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#16232 - 02/02/07 04:30 PM Re: Mageht, Hitzfällt zurück
bigclaw6 Offline
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Ragon, Überheblichkeit zahlt sich nie aus.
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#16233 - 02/02/07 05:54 PM Re: Mageht, Hitzfällt zurück
Ralf Offline
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Ragon, ich glaube, Anfang der 90er Jahre gab es mal eine Saison, in der die Bayern sogar eine Weile in Abstiegsgefahr schwebten und am Ende irgendwie 9. oder 10. oder sowas wurden.

Aber ich kann dich beruhigen: Die Bayern sind schlicht und ergreifend viel zu reich, um in ähnliche Schwierigkeiten wie in den vergangenen Jahren Dortmund, Leverkusen oder eben Hamburg zu kommen - denn die genannten Vereine hatten sich ja vorher komplett übernommen, sowas wird den Bayern in den nächsten Jahrzehnten kaum passieren, neues Stadion hin oder her ...
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#16234 - 02/02/07 06:33 PM Re: Mageht, Hitzfällt zurück
elgi Offline
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Das war die Seuchensaison 91/92... 10. Platz am Ende.

Ähnlich schlimm, aber dank Trap amüsanter war die Saison 94/95 mit Platz 6 - immerhin sorgte diese Plazierung ein Jahr später für den ersten Triumph im UEFA-Cup.
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#16235 - 02/03/07 03:21 AM Re: Mageht, Hitzfällt zurück
Ralf Offline
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Wer war beim 10. Platz eigentlich Trainer?
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#16236 - 02/03/07 06:06 AM Re: Mageht, Hitzfällt zurück
Pergor Offline
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In Antwort auf:

1. FC Nürnberg gegen FC Bayern München: 3:0!

Ich werde heute Nacht seeeeehr gut schlafen ...




In Antwort auf:

Ich auch!!!




In Antwort auf:

Na, das hat ja sehr schön geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe.






In Antwort auf:

Wer war beim 10. Platz eigentlich Trainer?






Ribbeck? *grübel*


Edited by Pergor (02/03/07 06:09 AM)

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#16237 - 02/03/07 06:30 AM Re: Mageht, Hitzfällt zurück
elgi Offline
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Quote:

Ribbeck? *grübel*



U.a. ja.
Erst wurde Heynckes gefeuert, dann kam Sören Lerby (!) und schließlich Ribbeck. Heynckes zu feuern, war ein mittelgroßer Fehler meiner Meinung nach... aber Ribbeck einzustellen, ein noch viel größerer. Gott sei Dank wurde dieser Fehler ja 1994 behoben, als der Kaier höchstpersönlich das Ruder übernahm.
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#16238 - 02/03/07 07:31 AM Biathlon WM 2007 in Antholz
Ragon_der_Magier Offline
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Aber lassen wir doch solche sekundäre Sportarten mal beiseite.

Es gibt wichtigere!


Neben der Tatsache, daß es morgen für unsere nervenstarken Handball-Jungs morgen "um die Wurst" geht, sprich den Weltmeistertitel gegen die einzige Mannschaft, die ihnen bisher bei diesem Turnier im eigenen Land eine Niederlage beibringen konnte, die Polen (allerdings war die "Brand-Truppe" da ja noch nicht auf der Höhe ihrer Leistungsfähigkeit )
- hat heute die Biathlon WM 2007 in Antholz begonnen!

Alle träumen natürlich von der Wiederholung der Erfolge von San Sicario letzten Winter, bei Olympia.

Aber die eher durchwachsene Saison bei den Männern hatte schon drauf hingedeutet, daß die Siege aus einer Zeit als die Deutschen endlich voll auf Augenhöhe zu den großen Läufernationen, allen voran den starken Norwegern um ihren ungekrönten König der Loipe, aufgeschlossen hatten, nicht so einfach reproduzierbar wären.
Eindrucksvoller als mit 5 Siegen in den ersten 5 Rennen hätte sich der große Ole Einar Bjoerndalen jedenfalls nicht zurückmelden können.
Da lag sicher eine gehörige Portion Wut im Bauch über die titellose Bilanz des Vorwinters - die er in üblicher Manier in große Energie für seine akribische Vorbereitung auf diese Saison steckte.


