#8888 - 03/20/08 03:16 PM
Re: hot fuzz
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Archmage
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Quote:
Hmmm... Du meinst ich hätte lieber heimlich gucken und hier weitermotzen sollen ? Ich werd wohl langsam weich...
Sagte ich das nicht neulich?!!
Du und Elgi - wahre Menetekel für den "Untergang des Larianischen Abendlandes"!!!
Und unser Marian schaut quasi tatenlos zu!
Ich wittere eine Verschwörung... aber von "ganz weit oben", ich sag´s Euch!... 
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#350443 - 03/31/08 03:51 PM
Re: serien
[Re: Ralf]
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Archmage
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SCHRÄGER ALS FIKTION:
[...]
Somit bleibt am Ende ein Film der Marke "Charlie Kaufman light" - ein vielversprechendes Projekt, das nach rasantem Beginn immer mehr an Tempo verliert und am Ende nur von den Schauspielern und einigen guten Einfällen (wie der Rolle von Harolds Armbanduhr! Ich habe heute endlich auch mal "Stranger than Fiction" gesehen und stimme mit Ralfs Rezension teilweise überein. Allerdings nicht in einem sehr zentralen Punkt: Ich finde es gut, daß der Film nicht als abgedrehte Komödie weitermacht, sondern seinen weg als sanfte erzählte, stets witzige, teilweise romantische, teilweise fast schon tragische Komödie bis zum Ende fortsetzt. Von den erwähnt guten Schauspielern begeistert mich vor allem der Hauptdarsteller Will Ferrell. Ich bin ein großer Fan von ihm und seinen teilweise aberwitzig schwachsinnigen Komödien. Doch hier kann er zeigen, daß er zu mehr im Stande ist, als die gewohnten Rollen zu spielen. Und er macht das hervorragend. In gewisser Weise fühle ich mich an "Lost in Translation" erinnert... der Film hat gewisse Ähnlichkeiten - so geht es auch hier im Grunde genommen um einen einsamen Mann, der erst durch die Bekanntschaft einer Frau wieder ins Leben zurückkehrt - aber auch die Tatsache, daß auch Bill Murray vor allem mit "Lost in Translation" seine Fähigkeiten eindrucksvoll beweisen konnte und Will Ferrell dies in gewissen Maße ebenfalls tut, sind ähnliche Punkte. Alles in allem denke ich, daß dies objektiv gesehen der beste Film bisher von Will Ferrell ist und von mir zumindest die Note 9 bekommt! :up:
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Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
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#350521 - 04/02/08 07:04 AM
Re: serien
[Re: elgi]
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Archmage
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Loc: Franken
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NO COUNTRY FOR OLD MEN: Texas, 1980: Vietnam-Veteran Llewelyn Moss (cool wie eine Hundeschnauze: Josh Brolin) stößt während eines Jagdausflugs in der Wüste auf die Überreste eines Massakers: Offensichtlich ging ein Drogendeal gewaltig daneben, nun sind alle tot und sowohl Drogen als auch das dafür bestimmte Geld ($2 Mio.) liegen herrenlos herum. Llewelyn läßt sich nicht zweimal bitten und nimmt das Geld mit. Damit sorgt er jedoch dafür, daß ein Mann auf seine Spur angesetzt wird, den niemand gerne im Nacken haben will (schon wegen DER Frisur :D): Anton Chigurh (Javier Bardem), Beruf: Killer. Lieblings"waffe": Ein Luftdruck-Schlachtschußapparat! "No Country for Old Men" ist ein seltsamer Film. Selbst für die Verhältnisse von Joel und Ethan Coen - und das will bei den Erschaffern von "The Big Lebowski", "Oh Brother, where art thou" oder "The man who wasn´t there" schon was heißen!  Der Beginn ist gewöhnungsbedürftig. Natürlich ist man von früheren Coen-Filmen exzessive Gewaltdarstellungen gewöhnt. Nur sind die in Filmen wie "Fargo" oder "The Big Lebowski", ja selbst in "Ein (un)möglicher Härtefall" eigentlich immer so lustvoll übertrieben und oft schwarzhumorig inszeniert, daß man sie kaum ernstnehmen kann. In "No Country for Old Men" ist das anders. Hier sind die Gewaltszenen kurz, aber umso schmerzhafter ausgefallen. Das ist gerade zu Beginn nichts für schwache Nerven (später geschieht das meiste in dieser Richtung dafür außerhalb der Leinwand). Nach diesem anstrengenden Beginn nimmt der Film aber so richtig an Fahrt auf. Llewelyns eigentlich ziemlich gut durchdachte Flucht und seine Verfolgung durch Chigurh sowie einige andere Parteien ist häufig minimalistisch und fast ohne musikalische Untermalung, aber umso mitreißender in Szene gesetzt - und auch der für die Coen-typische skurrile, oft boshafte Humor wird dezent eingesetzt (wobei ich nicht weiß, ob der eventuell auch schon in der Roman-Vorlage von Cormac McCarthy vorkommt). In Gedanken überlegte ich mir bereits, ob ich 8,5 oder 9 Punkte vergeben soll - aber dann kam alles ganz anders. Es gibt nicht den erwarteten klassischen Showdown, nein, stattdessen zeigen die Coens dem staunenden Publikum ein dermaßen antiklimaktisches Finale, daß es fast schon eine Frechheit ist.  