#27174 - 09/06/04 01:57 PM
Re: Sündenbock
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Ancient Dragon
Registered: 03/10/03
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Schröder forderte heute die Genossen auf "sich nicht dem Druck der Strasse zu beugen und nach vorne zu schauen."
Aua. Soviel ignorante Arroganz muss dem doch langsam selber schon wehtun.....
Hallo, Herr Schröder ?!??! Die Menschen von der "Strasse" sind die traditionelle Wählerschaft der SPD, falls du das vergessen haben solltest. Die "Strasse" ist es, die sich diese deine Regierung dummerweise eingebrockt hat, du Arschgeige von Kanzler. Die Menschen, deren Meinung und Rechte du Scheinsozi eigentlich hättest verteidigen sollen, statt sie in die Jauchegrube fallen zu lassen und den Deckel zuzuklappen.
Und noch ein kleiner Tip, Herr Schröder: Wenn Du nur weit genug nach vorne schaust, kannst Du irgendwann wieder Deinen eigenen Hintern sehen. Und da drin sieht es genau so finster aus, wie mit der Zukunft der SPD als grosse Volkspartei "des kleinen Mannes".
Aber mach so weiter. Die Basis der SPD wird sich in ein paar Jahren darüber freuen, wenn sie unseren Elgi als rote Variante des "Mister 18 Prozent" ins Rennen wirft. Und ebenso wie seinerzeit die FDP wird sich die SPD dann freuen können, wenn sie statt 18 wenigstens 8 Prozent der Wählerstimmen bekommt.....
Vielleicht wäre es ja langsam an der Zeit mal zuzugeben, das diese katastrophalen Wahlergebnisse in Folge einfach eine ganz klare Ohrfeige der Wähler für eine völlig desolate Politik sind.
Aber wenigstens spricht jetzt keiner mehr über schmierige Beraterverträge, Dosenpfand und TollCollect gell ? Uff, so ein Glück aber auch.....
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#27179 - 09/07/04 10:19 AM
Re: Sündenbock
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Knight
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In Antwort auf:
Naja, wenn 100.000 weniger gewählt haben und die CDU 44.000 Stimmen weniger bekommen hat, dann hat sie im Grunde genommen ja nicht wirklich verloren sondern mehr oder weniger ihr Niveau gehalten. Der einzige Verlierer dieser Wahl war und ist die SPD - sowohl mathematisch als auch politisch.
Dazu sollte ich sagen, daß Peter Müller noch einer der sympathischeren CDU-Leute ist... und des öfteren sogar mal intelligente Sachen sagt (auch wenn die Parteiführung in sofort zurückpfeift). Das wird sicherlich auch eine Rolle gespielt haben - denn wieso sollte ich so einen Hänfling wie Heiko Maas wählen von der SPD wählen, wenn ich in den letzten 5 Jahren durchaus zufrieden mit Peter Müller und seiner Politik war? Insofern sollte man die Wahl nicht ausschließlich als Protest gegen die Bundesregierung sehen.
Es waren 100.000 weniger aktive Wähler - nicht 100.000 weniger Wahlberechtigte. Wenn die CDU nur 44.000 Stimmen verliert, dann sehe ich darin keine übergroße Bestätigung für die CDU - sondern nur, dass die Alternativen noch viel schlechter ankommen. Hier mal spaßeshalber Prozentsätze auf der Basis aller Wahlberechtigten (in Klammern 1999):
CDU: 25,7% (30,9%) SPD: 16,7% (30,1%) Grüne: 3% ( 2,2%) FDP: 2,8% ( 1,7%) NPD: 2,2% (-----) PDS: 1,3% ( 0,5%)
Mein Resümee ist weiterhin zutreffend. Ich sehe beide großen Parteien in der Kritik - nur bei der auf Bundesebene hauptverantwortlichen SPD fällt diese noch viel vernichtender aus.
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#27180 - 09/08/04 07:47 AM
Re: Sündenbock
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Archmage
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Quote:
Es waren 100.000 weniger aktive Wähler - nicht 100.000 weniger Wahlberechtigte. Wenn die CDU nur 44.000 Stimmen verliert, dann sehe ich darin keine übergroße Bestätigung für die CDU - sondern nur, dass die Alternativen noch viel schlechter ankommen.
