#445173 - 05/31/11 07:25 PM
Re: BIN LADEN TOT
[Re: fenwulf]
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Ancient Dragon
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Loc: Krynn
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Im Irak ist ja nicht mehr so richtig viel los, Afghanistan dröppelt auch nur so vor sich hin, in Libyen darf man nur ein bisschen rumfliegen und bei Syrien halten die Russen und Chinesen den Daumen drauf. Kurz gesagt: Der amerikanischen Rüstungsindustrie geht es schlecht. Der wichtigste Industriezweig der USA stagniert, dagegen muss dringend was getan werden: ------------------------------------------------------------------------ USA planen Militärschläge gegen Cyberangriffe
Die USA wollen in Zukunft notfalls auch militärisch gegen Hacker vorgehen. Insbesondere bei Cyberattacken von Regierungen müsse laut einem Medienbericht mit solchen Gegenreaktionen gerechnet werden.
Schwere Hackerangriffe aus dem Ausland sollen in der neuen Cyberstrategie des US-Militärs laut einem Medienbericht als möglicher Kriegsgrund gewertet werden. Wie das "Wall Street Journal" am Dienstag berichtete, könnten die US-Streitkräfte Attacken auf Computersysteme in den USA künftig auch mit militärischen Maßnahmen beantworten. Dabei gelte das Prinzip der "Gleichwertigkeit": Sollten durch die Sabotage Menschen sterben, Schäden an der Infrastruktur entstehen oder das öffentliche Leben erheblich gestört werden, sei eine Vergeltung durch konventionelle militärische Gewalt denkbar.
"Wenn jemand unser Stromnetz herunterfährt, werden wir vielleicht eine Rakete seinen Schornstein hinuntersenden", zitierte die Zeitung einen Vertreter des US-Militärs. Das 30-seitige Dokument ist die erste offizielle Cyberstrategie des US-Verteidigungsministeriums, die in Kürze vorgestellt werden soll. Darin kommt das Pentagon dem "Wall Street Journal" zufolge zu dem Schluss, dass die Regeln des Kriegsvölkerrechts auch auf dem virtuellen Schlachtfeld gelten - obgleich die zu Grunde liegenden internationalen Verträge nicht ausdrücklich auf Cyberangriffe Bezug nehmen.
Der Zeitung zufolge ist innerhalb der Streitkräfte aber noch umstritten, wann ein Cyberangriff schwerwiegend genug ist, um den Einsatz militärischer Gewalt zu rechtfertigen. Außerdem stehe zur Debatte, ob sich die USA jemals vollkommen sicher sein könnten, wer genau hinter einer Attacke stehe. Bislang gehen die Pentagon-Experten demnach davon aus, dass die ausgefeiltesten Angriffe nur mit Hilfe einer ausländischen Regierung ausgeführt werden können. Neuartige Bedrohungen wie Cyberangriffe bekommen in den strategischen Überlegungen der Militärs weltweit immer größere Bedeutung.
Im vergangenen Herbst verabschiedete die NATO eine neue Bündnisstrategie, laut der sich die Mitgliedsstaaten auch gemeinsam gegen Attacken aus dem Internet wappnen wollen. Die USA waren im November 2008 Ziel eines Cyberangriffs geworden, als ein Computervirus in ein geschütztes Militärnetzwerk eingeschleust wurde. Am Wochenende erklärte der US-Rüstungskonzern Lockheed Martin, Mitte Mai einen "bedeutenden und hartnäckigen Angriff" auf das hauseigene Computersystem abgewehrt zu haben. Der Konzern beliefert im großen Stil die US-Regierung.
(AFP)------------------------------------------------------------------------ Inoffiziell als weitere Punkte auf der Agenda: - Fallschirmjägereinsätze gegen Adobe-Raubkopierer
- Kommandooperationen gegen Open-Source-Entwickler
- Luftschläge gegen Apple-Produktpiraten
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#451811 - 11/10/11 09:43 AM
Re: Wird religiöser Wahn vererbt?
[Re: Ddraigfyre]
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Archmage
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Loc: Franken
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Na, wenigstens dürfte uns der texanische George W. Bush-Klon Rick Perry als nächster US-Präsident erspart bleiben: Perrys Debatten-Desaster Überhaupt sieht es für die Tea Party-Bewegung (glücklicherweise) nicht gut aus. Es hatte sich in den letzten Wochen ja schon abgezeichnet (wenn man die Thematik z.B. über CNN verfolgt, in den deutschen Medien gibt es dazu bislang noch nicht allzu viel Berichterstattung), daß Mitt Romney - schon bei der letzten Wahl zeitweise Frontrunner der Republikaner, bis McCain Sarah Palin herbeizauberte ... - das Rennen machen würde und nachdem der lange Zeit überraschend starke Ex-Pizzeria-Chef Herman Cain nach immer mehr Vorwürfen sexueller Belästigung wohl auch keine großen Chancen mehr hat, dürfte sein Sieg nun sicher sein. Und unter den (chancenreichen) republikanischen Präsidentschaftsanwärtern wäre er aus globaler Sicht wohl tatsächlich noch das geringste Übel. Aber egal, wer es wird - das republikanische Kandidatenfeld ist insgesamt IMHO so erschreckend schwach und ideenlos (ich habe in ein paar der Debatten in den letzten zwei oder drei Monaten bei CNN reingeschaut und dagegen wirken deutsche Politiker fast schon visionär ...), daß Obama trotz aktuell verheerender Umfragewerte tatsächlich noch eine Wiederwahlchance haben dürfte.
