum ist es ja auch nicht so eine Kunst, solche Dinge einzubauen, wenn man die ganze Serie im Voraus plant.

Mir kommt Rownling ein bisschen vor wie Shamalay...dingsbums - der Macher von "6th Sense" und Co - und zwar sein Werk "Signs", in dem alles überkonstruiert war.

Was Rowling aber gut gemacht hat, ist die Länge der Serie. Während sich viele andere Autoren auf einmal in Endlossagas verirren oder ihre Talente in einfachen Trilogien nicht derart ausgepuzzelt zeigen können, hat sie eine ganz angenehme Masse gefunden.

Die Biographie habe ich (noch) nicht gesehen, werde sie vielleicht dann zu Hause mal anschauen. Aber Tatsache ist, dass doch jeder in etwa so arbeitet - die einen mit Kaffeeflecken, die anderen ohne, die einen mit Zettelchen, die anderen mit Word-Dokumenten.


Nochmals, nicht, damit hier ein falsches Bild entsteht: Ich habe die Harry Potter Bücher genossen, war sehr amüsiert und fand sie eine tolle Serie mit liebgewonnenen Charakteren - ich finde ganz einfach, dass sie stark Überbewertet ist, denn ich habe einfach schon vieles gelesen, das viel besser war.

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#12854 - 08/14/07 03:07 AM Re: Bücherecke
Rei Offline
Death Dragon


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Aber die Serie [Harry Potter] [...] hat vor allem jede Menge Leute zum Lesen angeregt - und das alleine finde ich, ist schon sehr viel Wert. Bravo!



Hat sie das wirklich geschafft? Ich hatte eher den Eindruck, daß viele nur Harry Potter gelesen haben aber sonst weiterhin Abstand von Büchern halten.
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#12855 - 08/14/07 06:02 AM Re: Bücherecke
AlrikFassbauer Offline
Elder Druid


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In Antwort auf:

Aber die Serie [Harry Potter] [...] hat vor allem jede Menge Leute zum Lesen angeregt - und das alleine finde ich, ist schon sehr viel Wert. Bravo!



Hat sie das wirklich geschafft? Ich hatte eher den Eindruck, daß viele nur Harry Potter gelesen haben aber sonst weiterhin Abstand von Büchern halten.




Immerhin etwas !

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#12856 - 08/14/07 06:42 AM Re: Bücherecke
Ddraigfyre Offline
Ancient Dragon


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Mein Stieftöchterlein zumindest ist damals durch Harry Potter zur Leseratte mutiert. Danach kam dann Herr der Ringe und ähnliche, wirklich sehr gute Lektüre. Und auch mein Stiefsohn hat sich damals etwas von ihr anstiften lassen und festgestellt, dass Lesen eben doch keine langweilige Freizeitbeschäftigung nur für alte Säcke ist. Wir haben uns gefreut und das Ganze entsprechend gefördert.

Zwar hat bei beiden die Lesewut inzwischen etwas nachgelassen, aber das ist angesichts des Alters (18 und 13) auch verständlich. Im Moment sind bzw. werden eben so Sachen wie Partys und mit Freunden losziehen etwas wichtiger....
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#12857 - 08/14/07 07:00 AM Re: Bücherecke
Ralf Offline
Archmage


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Loc: Franken
In Antwort auf:

Ich habe "die Pest" von Albert Camus gelesen.




Man sollte dieser Lese-Auswahl durchaus mal extra Anerkennung zollen.

(übrigens nicht speziell wegen dieses Werkes - das ich nicht gelesen habe; irgendwie bin ich meist bei Sartre gelandet -, sondern ganz allgemein diese Literatur-Richtung )
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Der Kinogänger (Filmblog)

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#12858 - 08/14/07 08:20 AM Re: Bücherecke
daedalus Offline
Orc Chief


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In Antwort auf:

Ich habe "die Pest" von Albert Camus gelesen.




Man sollte dieser Lese-Auswahl durchaus mal extra Anerkennung zollen.






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#12859 - 08/14/07 10:10 AM Re: Bücherecke
Anthea Offline
Prophet


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Loc: Franken
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Ja dann immer her mit den Empfehlungen!