Und so haben demgegenüber die Deutschen - Alexander Wolf, Andreas Birnbacher, Michael Greis und Michael Rösch - den 10km Sprint heute leider gleich mal verbaselt.
Bei zugegeben schwierigen Schießbedingungen durch einen mörderischen, wechselnden Wind kamen sie nicht unter 2 bis 3 Fehlern weg, womit in dem Klassefeld einfach kein Staat zu machen ist.
Dabei waren es vor allem auch Unkonzentiertheiten, die sie eine bessere Platzierung als die Plätze zwischen 15 und 19 kosteten.
Bei dem alten Hasen Fischer und seinem jungen Zimmerkollegen Michael Rösch, dem Shooting Star der letzten Saison, konnte man jedenfalls klare Fehler beim Stehend-Anschlag sehen, als sie jeweils den finalen Schuß einfach nicht richtig "nachhielten", wie´s im Biathlon-Jargon so schön heißt.
Das bedeutet, sie waren nicht mehr mit der vollen Konzentration dabei, wahrscheinlich schon in Gedanken auf der Strecke, und verzogen den Lauf im Moment der Schußabgabe.
Ja, und was war eigentlich mit dem Olympiasieger los?
Der erschreckte obendrein auch noch mit einer besorgniserregenden Laufleistung - über 1:30 langsamer auf der Strecke als der Sieger!

Den Wind können sie dabei nur bedingt für ihre Leistung verantwortlich machen, denn hatten erstens alle Konkurrenten genauso mit zu kämpfen.
Zum anderen erwischte es dabei so manchen schwerer
- der tragischste Fall von allen der Russe Maxim Tchoudov.
Läuferisch fast auf gleicher Höhe mit Bjoerndalen liegend kam er zum letzten Schießen... und konnte erstmal überhaupt nicht loslegen. Die Böen waren einfach viel zu unberechenbar und stark. Und als er so schon 30 Sekunden verlustig gegangen war und es endlich wagen mußte, da schlug "Gevatter Wind" nochmal unbarmherzig zu und verbließ ihm zwei Schuß - aus war´s mit den Medaillenträumen!
Der Kerl war wirklich zu bedauern.


Von all dem gänzlich unbeeindruckt fuhr der Topfavorit trotz eines vergebenen letzten Schußes seinen insgesamt bereits 8 Weltmeistertitel ein.
Die zwei hinter ihm liegenden, der Tscheche Slesinger mit 4,8 Sekunden Rückstand und der bis dato in der Saison noch überhaupt nicht aufgefallene Ukrainer Deryzemlya (+ ~25 Sek.) waren die einzigen, die ihn durch ein fehlerfreies Schießen noch in Gefahr bringen konnten.

Letztendlich triumphierte das norwegische Phänomen aber souverän - und knöpfte Michi Greis so auch gleich noch das Trikot des Weltcupführenden ab.


Obendrein geht Frank Ullrichs morgen schon mit einer Hypothek um die 1 1/4 Minuten auf die Verfolgung.

Da müßte schonmal ein grandioses Schießergebnis her, um was zu reißen!

Wenigstens läßt die Laufleistung noch ein wenig Hoffnung für morgen - da lagen vor allem Wolf und Greis noch bei den Besten.


Hoffentlich machen das die Damen jetzt besser.
Und hoffentlich hat das Schuß-"Straftraining" bei der Kometin des Winters was gebracht - der jungen, hübschen und sympathischen Magdalena Neuner, die die gesamte Weltelite in Grund und Boden läuft!!!