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#451827 - 11/11/11 06:02 PM
Re: Wird religiöser Wahn vererbt?
[Re: Ralf]
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Battlemage
Registered: 03/10/03
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Wie lang war den der Ausschnitt? War das dabei? Nachdem Rick Perry versichert hatte, er habe keine Bedenken, auch mal Unschuldigen die Giftspritze zu versetzen, fragte Williams ihn, was er von dem Beifall halte. Perry grinste zufrieden: "Ich glaube, dass die Amerikaner Gerechtigkeit verstehen." PS: Aber vielleicht sind die USA doch noch nicht komplett verloren und das Überdachen könnte noch ein wenig warten: Mississippi: Evangelikale scheitern
Edited by Steffen (11/11/11 06:12 PM)
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#451830 - 11/12/11 03:14 AM
Re: Wird religiöser Wahn vererbt?
[Re: Steffen]
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Archmage
Registered: 03/11/03
Posts: 9125
Loc: Franken
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Wie lang war den der Ausschnitt? War das dabei? Nein, bei dem Ausschnitt wurde die Frage gar nicht mehr gestellt - es ging nur um den Applaus nach Erwähnungs des "Rekords" (war halt eine Top10-Liste mit den absoluten "Highlights"). Aber Perrys Antwort ist natürlich auch "nicht schlecht" ... Mann, ohne Anführungszeichen kann man über die Republikaner echt nicht mehr schreiben. 
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#459992 - 12/21/12 07:58 PM
Re: Wird religiöser Wahn vererbt?
[Re: Steffen]
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Ancient Dragon
Registered: 03/10/03
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Loc: Krynn
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Immerhin gibt es ja mittlerweile erstmals seit mehreren Jahren wieder eine Umfragemehrheit für schärfere Regulierungen - aber ob das am Ende was bringt? Reine Augenwischerei zur Beruhigung der Volksseele und so nützlich, wie einen Waldbrand mit der Gießkanne löschen zu wollen. Verbot von Sturmgewehren also. Natürlich nicht rückwirkend, nur künftige Verkäufe betreffend. Jeder der schon eines hat, darf's behalten. Sind ja nur ein paar Millionen, da kann ja nix mehr passieren. Und bis zu einem möglichen Verbot dürfte es noch eine Weile dauern - was jedem, der noch keines hat, die Gelegenheit gibt sich vorher noch in Ruhe damit einzudecken. Verbot von Magazinen mit mehr als 10 Schuss für automatische Waffen. Ui, da wird sich der nächste Amokläufer aber ärgern, dass er sich zwei Magazine mehr in die Jacke stecken muss. Das wird ihm bestimmt zu lästig, weshalb er's dann gleich bleiben lässt. Ach, und mal nebenbei bemerkt: Beim Amoklauf von Winnenden hier in Deutschland vor ein paar Jahren hat der Bengel 15 Menschen mit nur einer Pistole erschossen... Ich hatte erwartet, sie würden den Schulen Waffen für Hausmeister und Lehrer zur Verfügung stellen. Genau davon hat doch dieser geisteskranke LaPierre vorgestern sogar noch gefaselt: "Wenn Eltern und Lehrer bewaffnet gewesen wären, hätten sie das Feuer des Amokläufers erwidern können!". Solange solche skrupellosen Irren frei herumlaufen dürfen, die Politik an ihren Fäden tanzen lassen können und dabei von einem großen Teil der Bevölkerung in ihrem Cowboy-Wahn gestützt werden, wird sich da gar nix ändern. Das Einzige, was an dieser weitverbreiteten Faustrecht-Mentalität etwas ändern könnte, sind Investitionen in die Bildung, damit heranwachsende Durchschnittsamerikaner künftig wenigstens einen IQ um die 80 erreichen. Dann bestünden sogar reelle Chancen, dass Amerika irgendwann den Weg aus der Steinzeit in die Zivilisation findet.
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#460007 - 12/22/12 11:01 AM
Re: Wird religiöser Wahn vererbt?
[Re: Steffen]
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Ancient Dragon
Registered: 03/10/03
Posts: 8022
Loc: Krynn
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Pragmatisch betrachtet, ist das aber vielleicht auch ganz gut so. Wenn wir mal objektiv sind, dann lässt sich doch seit Adolfs Zeiten kein Volk mehr so schön militärisch verheizen, wie die Amis. Wo immer auf dieser Welt Kanonenfutter gebraucht wird, stehen sie schon parat. Man muss sich halt nur mit den Kollateralschäden arrangieren können.