Ich hab das schon nicht falsch verstanden... 100.000 Leute weniger haben gewählt bei nahezu gleicher Anzahl Wahlberechtigter. Um genauer zu sein: Gültige Stimmen in diesem Jahr waren 441571, bei der letzten Wahl waren es 557337 - das ist eine Differenz von 115766. Die CDU hat 209670 Stimmen bekommen, bei der letzten Wahl waren es 253856 - das ist eine Differenz von 44186. 44186 sind gut 38% von den 115766 fehlenden gütligen Stimmen. Der Stimmenanteil der CDU bei der letzten Wahl betrug 45,5%.
Also: 1999 haben 45,5% der Leute die CDU gewählt. 2004 sind weniger Leute als noch vor 5 Jahren zur Wahl gegangen - der Anteil der CDU an der Wählerdifferenz beträgt jedoch nur 38% und liegt damit unter dem Stimmenanteil der letzten Wahl. Deswegen haben sie effektiv ihren Stimmenanteil erhöht.
Kurz gesagt: Die CDU hat im Rahmen der niedrigeren Wahlbeteiligung, die selbstverständlich auch sie getroffen hat (durch weniger absolute Stimmen), dazugewonnen, weil sie in Relation zu ihrem Stimmenanteil von 1999 weniger Stimmen verloren hat als die SPD. Daß die kleineren Parteien samt und sonders Stimmen hinzugewonnen haben, ist ebenfalls richtig, ändert aber nicht wirklich etwas an der Tatsache, daß die CDU - wie ich schon geschrieben hatte - mehr oder weniger ihr Niveau gehalten hat, eher mehr als weniger meiner Meinung nach.
Allerdings kann keine Zahlenjonglage der Welt das katastrophale Abschneiden der SPD schönreden...
P.S: Quelle für die Zahlen: www.statistik.saarland.de
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#27181 - 09/09/04 05:57 AM
Re: Sündenbock
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Knight
Registered: 05/21/03
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Es ist nicht mein Ansinnen das Abschneiden der SPD zu relativieren. Ich wollte nur den "dummen Wähler" in Schutz nehmen, der scheinbar offenen Auges vom Regen in die Traufe springt (aus Perspektive eines Reformkritikers). Dies tut er allerdings nur scheinbar, denn absolut ist auch die Zustimmung zur CDU (von 30% auf 25% Zustimmung auf der Basis aller Wahlberechtigten) zurückgegangen. Die dramatisch geringere Wahlbeteiligung folgt ja keinem naturgegebenen Zyklus!
Mich beunruhigt dabei ein mögliches Szenario auf Bundesebene - für beide großen Parteien vorstellbar: mit 25% oder weniger absoluter Zustimmung (man mobilisiere das Stammwählerpotenzial) gibt es die absolute Mehrheit für vier Jahren (hoffentlich funktioniert dann der viel gescholtene Bundesrat als kritische, kontrollierende Instanz bei wichtigen Gesetzgebungsverfahren).
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#27187 - 09/10/04 01:54 AM
Re: Sündenbock
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Ancient Dragon
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Loc: Krynn
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Nanu, Elgi ? Du willst Dich doch nicht ernsthaft wieder auf DIESE Diskussion einlassen, oder ?  Aber bitte. Überlegen wir mal, was das "kostbare" Wahlrecht in Deutschland de fakto bedeutet: - Ich wähle die SPD und muss hinterher 4 Jahre lang machtlos zusehen, wie sie das Gegenteil von dem tun, was sie versprochen haben.
- Ich wähle die Union und muss hinterher 4 Jahre lang machtlos zusehen, wie sie das Gegenteil von dem tun, was sie versprochen haben.
- Ich wähle PDS, FDP oder Grün und hätte bei dem politischen Einfluß dieser Parteien auch genausogut im Bett bleiben können.
- Ich wähle irgendeine der zahlreichen Mini-Parteien und hätte bei dem politischen Einfluß dieser Parteien auch genausogut im Bett bleiben können.
- Ich wähle ungültig um meinen Protest gegen dieses politische System zum Ausdruck zu bringen und bewirke damit angeblich garnichts.
- Ich gehe erst garnicht wählen und bewirke damit (mangels Mindestwahlbeteiligung) ganz sicher garnichts.
So. Das waren die Alternativen des "kostbaren deutschen Wahlrechtes". Und nun darfst Du mir erklären inwieweit sich die Machtlosigkeit des deutschen Bürgers gegenüber "seiner" Regierung von der Machtlosigkeit eines Bürgers unterscheidet, der von einem Diktator oder irgendeinener Militärjunta "regiert" wird. Wo sind die Unterschiede, Elgi ? Welchen Einfluß auf Unterdrückung, Willkür und Machtmißbrauch hat ein Bürger dieses Landes ?