Und natürlich mein erklärter Liebling:
Die kleine Andrea Henkel, mit Superstart in diese Saison, vor Weihnachten lange Zeit im Weltcup führend, dann nur durch eine Krankheit zusammen mit ihrer Zimmergenossin ausgebremst.
Und auch der Olympiastar, Kati Wilhelm ist in den letzten Rennen vor der WM wiedererstarkt und startet sogar im gelben Leibchen!
...


Ragon, der Biathlon-Fan


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#16239 - 02/03/07 08:41 AM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Ragon_der_Magier Offline
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UND DIE SENSATION IST PERFEKT!!!

Die erst 19-jährige Magdalena Neuner gewinnt in ihrem allerersten Rennen bei einer Weltmeisterschaft gleich den Titel, im Sprint über 7,5 km !!!




UNGLAUBLICH! Ein Wintermärchen!

SUPERSPITZE, MÄDEL!


Der ihr zur Zeit einzig ebenbürtigen Läuferin im Feld, der (nun wieder weltcupführenden) Schwedin Anna Carin Olofsson kann sie sich erwehren.
Vor der letzten Runde hatte sie auf die 4,1 Sekunden Luft - und davon rettete sie noch 2 ins Ziel.
Im Schießergebnis waren beide gleich.
Und wie die im ZDF gerade gezeigte Analyse beweist, hatte sie noch nicht mal die beste Laufleistung!
Letztlich holte Neuner den Sieg doch am Schießstand - dort war sie schneller, weil die unter Druck stehende Schwedin sich bei der letzten Übung sehr konzentrieren mußte, um Fehler zu vermeiden.

Und ich dachte schon, "Verdammt - jetz´ kann nur noch eine von diesen fehlerfrei Schießenden Russinnen sie schnappen. Oh Mann, da kommt noch was... "
- und Natalia Guseva, die nominell schwächste Läuferin der drei, kam diesem Ziel ganz nah.
Zum Glück für die deutsche Weltmeisterin leistete sie sich beim Stehendanschlag dann doch noch den zweiten Schuß danebenzusetzen, den einzigen in ihrem Rennen.


Und so gewinnt der deutsche Jungstar, wie schon dieses Jahr bei ihrem ersten Weltcuperfolg, in Oberhof, trotz zweier Fehler das Rennen - und so den Weltmeistertitel.

Was dabei besonders bemerkenswert ist:
In ihrer ersten vollen Saison (schon ein paar Einsätze letztes Jahr) - für das Deutsche Team Jahr eins nach Biathlonlegende Uschi Disl! - bestimmt sie gleich die Laufleistungen nicht nur der eigenen Mannschaft, sondern auch noch der gesamten Weltelite.
Dieses hohe Tempo gepaart mit dieser Ausdauerhärte ist normalerweise was, daß sich erst über Jahre entwickelt und stabilisiert (s. Kati Wilhelm, die den Vorteil hatte vorher schon Spezialistin gewesen zu sein, oder auch die schon 30-jährige Anna Carin Olofsson, ebenfalls ehemalige Langläuferin).
Und dieses Mädchen mischt sie alle schon im zarten Alter von 19 (in sechs Tagen 20) auf - UNGLAUBLICH!!

Und dann ist die auch schon so ausgebufft, kann offensichtlich erstaunlich mit dem Druck und Trubel umgehen, der schon den halben Winter auf sie einprasselt - und bleibt dabei noch amüsant natürlich.
Hatte nach dem Rennen schon locker die Analyse drauf, daß die Bedingungen tolle waren, das Laufen Spaß gemacht hat, sie das auf der letzten Runde gar nicht so mitgekriegt hat (Ohrenstöpsel! ), bis zum Schluß, sie aber eh Vollgas gegeben hat so für sich, der erste Fehler liegend halt schonmal passieren kann bei den Windverhältnissen (ggü. dem Herrenrennen übrigens ein wenig abgeflaut) und besonders im stehenden Anschlag, ihrer Problemdisziplin, sie eigentlich sehr zufrieden ist, auch der letzte dabei mal rausgehen kann, vor allem weil´s jüngst ja schonmal mehr waren, "so drei, vier, *leiser und leicht verschmitzt* manchmal sogar fünf".