Wenn es Dir um Fantasy-Kinder/Jugendbücher geht:

- Die "Young Wizards" Serie von Diane Duane, z.B. http://www.amazon.de/So-You-Want-Wizard-Digest/dp/0152049401/
- Die "Worlds of Chrestomanci" von Diana Wynne Jones, z.B. http://www.amazon.de/Chronicles-Chrestomanci-Charmed-Lives-Christopher/dp/006447268X

Von beiden Autorinnen gibt es latürnich auch noch Bücher die nicht zu diesen Serien gehören und auch durchaus lesenswert sind.

Beides sind deutlich ältere Serien als HP (und meiner Meinung nach deutlich besser), aber haben von dem Hype doch etwas abgekriegt, und sind dank gestiegener Verkaufszahlen nun doch wieder fortgesetzt worden.

Ansonsten müsste ich mal meine Buchliste wieder aktualisiern, das Meiste da drin ist durchaus auch weiterzuempfehlen

Und was HP7 angeht: Ich fand es eine qualitativ angenehme Steigerung gegenüber HP5 und HP6. Aber noch deutlich unter den ersten 3 Bänden. Und ja, den Epilog hätte sich jemand wirklich sparen können.

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#12860 - 08/14/07 11:23 AM Re: Bücherecke
Ralf Offline
Archmage


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Loc: Franken
Ich habe vor Jahren mal irgendein Buch von Diane Duane gelesen, dessen Namen ich schon lange wieder verdrängt habe (war aber nicht aus dieser "Young Wizard"-Reihe, denke ich) - oder besser gesagt: ich habe angefangen es zu lesen, denn das Teil war dermaßen schnarchlangweilig, daß es eines der gaaaaaanz wenigen Bücher wurde, die ich nie beendet habe ...

Hmmm. Zumindest glaube ich, daß das von Diane Duane war. Bin mir jetzt aber nicht mehr ganz sicher.


Edited by Ralf (08/14/07 11:24 AM)
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#12861 - 08/14/07 03:18 PM Re: Bücherecke
Tutamun Offline
Death Dragon


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Ich habe vor kurzem den ersten Band von Bartimäus (Das Amulett von Samarkand) von Jonathan Stroud gelesen und bin jetzt beim zweiten Band. Das ist empfehlenswert. Gut, im zweiten Band ist der Humor nicht mehr ganz so frisch wie im ersten. Ist aber immer noch sehr gut.

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#12862 - 09/09/07 11:30 AM Menschen und Trolle
Kunar Offline
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Loc: Münster (Westfalen)
So langsam schaffe ich es, den Bücherberg abzubauen, der sich seit Weihnachten in meinem Regal stapelt. In der dazugehörigen Reihe von Rezensionen, welche ich beabsichtige zu schreiben, geht es zunächst um das Erstlingswerk "Die Trolle" von Christoph Hardebusch.

Das Land Wlachkis ist von mehreren Gebirgszügen so eingeschlossen, dass es nur wenige Zugänge von außerhalb gibt. Dennoch wurde das Land der Wlachaken vor einigen Jahrhunderten erobert - und zwar von den Masriden und ihren Helfern, den Szarken. Zwischen den Völkern der Menschen herrscht erbitterte Feindschaft.

Einige der Bewohner hören jedoch nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten (hier bitte die entsprechende vollständige Asterix-Einleitung dazudenken). Der junge Sten cal Dabran, Kämpfer und eine Identifikationsfigur der Rebellen, hat einen wichtigen Auftrag zu erfüllen, steckt aber in einem Käfig im Wald. Gerettet wird er ausgerechnet von fünf Trollen, die ihrerseits eine Mission zu erledigen haben. Wie in einem Buddy-Movie raufen sich die unterschiedlichen Charaktere zusammen, um eine gemeinsame Reise anzutreten. In einem zunächst unabhängigen Handlungsfaden tritt Sargan auf, ein Spion aus dem Dyrischen Imperium jenseits der Berge, selbstverständlich ebenfalls mit einer Aufgabe. Außerdem spielen noch diverse Zwerge einerseits und menschliche Geiseln in der Burg eines Unterdrückers andererseits eine Rolle. Ganz am Rande tauchen auch Elfen auf.