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#27188 - 09/10/04 03:06 AM
Re: Sündenbock
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Ancient Dragon
Registered: 03/11/04
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Loc: Mainz, Germany
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Übrigens - nur damit das auch mal gesagt ist - es gibt auch die WahlPFLICHT!
Es gäbe eine nette Motivation für die Parteien mehr zu tun um die Wähler zur Erfüllung ihrer staatsbürgerlichen Pflicht zu bringen.
Wenn ich mich nicht irre, bekommen die Parteien (Steuer-)geld zur Finanzierung ihres "verfassungsmässigen Auftrags". Und zwar je nach ihrem Wahlergebnis, jedoch nicht auf der Basis der Wähler, sondern der Wahlberechtigten!
Wenn das so stimmt, dann wäre nur eine ganz kleine Änderung in der Parteienfinanzierung notwendig, um einen von zwei Effekten zu erzielen:
Entweder die Wahlbeteiligung steigt, und damit die demokratische Basis; oder man spart ein paar Steuermilliönchen.
Das würde ohne Zweifel das Dilemma der fehlenden politischen Alternativen nicht auflösen.
Quote:
Und nun darfst Du mir erklären inwieweit sich die Machtlosigkeit des deutschen Bürgers gegenüber "seiner" Regierung von der Machtlosigkeit eines Bürgers unterscheidet, der von einem Diktator oder irgendeinener Militärjunta "regiert" wird.
Nun, ein Unterschied ist, dass Du die Frage ungestraft öffentlich stellen kannst.
Ein weiterer, dass die jeweilige Regierung alle Legislaturperiode sich in Frage stellen lässt, was für die Regierung Machtverlust bedeuten kann (auch wenn der Bürger den Unterschied nicht so merkt).
Provokativ würde ich sagen, der Bürger einer Diktatur wird ehrlicher regiert. Da gibt es ganz klare Ansagen! Bei uns wird man mit bitteren Wahrheiten über "Blut und Eisen" (Bismarck) oder "Blut, Schweiss und Tränen" (Churchill) zwar zur historischen Person (Staatsmann!) - aber man wird nicht gewählt!!!
EDIT: Nicht dass, das jetzt mißverstanden wird - Bismarck und Churchill waren KEINE Diktatoren!
Edited by GlanceALot (09/10/04 03:10 AM)
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In times of crisis it is of the utmost importance not to lose your head (Marie Antoinette)
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#27189 - 09/10/04 04:31 AM
Re: Sündenbock
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Archmage
Registered: 03/10/03
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Loc: Germany
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Quote:
Ich wähle PDS, FDP oder Grün und hätte bei dem politischen Einfluß dieser Parteien auch genausogut im Bett bleiben können.
Naja... in Sachsen-Anhalt wird ja voraussichtlich z.B. die PDS gewinnen... da sollte der Einfluß ja dann groß genug sein. Aber z.B. auf Bundesebene würde ich diese drei Parteien nicht unterschätzen wollen. Und wenn die SPD so weitermacht, dann ist bald gar ein dieser Parteien die zweitstärkste Macht im Lande... Aber viel wichtiger ist: Du gibts Deine Stimme ab und zwar nicht an die SPD oder die CDU, deren reale Politik Du ja ganz und gar nicht magst. Dadurch bekommen diese eine Stimme weniger. Wenn jeder Protest-Nichtwähler so vorgehen würde, würde es sich durchaus lohnen. Aber im Bett bleiben ist sicherlich einfacher und bequemer.
Quote:
Ich wähle irgendeine der zahlreichen Mini-Parteien und hätte bei dem politischen Einfluß dieser Parteien auch genausogut im Bett bleiben können.
Ich wiederhole mich: Du gibts Deine Stimme ab und zwar nicht an die SPD oder die CDU, deren reale Politik Du ja ganz und gar nicht magst. Dadurch bekommen diese eine Stimme weniger. Wenn jeder Protest-Nichtwähler so vorgehen würde, würde es sich durchaus lohnen. Aber im Bett bleiben ist sicherlich einfacher und bequemer.
Quote:
Ich wähle ungültig um meinen Protest gegen dieses politische System zum Ausdruck zu bringen und bewirke damit angeblich garnichts.