Einfach herrlich!


Ragon, halb aus dem Häuschen


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#16240 - 02/03/07 08:57 AM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Pergor Offline
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Loc: Turm des Magiers
In Antwort auf:

Alle träumen natürlich von der Wiederholung der Erfolge von San Sicario letzten Winter, bei Olympia.




Also ich nicht...



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#16241 - 02/03/07 11:17 AM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Ralf Offline
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Loc: Franken
Also, die Saison der deutschen Biathleten (Männer) als "durchwachsen" zu bezeichnen, halte ich schon für sehr gewagt angesichts der Tatsache, daß Michael Greis als Gesamt-Weltcup-Führender in die WM gegangen ist (wenn auch nur aufgrund des Fehlens von Björndalen bei einigen Rennen - aber an Björndalen darf sich sowieso keiner messen ...), es dazu Weltcup-Siege (u.a. von Alexander Wolf), etliche Podiums-Plazierungen und ungezählte Ränge in den Top10 gab!

Und von wegen "nicht mehr auf Augenhöhe mit Norwegen oder Rußland": Die Norweger haben diese Jahr bis auf Björndalen nur sporadisch überzeugen können (egal ob Andresen, Berger oder Hanevold, auch wenn der junge Svendsen sich in die erweiterte Weltspitze vorgeschoben hat) und die Russen sind zwar in der Breite extrem stark (und deshalb klarer Favorit in der Staffel), waren in den Einzelwettbewerben aber dennoch in etwa auf gleichem Niveau wie die Deutschen.

Davon abgesehen war die heutige Vorstellung der deutschen Männer aber natürlich trotzdem katastrophal ... aber es wird garantiert noch besser werden!
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#16242 - 02/03/07 11:40 AM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Ragon_der_Magier Offline
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Hallo Ralf!

Ich meinte das im direkten Vergleich zur letzten Saison.
Und da gab´ es nunmal
- mehr Siege und Podiumsplatzierungen
- sie konnten sich durchaus sogar mit Bjoerndalen messen(!)
- setzen des öfteren die Laufbestzeiten, was ihnen die Saison eben fast nie gelungen ist
- und gerade in den letzten Rennen auf die WM zu konnten weder Ricco Gross (ok, bei dem ist das immer ein bißchen so und außerdem nähert sich sein Karriereende nicht umsonst), noch Sven Fischer (auch nicht wenn man die Rippenverletzung beim Aufwärmen in Oberhof mit berücksichtigt), noch Michi Greis in der Teildisziplin überzeugen (letzterer holte zwar die Weltcupführung von Bjoerndalen zurück, aber nicht mit der Anzahl an Punkten die man erwartet hätte, immer so um die Plätze 30 und 20 krebsend).

Einzig Andreas Birnbacher konnte seine Form stabilisieren, aber das auch eher knapp hinter den Podestplätzen.
Und Alexander Wolf fand im letzten Wettbewerbswochenende vor der WM endlich, endlich wieder zu einer tauglichen Form. Da war´s aber auch höchste Eisenbahn gewesen, hatre er doch dafür in der Saison bis dato rein gar nichts zerrissen und war zumeist unter "ferner liefen" eingekommen.

Also, ich denke mein Vergleich war da schon zutreffend, insbesondere wenn ich da an die Siege (einer davon sogar im Dreierpack!), Podestplätze und geschlossenen Mannschaftsergebnisse gemeinsam unter den Top10 denke...


Logisch, ich hoff´ schon auch, daß sich das noch bessert.
Sie kommen vielleicht diesmal halt ein bißchen schwerer rein, als vgl. in Turin, wo sie zugegebenermaßen einen Optimalstart hatten (wenngleich auch Bjoerndalen da eben weit von seiner entsprechenden Form war).