Im Konflikt zwischen den verschiedenen Menschengruppen ist Religion ein wichtiges Element. Während die Wlachaken ihren Naturglauben bewahren wollen, möchten die Masriden ihre monotheistische Religion durchdrücken. Die Verehrer des Sonnengottes (dessen Wunder allerdings weit weniger sympathisch wirken als die eines Praios' in Aventurien) gehen dabei energisch gegen die Geistanbeter vor.

In den Namen der Charaktere tauchen Sonderzeichen auf, die in Alphabeten verschiedener osteuropäischer Sprachen verwendet werden. Eine interessante Idee, die deutlich mehr Exotik erzeugt als die üblichen Namen nach englischem Muster.

In anderen Rezensionen wurde bemängelt, der Titel sei irreführend, da die Trolle nur Nebenrollen übernehmen und die Menschen weitaus zahlreicher vertreten seien. Das ist aber besser so, da die Trolle als unergründliche Wesen dargestellt werden und als Haupthelden zwangsläufig viel zu menschlich gewirkt hätten.

Das Buch bietet einen recht einfachen Plot, der entfernt an "Krieg der Sterne" erinnert. Andererseits sind andere Bücher der "Wir schlachten den Rummel um die Tolkien-Verfilmungen aus"- Serie wie "Die Rache der Zwerge", "Der Krieg der Zwerge" oder "Die Elfen" entweder zu bombastisch geraten oder verhaspeln sich in der Handlung.

Es kommen die üblichen simplen Charaktere vor (guter Held, bester Freund, böser Obermotz usw.) und die ebenfalls typischen Elemente wie die schwierige Romanze trotz Heldenmut und die Konflikte der Helden, obwohl es doch eigentlich so einfach sein könnte. Es erfolgt eine eindeutige Unterteilung in gute und böse (Rebellen und Besatzer). Die einzige Variation besteht darin, dass diesmal die Zwerge böse und die Trolle gut sind.

Das Szenario ist also bekannt. Daher fallen einige unlogische Stellen oder fehlende Erklärungen umso mehr auf:

Woher kommen die Masriden? Es verwundert, dass sie keine Unterstützung von außerhalb bekommen oder gar Kontakte zur ursprünglichen Heimat haben. Nicht einmal die übliche Erklärung "die Bösen haben ihr einstiges Land vernichtet" wird benutzt.

Wieso hat in über 200 Jahren keine Vermischung der Bevölkerung stattgefunden? Genau darin kann eine Taktik von Besatzern bestehen, um Ruhe im Land herzustellen. Die Aufstiegsmöglichkeiten, welche eine Heirat bietet, dürfte genügend Opportunisten anlocken.

Einerseits werden immer wieder die Härte der Gegner und der tief verwurzelte Hass geschildert. Andererseits zeigen die Helden gegenüber ihren Feinden menschliche Regungen und lassen Milde walten. Das liest man zwar gerne, ist aber unrealistisch. Insbesondere weil sich die gegnerischen Parteien im Glauben unversöhnlich gegenüberstehen, wäre doch zu erwarten, dass nach einem Sieg der bisher unterdrückten Partei Beschädigungen an Kirchen und Jagd auf die Priester der anderen Seite an der Tagesordnung sind. Krieg und Vertreibung verhärten, machen gnadenlos. Gut demonstriert wird das im Fantasygenre z.B. von dem Charakter Will Scarlett aus der Robin-Hood-Serie der 1980er Jahre.

Der Hauptheld Sten hat trotz aller schrecklichen Erlebnisse seinen Idealismus bewahrt. Viel eher passt jedoch die nüchterne, ausgewogene Sicht von eines enttäuschten, verbitterten Faramir in "Herr der Ringe".

In dem Klappentext steht, Hardebusch sei ein Werbetexter. Vielleicht hat mich das beim Lesen beeinflusst und mich besonders nach Fehlern suchen lassen. Den Fotos auf seinem Internetauftritt nach zu urteilen, handelt es sich bei dem Autor jedoch um den typischen Fantasy- und Metalfan.

Trotz ihrer Wildheit empfindet man Sympathie für die Trolle. Glücklicherweise gewinnt die Geschichte in ihrem Verlauf an Fahrt.

Insgesamt handelt es sich um solide Kost, die besser ausfällt als die beiden "Zwerge"-Fortsetzungen. Es gibt bereits einen zweiten Teil namens "Die Schlacht der Trolle".