Nicht angeblich sondern tatsächlich. Oder denkst Du, daß Deine vielgescholtenen Politiker so schnell etwas ändern oder gar die Wahlen wiederholen lassen, wenn 80% der Stimmen ungültig sind? Wenn Du die Wahlberichterstattung beobachtest, wirst Du sogar feststellen, daß die ungültigen Stimmen nicht einmal in der allgemeinen Statistik aufgeführt werden. Ganz toller Nutzen, doch! 
Quote:
Ich gehe erst garnicht wählen und bewirke damit (mangels Mindestwahlbeteiligung) ganz sicher garnichts.
Genau... gar nichts...
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#27191 - 09/10/04 08:43 AM
Re: Sündenbock
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Ancient Dragon
Registered: 03/10/03
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Loc: Krynn
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Einen Teil dieser Vorschläge hatte ich auch schon gemacht. Das wäre ein entscheidender Schritt, aus der existierenden Scheindemokratie ein wirklich demokratisches System zu entwickeln. In Antwort auf:
Wenn Du die Wahlberichterstattung beobachtest, wirst Du sogar feststellen, daß die ungültigen Stimmen nicht einmal in der allgemeinen Statistik aufgeführt werden. Ganz toller Nutzen, doch!
Das ist lediglich ein Beleg dafür, wie die Medien im Sinne der existierenden Parteiendiktatur funktionieren. Diese Statistiken tauchen auf - jedoch tatsächlich NICHT in der offiziellen Wahlberichterstattung. Sehr demokratisch das Ganze, gell ? Handelt es sich doch um die totale Unterschlagung von Wählerstimmen, denen diese Form der Wahl gesetzlich gestattet ist....
Fakt ist, wir leben in einer Diktatur. Ja tatsächlich. Nur funktioniert diese Art der Diktatur viel diffiziler und ausgereifter als z.B. die plumpen und offensichtlichen Militärdiktaturen.
In einer jener Diktaturen hat der Bürger keinen Einfluß auf die Gestaltung seines Staates und seines Landes, weil er keine Möglichkeit zur Wahl hat. Er ist lediglich Arbeitstier und Geldquelle. Hier bei uns existiert diese Wahlmöglichkeit zwar offiziell, aber das Ergebnis bleibt für den Bürger dasselbe: Egal was er wählt, die Regierenden walten danach willkürlich und ungestraft - und der Bürger muss tatenlos zusehen.
Ach natürlich: Er kann ja beim nächsten Mal vor lauter Ärger eine andere Partei wählen. Das Ergebnis wird für ihn freilich das Gleiche bleiben....
Diese "Demokratie" ist praktizierte Volksverarschung, weiter nichts.
Aber zurück zur SPD:
Wie ich gerade den Nachrichten entnommen habe, sind die Prognosen für die Wahlen in den neuen Bundesländern mehr als düster. Nach der berühmten "Was-wäre-wenn-am-Sonntag-Wahl-wäre"-Umfrage sieht das Ergebnis für Sachsen beispielsweise so aus:
Die CDU käme auf fast 50%, gefolgt von der PDS mit 26%. Die SPD würde bei mageren 11% landen und liegt damit etwa auf gleicher Höhe wie die NPD mit 9% !!!
Gute Nacht, Deutschland....
Ich persönlich sehe das so, dass die SPD mit ihrer untragbaren Politik der Sozialdemokratie in den vergangenen 6 Jahren einen irreperablen Schaden zugefügt hat.
Ich glaube nicht das dieser katastrophale Verlust an Glaubwürdigkeit in absehbarer Zeit wieder gutzumachen ist. Wenn die Sozialdemokratie in Deutschland zukünftig eine Chance haben soll, um der Union die Stirn bieten zu können, so wäre die Neugründung einer sozialdemokratischen Partei vielleicht tatsächlich die einzig vernünftige Lösung - vorausgesetzt, diese Neugründung wird von glaubwürdigen Abweichlern der SPD und Gewerkschaftsführenden vorgenommen. Das könnte sogar mich dazu bewegen, dann wieder eine gültige Stimme abzugeben....
Bezeichnend immerhin, mit welchem Slogan die SPD in Schleswig-Holstein in die nächste Wahl gehen will:
"Kiel ist nicht Berlin !"
Das sagt wohl alles über das Verhältnis zwischen Basis und Regierung.....
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