Ragon, der immer noch Glückliche


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#16243 - 02/03/07 12:24 PM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Ralf Offline
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Loc: Franken
Sicher, im Vergleich zur letzten Saison fällt das Fazit diesmal (bislang) schwächer aus - aber ich wehre mich einfach dagegen, die Saisonleistung als "durchwachsen" zu bezeichnen, nur weil das letzte Jahr absolut phänomenal lief und damit die Meßlatte so hoch gesetzt hat, daß selbst ein Dirk Nowitzki beim Limbo keine Probleme damit hätte, sie aufrecht stehend zu unterqueren ...
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#16244 - 02/04/07 09:59 AM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
daedalus Offline
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Ich vermisse die Ragonsche Berichterstattung zum Handball Finale
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#16245 - 02/04/07 10:14 AM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Pergor Offline
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Loc: Turm des Magiers
In Antwort auf:

Ich vermisse die Ragonsche Berichterstattung zum Handball Finale




vermissen? naja... sagen wir es mal lieber so: ich frage mich wo sie sind!

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#16246 - 02/04/07 11:02 AM WELTMEISTER!!!
Pergor Offline
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Loc: Turm des Magiers


Deutschland ist mit einer souveränen Leisung Weltmeister geworden!!! Zittern war angesagt in der Phase nach der Verletzung von Fritz. Die deutliche Führung ging dort bis auf 1 Tor flöten (was allerdings keinesfalls die Schuld von Bitter war). Aber letzten Endes war es doch ein deutlicher Sieg!!! Besonders Lens hat am Ende mit einigen Toren glänzen können!



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#16247 - 02/04/07 11:51 AM DEUTSCHLAND IST HANDBALL-WELTMEISTER
Ragon_der_Magier Offline
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Tut mir leid, aber

... zu dem Finale fehlten mir eigentlich die Worte.

Die Deutschen könnens wohl nicht ohne Spannung!



Dabei habens sies sich nur selber schwer gemacht.
Denn das sie die klar bessere Mannschaft sind, zeigte sich schon früh, als der "unglaubliche Fritz" schnelle einige von den ersten Chancen der ehrgeizigen Polen vereitelte und so indirekt den Gastgeber auf die Siegesstraße brachte, den er nie mehr so richtig verlassen sollte.

Aber ausgerechnet ihr bester Mann des Turniers (ich hoffe, dazu wird er auch gleich in Kürze gewählt ), sorgte dann später für die Verunsicherung des Spiels für sein Team (obwohl deren Reaktion eigentlich unnötig war, bei dem Spielstand), die noch einmal alles in Gefahr zu bringen schien - und das nicht durch schlechte Leistung.
Eine Wadenverletzung, die sich wohl schon in den letzten Tagen angekündigt hatte, bricht bei einer weiteren seiner Glanzparaden endgültig auf und verbannt ihn wohl so in der 33. Spielminute für die restlichen leidvollen 20+ auf die Bank.

Und es ist 35:42 (oder so ), als der schon vorher stotternde Angriffsmotor der Deutschen stehenbleibt und damit auch bei der Mannschaft insgesamt ein altes Leiden vergangener Turniere (vgl. Olympia 2004!) wieder einsetzt.
Für die nächsten 10 Minuten soll ihnen nur ein einziges (!!!) Tor gelingen.
Sie nehmen schlechte, viel zu überhastete Würfe (HERR ZEITZ!! ), leisten sich für diese Tage ungewöhnliche Ballverluste, bauen ihre Angriffe nicht mehr vernünftig und in Ruhe auf, scheinen plötzlich nicht mehr die Lücken in der gegnerischen Abwehr entdecken zu können und geraten so sogar einige Male in Zeitspielgefahr.
Dazu geben sie sich in ihrer eigenen Verteidigung, die sie in den anderen Spielen bisher so stark gemacht hatte, nicht zuvor gesehene Blößen.

Als sie eine 6:4 Überzahlsituation nicht nutzen können, sondern sogar einen Gegentreffer hinnehmen müssen kommt der endgültige Bruch im deutschen Spiel.