Und zudem steuern wir schon seit geraumer Zeit auf sehr spezialisierte Gesellschaften zu. Die Amis glauben - ebenso wie wir Europäer - ja immer noch, einen Führungsanspruch in der Welt zu haben. Mir klingelt da immer noch dieses Gefasel von der "Leitkultur" in den Ohren. Wir haben noch gar nicht mitbekommen, dass wir seit geraumer Zeit dabei sind, diese Führungsrolle an Asien abzutreten. Wirtschaftlich ist das schon längst passiert und politisch wird das auch bald so sein. Das ergibt sich zwangsläufig aus dem hübschen kapitalistischen System, das wir so großartig finden. Wer das Geld hat, hat auch die Macht. Und das Geld hat Asien. Wir stecken diesbezüglich bis zum Hals in der Scheiße und das wird sich auch nicht bessern - im Gegenteil.
Sinnvollerweise sollte also jeder das tun, was er am besten kann. Und was die Amis am besten können, ist töten und sich töten lassen. Und solange die amerikanische Bevölkerung die Mär mit dem Führungsanspruch noch glaubt, wird sie sich auch weiterhin gern dazu verwenden lassen. Ihnen das Recht, um sich ballern zu dürfen, als grundlegendes Bürgerrecht zu verkaufen, ist da letztlich eigentlich enorm hilfreich.
Also zumindest solange das Pulverfass Naher Osten noch glimmt, sollten wir den Amis das mit den Waffen nicht so energisch auszureden versuchen. Was machen wir denn, wenn die Amis plötzlich nicht mehr wollen? Dann müssten wir zunehmend unseren eigenen Nachwuchs da verheizen lassen.
In diesem Sinne...
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#460019 - 12/23/12 03:47 PM
Re: Wird religiöser Wahn vererbt?
[Re: Ddraigfyre]
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Ancient Dragon
Registered: 03/10/03
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Loc: Krynn
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Und bis zu einem möglichen Verbot dürfte es noch eine Weile dauern - was jedem, der noch keines hat, die Gelegenheit gibt sich vorher noch in Ruhe damit einzudecken.
-------------------------------------------------------------- Run auf automatische Waffen ungebrochen
Das Massaker in Newtown, bei dem 26 Menschen - darunter 20 Kinder - ums Leben kamen, hat die Waffenlust der Amerikaner nicht gebremst. Im Gegenteil - bei Waffenmessen waren Geschäfte ausverkauft.
Auch nach dem jüngsten Schulmassaker ist der Run auf automatische oder halbautomatische Waffen in den USA ungebrochen. Waffenmessen in mehreren Bundesstaaten lockten am Wochenende unzählige Besucher an. An den Eingängen bildeten sich lange Schlangen und die Verkaufsstände waren dicht umlagert. Selbst höhere Preise schreckten die Kunden nicht ab. Manche Geschäfte waren sogar ausverkauft. Besonders gefragt waren Händlern zufolge Sturmgewehre vom Typ AR-15. Unter anderem eine solche Waffe aus dem Besitz seiner Mutter soll der Täter von Newtown benutzt haben, um 20 Grundschüler und sechs Erwachsene umzubringen. Präsident Barack Obama hatte nach dem Massaker im Bundesstaat Connecticut eine Verschärfung des Waffenrechts ins Gespräch gebracht, was die mächtige Lobby von der National Rifle Association (NRA) umgehend zurückwies.
"Alle Welt will Sturmgewehre", sagte die Waffenhändlerin Shirley Donley auf einer Messe im Bundesstaat Pennsylvania. Seit dem Amoklauf von Newtown habe sie davon 100 Stück abgesetzt. "Ich bin ausverkauft." Derartige Waffen können in schneller Folge feuern. Von 1994 bis 2004 waren der Verkauf bestimmter Sturmgewehre und von Magazinen mit mehr als zehn Schuss Munition nicht erlaubt. Unter Obamas Vorgänger George W. Bush lief das Verbot allerdings aus. Seit dem Massaker von Newtown sind die Preise für Sturmgewehre geradezu explodiert. So berichtete ein Käufer, dass er für eine AR-15 mehr als 900 Dollar habe zahlen müssen. Vor einem Jahr seien dafür noch weniger als die Hälfte verlangt worden. Die meisten Modelle hätten 1500 Dollar und mehr gekostet. Einige der AR-15-Käufer hätten ihr verfassungsgemäßes Recht auf Waffenbesitz demonstrieren wollen, sagte ein Händler. Verkäufer wie Kunden stellten sich hinter den Vorschlag der Waffenlobby, vor den Schulen bewaffnete Posten einzusetzen. (Reuters)------------------------------------------------------------- Quod erat demonstrandum. Ich frage mich ja schon länger, warum unsere Regierung keine permanente Reisewarnung für die USA herausgibt. Macht man das nicht üblicherweise für Krisenregionen, in denen lauter bewaffnete Irre herumlaufen?
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