Nützliche Verweise:
Internetauftritt von Christoph Hardebusch (Leseproben, Informationen zum Autor)
"Die Trolle" beim Verlag (Leseprobe)
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#12863 - 09/29/07 08:30 AM Re: Menschen und Trolle
Flash Offline
Elite Orc


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Milos Urban: Die Rache der Baumeister

Kvetoslav Svach, der geborene Verlierer mit abgebrochenem Geschichtsstudium versaut seinen ersten Auftrag bei der Kripo, die ihn von der Schupo abgezogen hat, und so wird die Frau, die er beschützen sollte, ermordet. Vom Dienst suspendiert tut er das, was er eigentlich schon immer am liebsten tat, nämlich durch die Altstadt von Prag schlendern und von vergangenen, goldenen Zeiten träumen. Und trotzdem (oder gerade deshalb) gerät er immer weiter in die Mordserie, die damit erst begann, und die irgendwie mit der Altstadt von Prag und ihren mittelalterlichen Kirchen zusammenzuhängen scheint.

"Ein Kriminalroman aus Prag", so untertitelt der deutsche Verlag. "Man hat euch betrogen", so Milos Urban dazu, "ich habe einen Horrorroman geschrieben". Nun, auch damit wäre ich nicht einverstanden, ich würde sagen, es beginnt als Kriminalroman, in den dann vermehrt (Dark-)Fantasy-Elemente einfließen. Vielleicht trifft es das tschechische Original "Ein gotischer Roman aus Prag" am besten.
Wie man dem Titel vielleicht entnehmen kann, hat mich der Roman ein wenig an Harald Evers' von Patarival und mir besprochenen Roman "Die Kathedrale" erinnert. Nur, alles was Evers falsch macht, macht Urban richtig. Zuallererst ist er schlicht ein sehr guter Schreiber. Ein großes Lob sei hier auch der Übersetzung gezollt (was bei mir nun wirklich nicht oft vorkommt), die sich sprachlich auf allerfeinstem Niveau bewegt. Außerdem, und das merkt man, hat er Ahnung von dem was er schreibt. "Der Stadt Prag gewidmet" ist dieser Roman, und alle Bauwerke existieren auch in Wirklichkeit, mit ihren Eigenheiten und ihrer bis ins Mittelalter zurückreichenden Geschichte, die im Verlauf der Handlung immer wichtiger wird.

Ein überaus lesenswerter Roman, den ich nur aufs wärmste empfehlen kann.
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#12864 - 10/29/07 06:05 PM Re: Menschen und Trolle
Pergor Online   content
Archmage


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Loc: Turm des Magiers
So, der siebte Harry Potter ist nun auch verschlungen und er war wirklich gut. Schön an diesem letzten Band war, dass die gesamte Spannung nicht auf die letzten 50 Seiten komprimiert war, sondern es (fast) die ganze Zeit über zur Sache ging.

Und ich hatte von Anfang an Recht mit einer ganz bestimmten Vermutung (die ich aufgrund von Spoilergefahr natürlich nicht näher erläutern werde).

Ich ->

Der Charakter Harry Potter war mir natürlich wieder genau so unsympathisch wie in den anderen sechs Bänden auch, aber das macht nichts. Die Bücher sind (waren) trotzdem klasse.

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#12865 - 11/02/07 08:04 AM Re: Menschen und Trolle
Patarival Offline
Warlord


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Loc: Liechtenstein
Ach nö. Ich wollte mir nach Deiner Kritik, Flash, heute das Buch von Herrn Urban bestellen. Leider gibt es das nur noch gebraucht bei Amazon und diese Gebrauchtshops liefern alle nicht nach Liechtenstein.

Ich werde es wohl immer wieder mal probieren. Auf jeden Fall danke für den Tipp!

Übrigens möchte ich noch schnell einen kleinen Nachtrag zu Evers Kathedrale-Neuauflage machen:
Tatsächlich ist ja der erste Kathedrale-Roman auch nicht wirklich perfekt aber als Debutroman durchaus gut gelungen. Sein "Remake" hingegen ist nicht so toll. Herr Evers hat praktisch alles, was er verändert hat, verschlimmert. Schade eigentlich. Etwa in der Hälfte habe ich das Remake aufgehört zu lesen.