Die Polen derweil wittern Morgenluft, tanken sich Schritt für Schritt an den Zählerstand der, vor allem auch mit einfach Treffern aus dem Rückraum, schnellen Gegenstößen der geschickten Kreisanspielen.
Der zu Beginn der zweiten Halbzeit elegant erspielte Vorsprung von 21:14 schmilzt rasant auf 22:21 zusammen.


Aber es zeichnet eine weltmeisterliche Mannschaft aus, zumal dieses Deutsche Team bei diesem Heimturnier, sich aus solchen brenzligen Situationen, wo ein sicher geglaubter Sieg zu Ungunsten umzukippen droht, wieder sprichwörtlich "am eigenen Schopfe herauszuziehen".

Und auch hier gelingt es ihnen wieder das Ruder herumzureißen - die Reaktion kommt.

Sie beginnt beim Ersatzkeeper Johannes "Jogi" Bitter, der nach dem Schock des Aus von Henning Fritz und anfänglichen, leichten Gegentoren schnell und immer besser in die Partie findet und schon nach kurzer Zeit ein gleichwertiger Ersatz zu Deutschlands Nationalkeeper Nr.1 wird.
Ein ums andere Mal liefert er kaltschnäuzige Paraden ab, die eine Führung der Polen verhindern, und ihnen wohl auch so ein bißchen den Nerv rauben.
Aber noch sind die nicht geschlagen.

Die nächstes Komponente des deutschen Spiels, die sich nach einer kurzen Auszeit durch Trainer Heiner Brand wieder einschaltet, ist der Rest der Abwehr.
Die Deutschen beginnen wieder konsequenter zu verteidigen, lassen Bielecki & Co. nicht mehr so leicht zum Wurf kommen, machen die Zone um den Kreis dicht und gehen aggressiv gegen das Aufbauspiel der Polen vor.
Die Welle, die für kurze Zeit über sie drüberzuschwappen drohte ist gestoppt.

Und dann, ganz zum Schluß, holen die Deutschen wieder ihre größte Qualität dieser 2 Wochen heraus, die ihnen die Finalspiele gegen Weltmeister Spanien und Europameister Frankreich gewonnen hatte
- in den entscheidenen Schlußphasen Nervenstärke zu beweisen und die wichtigen Tore zu machen!

"It´s Crunchtime, Baby" , wie man im Basketball sagen würde - und die Deutsche Handballnationalmannschaft dreht mal kurz am Rad und zieht innerhalb von nur wenigen Minuten von 23:22 wieder auf 28:23 davon.
Und schon 5 Minuten vor Schluß gehen bei den Polen die Lichter aus.

Die Anspiele an den Außen Kehrmann klappen wieder, Glandorf und Hens packen erneut einige brachiale Granaten aus, Michael "Mimi" Kraus, der stellvertretende Spielmacher, tankt sich durch, zieht Fouls und macht Tore und aus der stabilisierten Abwehr heraus jagen sie den dadurch immer nervöser werdenden Polen den Ball ab oder erkämpfen sich verlorene Päße wieder zurück.
Und Torsten Jansen versenkt auch noch mal einen und danach eiskalt wieder einen seiner gefürchteten, angeschnittenen Siebenmeter, der auch den agilen polnischen Torwart überwindet, der zuvor im Turnier den so sicheren Markus Baur hatte scheitern lassen.

Dann spielen sie ihre Angriffe in aller Ruhe runter, die Nachbarn kassieren nochmal eine Zeitstrafe (die die Deutschen diesmal auch nutzen! ).
Noch´n gestoppter Angriff, noch `ne Parade, noch´n Treffer, Ball halten - und Schlußpfiff !!!


Die Deutschen, Heiner Brands phänomenale Truppe
ist tatsächlich WELTMEISTER !!!



Aber nervenzerfetzend wars halt doch wieder gewesen...




Ragon, der richtig Geschaffte!