Und nochmals was zu Harry Poetter 7: Ich bin nachwievor der Meinung, dass es ein verhältnismässig schwaches Buch ist. 1, 2 und 3 haben sich kontinuierlich gesteigert, 4 und 5 sind abgefallen, 6 wurde wieder besser aber 7 ist fast wieder auf 5er Niveau runter.


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#12866 - 11/02/07 08:35 PM Die Kinderaustauscher
Kunar Offline
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Mit Karl-Heinz Witzko tritt nach Bernhard Hennen ein weiterer bekannter DSA-Autor an, um eine Geschichte mit einem Fantasy-Volk in der Hauptrolle zu schreiben. Aus seiner Feder stammt bereits das großartige "Westwärts, Geschuppte!", welches mit vielen üblichen Konventionen bricht und stattdessen Witzkos speziellen Humor enthält.

"Die Kobolde" sind keine Heldengestalten oder Kämpfer wie Orks, Zwerge, Elfen oder Trolle. Wie schon beim Schwarzen Auge werden sie schelmisch und verschmitzt geschildert. Sie spielen sich ständig Streiche und erweisen sich als äußerst bastelfreudig.

Wie bei den Marus (aufrecht gehende Krokodile!) im bereits genannten DSA-Roman wird die Welt der Menschen aus der Sicht von Fremden geschildert, denn die Kobolde wohnen in einem eigenen Reich. Hier jedoch sind die Eindringliche regelmäßige Besucher, deren typische Tätigkeit darin besteht, Kinder auszutauschen. Um zwischen den Welten zu wandern, wird eine Tür benutzt, die allerdings eines Tages abhanden kommt. Unfreiwillig gestrandet, müssen sich die Kobolde nach einer anderen Möglichkeit umsehen, in ihre Heimat zurückzukehren.

Wie bei Bernhard Hennens "Die Elfen" dient die vordergründige Suche nur als Aufhänger. Die Protagonisten stolpern von einer Situation in die nächste. Dabei fallen die vielen Wortwitze auf. Sprachlich bewegt sich der Roman zweifellos auf dem höchsten Niveau, welches die Reihe zu bieten hat. Hier zeigt sich der Vorteil eines original auf Deutsch geschriebenen Buches.

Die Kombination aus lustiger Geschichte und guter Wortwahl ist leicht und angenehm zu lesen. Dabei rückt die eigentliche Suche in den Hintergrund. Man fragt sich stattdessen, was die Kobolde als nächstes anstellen werden.

Negativ fällt auf, dass das Ende plötzlich und sehr rasch geschildert wird. Ob hier eine Seitenbegrenzung im Weg stand? Mit nur 400 Seiten ist "Die Kobolde" deutlich kürzer ausgefallen als andere Romane der Reihe über Fantasy-Völker. Die Auflösung wird zwar angenehm verständlich an einem Stück erzählt, aber ohne einen guten Aufhänger.

Viele Fragen werden nicht beantwortet, etwa was es mit dem König / Tyrannen / "Rot und Schwarz" auf sich hat (letzteres erinnert an einen borbaradianischen Zauber aus Aventurien). Auch werden der Verbleib der Tür und das Schicksal der Menschen nicht geklärt, auch wenn sie an der Geschichte wesentlich beteiligt sind. Zusammen mit der Endszene deutet all das auf eine Fortsetzung hin, so dass ein schaler Beigeschmack bleibt. Insgesamt handelt es sich um ein sehr lesenswertes Buch, welches aber nicht gut zuende geführt wurde.
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#12867 - 11/03/07 06:48 AM Re: Die Kinderaustauscher
Lynx Offline
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Loc: Germany
Da Robert Jordan sich von der Bühen verabschiedet hat und sein letztes Buch wohlk noch auf sich warten lassen wird, brauche ich mal wieder einen neuen Zyklus den ich starten kann.

Rad der Zeit - komplett
Forgotten Realms - komplett
Recluce Zyklus - 1-6
Discworld - 1
Magic - Teh Gathering - 1-6 ( Gabs ne Zeit lang nicht mehr und jetzt setig ich durch die Reihenfolge nicht mehr durch )

Sollte ich mich für nix neues entscheiden können, werde ich wohl Pratchett wählen.

Kennt jemand z.B. die Zyklen:
Shannara
Midkemia
Dämonendaämmerung - Auch Salvatore, wie Forgotten Realms
Schattenelf - Auch Salvatore, wie Forgotten Realms
Der Hexer - Wolfgang Hohlbein find ich auch interessant, hab ich mal ein Buch von gelesen, aber da steig ich durch die Reihenfolge und Anzahl der Bücher auch nciht durch, die sind in so vielen versch. Versionen draussen. Das welches ich gelesen habe, handelt von seinem Sohn, er ist da tot.


Edited by Lynx (11/03/07 07:01 AM)
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#12868 - 11/03/07 07:43 AM Re: Die Kinderaustauscher
Ralf Offline
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Loc: Franken
"Shannara" habe ich früher sehr begeistert gelesen, allerdings fand ich es irgendwann doch etwas ermüdend und repetitiv. Aber die ersten Bücher waren wirklich klasse. Wobei ich die Dinger als Teenager gelesen habe und nicht weiß, ob sie mir heute auch noch so gut gefallen würden ...

Von Hohlbein würde ich die (ursprünglich) zehnteilige "Enwor"-Reihe empfehlen. Ich bin sonst kein großer Hohlbein-Fan, aber diese Reihe habe ich regelrecht verschlungen. Ist allerdings *ziemlich* düster!

Die anderen von dir genannten Zyklen habe ich selbst nicht gelesen.
Empfehlungen meinerseits wären noch: Die "Drachenlanze" (alles von Weis und Hickman, die Komplementärromane von anderen Autoren sind qualitativ sehr schwankend) und die "Gezeitenwelt" von "Magus Magellan" alias die Ex-DSA-Autoren Bernhard Hennen, Hadmar von Wieser, Thomas Finn und Karl-Heinz Witzko. Ein sehr interessantes Konzept und wirklich tolle, phantasievolle (was ja auch im Fantasy-Genre keine Selbstverständlichkeit ist ...) Bücher. Leider kein allzu großer Verkaufserfolg, weshalb die Reihe nach der 1. Staffel (fünf Bände + ein Prequel von allen Autoren gemeinsam) hoffentlich nur vorübergehend ruht. Aber selbst wenn es kein Fortsetzung geben sollte - die bisherigen Bände sind es wirklich wert!

Die Gezeitenwelt


Edited by Ralf (11/03/07 07:46 AM)
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#12869 - 11/03/07 11:48 AM Re: Die Kinderaustauscher
Patarival Offline
Warlord


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Im Grossen und Ganzen kann ich Ralf zustimmen:

SHANNARA - Die ersten beiden Bücher (bzw. in Deutsch die ersten beiden Trilogien) sind wirklich nett. Halt ein Herr der Ringe Plagiat aber das ist ja nicht unbedingt etwas schlechtes. Durchaus lesenswert.

MIDKEMIA - Die Spaltkrieg- (bzw. Riftwar-) Saga finde ich sehr gut (sind, glaube ich, in Deutsch die ersten sechs Bücher). Sehr traditionelle klassische Fantasy, wie ich es nunmal mag.

Salvatores Fantasy Romane sind nett, wenn auch nicht unbdeingt hochstehen geschrieben. Aber duchaus lesenswert.

Bei Hohlbein sehe ich es ein bisschen wie Ralf: Die Enwor-Saga ist nicht schlecht. Generell hat der Knabe aber meiner Meinung nach die Tendenz, stehts das Ende seiner Romane zu verhunzen.

DRACHENLANZE - Ja, die Bücher von Weiss und Hickman (allen voran die Chroniken der Drachenlanze, mit denen man sowieso beginnen sollte) sind zwar einfach geschriebene aber sehr spassige Fantasylektüre.

Dabei sei unbedingt DIE VERGESSENEN REICHE (DEATH GATE) vom dynamischen Duo Weiss/Hickman angeraten. Das finde ich heute noch eine der coolsten Zyklen.

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#12870 - 11/03/07 11:54 AM Re: Die Kinderaustauscher
Ralf Offline
Archmage


Registered: 03/11/03
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Loc: Franken
In Antwort auf:


Dabei sei unbedingt DIE VERGESSENEN REICHE (DEATH GATE) vom dynamischen Duo Weiss/Hickman ang eraten. Das finde ich heute noch eine der coolsten Zyklen.




Ohja! Dieser Zyklus ist ein wenig wie Kreuzberger Nächte ...
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