[ Wo ist Weltmeister? Die SZ-Redaktion guckt Handball-Finale...
Natürlich mal wieder ein "Ausfluß reinster Herzen"... ]


Edited by Ragon_der_Magier (02/04/07 11:54 AM)

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#16248 - 02/04/07 12:00 PM Re: DEUTSCHLAND IST HANDBALL-WELTMEISTER
daedalus Offline
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Registered: 09/17/05
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Loc: Ruhrpott :(
.... *grunz* *schnarch* ... wa-was? Handball? Ahso... *zzz*

Im Ernst, jetzt müssen sich meine Eltern als die grössten Handball Experten ausgeben ... ahrgh! Das nervt vielleicht!
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#16249 - 02/04/07 12:22 PM Re: DEUTSCHLAND IST HANDBALL-WELTMEISTER
Ragon_der_Magier Offline
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"2007-2027: Wo waren sie damals und wo sind sie jetzt?"

- Christian Schwarzer, Handballweltmeister 2007:
durfte 50.000 Mal hintereinander die Frage "Wie wird man vom TV-Experten zum Weltmeister in nur 10 Tagen?" beantworten und machte später ein Buch daraus für seine Kollegen von der schreibenden Zunft.




...

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#16250 - 02/04/07 01:27 PM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Ragon_der_Magier Offline
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Registered: 03/10/03
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"... TRÄNEN: Bittere Tränen weinten nach dem Sprint der Damen
Martina Glagow und Andrea Henkel - so jedenfalls dachte DSV-
Pressesprecher Stefan Schwarzbach und wollte sie nach dem
unbefriedigenden Ergebnis trösten. Die beiden schoben aber
ihre Sonnenbrillen nach oben und bekannten: «Wir flennen
aus Freude über Lenas Sieg.»
..."


Das sind Mannschaftskolleginnen, was?!



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#16251 - 02/10/07 03:56 AM Re: Biathlon WM 2007 in Antholz
Ragon_der_Magier Offline
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So, jetz´ gilt´s - für die Olympiasiegerstaffel von Turin !!!


Und wenn der Michi Greis wieder so eine Leistung hinlegen kann wie vorgestern in der Mixed-Staffel, dann wird das ein ganz heißer Tanz - sogar für den nominell überragenden Ole Einar Bjoerndalen.

Denn was der deutsche Schlußläufer da abgeliefert hatte, das war kaum in Worte zu fassen. "Parforce-Ritt" ist eines, das einem da in den Sinn kommt.
Es war das perfekte Rennen von dem der große Norweger so gerne spricht.

2:04 Minuten hatte die unglückliche Simone Denkinger ihm da durch ihre 2 Strafrunden mitgegeben.
Und dann holt der das auf, wie eine blanke Naturgewalt!
Nach dem ersten Schießen schon 40 (!!) Sekunden davon aufgeholt, bis zuletzt schließlich nur noch 46 Sekunden Rückstand auf die später siegreichen Schweden.

Vor allem am Schießstand - Schnellfeuereinlagen, beide Male, absolut fehlerfrei, viele der Stehend-Treffer sogar im Liegend-Zielbereich, und Mann, die Frequenz: Das muß ja schon fast ein 1-1-1-1-Rhytmus gewesen sein, so hat der die Schuß hintereinander rausgehaun - der HELLE WAHSINN !!!

Na, wir werden sehen, daß jetzt, nach einem Fehlstart von den Russen, der Altmeister und Abschiedsläufer Ricco Groß sein Schießergebnis aus dem Einzel wiederholen kann und mit nichtt allzu viel Rückstand auf den "Ebs" (Michi Roesch) übergeben kann...


Ragon, der Vorfreudige

P.S.: Und die erste Einlage hat der Ricco schonmal blitzsauber hingelegt!
Als dritter an den Stand, als erster angefangen, schnell und fehlerfrei - das ist seine Große Kunst!
So bleibt man an den traditionell starken und nervenfreien Russen dran.
Überraschend: Die Chinesen - verspätet von den für sie bevorzugten Asienspielen in Antholz angereist - momentan in Führung!

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Moderator:  ForkTong, Macbeth, Raze