Über dieses Ende ist schon seit dem US-Kinostart eine heftige, kontrovers geführte Debatte entbrannt - leider muß ich sagen, daß ich mich zu jenen zähle, denen es nicht allzu sehr gefällt. Grundsätzlich bin ich ein absoluter Anhänger unkonventioneller Filmauflösungen und ich will auch nicht behaupten, daß diese ein totaler Reinfall ist. Aber insgesamt funktioniert sie für mich einfach nicht. Das liegt nicht mal an eventuellen offenen Fragen (die ja viele Zuschauer nicht leiden können). Ich finde einfach, daß das Ende nicht zum vorherigen Geschehen paßt - weder inhaltlich noch stilistisch. Dafür muß ich natürlich einiges an der Gesamtwertung abziehen ... Die an sich recht simple Story erinnert an frühere Coen-Werke wie "Fargo" und von der Atmosphäre her vor allem "Blood Simple", wird jedoch durch die von den Coens gewohnte Detailverliebtheit und gelegentliche beinahe philosophische Anflüge aufgewertet. Ein großes Lob hat dafür Roger Deakins verdient, dessen OSCAR-nominierte, vor allem zu Beginn traumhafte Kameraarbeit kaum hinter der von Robert Elswit zurücksteht, der in dieser Kategorie für "There will be Blood" gewann. Etwas zwiespältig fällt meine Beurteilung der Schauspieler aus - beziehungsweise des Einsatzes der Schauspieler durch die Regisseure. Josh Brolin ist zweifellos ein Highlight, die Rolle bedeutet für ihn mit Sicherheit den Durchbruch in Hollywood (mittlerweile hat ihn ja bereits Oliver Stone für die Rolle des George W. Bush engagiert!). Javier Bardem hat für seine Schurken-Rolle sogar den OSCAR als Bester Nebendarsteller erhalten. Natürlich hat der spanische Star diese Auszeichnung schon lange verdient - allerdings ist es hier weniger seine schauspielerische Leistung, die beeindruckt, sondern vor allem die ungeheure Intensität und Ausstrahlung, die er dem kaltblütigen Killer Chigurh verleiht. Viel Raum für wirkliches Schauspiel läßt diese Figur einfach nicht. Tommy Lee Jones überzeugt als Sheriff, aber zwei andere Darsteller sind leider hoffnungslos unterfordert: Die wunderbare Kelly Macdonald als Llewelyns Frau Carla Jean sowie Woody Harrelson als eine Art Söldner, der hinter Chigurh her ist. Möglicherweise ist das die übliche Crux einer Romanverfilmung. Vermutlich sind diese beiden Rollen im Buch wesentlich prägnanter, im Film dagegen wirkt vor allem Harrelson mit seinem besseren Cameo eher überflüssig. Gleiches gilt übrigens für Garret Dillahunt, der nach seiner bemerkenswerten Leistung in "Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford" hier nicht wirklich eine weitere Kostprobe seines Könnens geben kann. Schade. Fazit: "No Country for Old Men" konnte mich nach dem gewöhnungsbedürftigen Beginn wirklich fesseln - doch das seltsame Ende ließ mich eher unbefriedigt zurück. Daher kann ich leider nicht mehr als 7 Punkte verantworten. Vielleicht funktioniert das Ende beim zweiten Anschauen ja besser, dann wäre eine deutliche Aufwertung noch möglich ... Leider muß ich damit im Nachhinein konstatieren, daß ich auch in diesem Jahr nicht mit dem OSCAR-Gewinner zufrieden bin. Unter den vier als Bester Film nominierten Filmen, die ich bislang gesehen habe ("Juno" folgt noch), belegt "No Country for Old Men" lediglich Platz 3 - weit hinter "There will be Blood", immer noch eindeutig hinter "Michael Clayton". Aber wenigstens sehr deutlich vor "Abbitte" ... So langsam wird´s jedenfalls mal wieder Zeit für einen richtig tollen Coen-Film - vielleicht schafft das ja schon "Burn After Reading", zu dem die Brüder endlich wieder selbst das Drehbuch verfaßt haben. Es soll eine schwarze Komödie werden und die Besetzung mit Clooney, Pitt, Swinton, Malkovich läßt einiges erhoffen ...
Edited by Ralf (04/02/08 07:14 AM)
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#350699 - 04/04/08 06:45 PM
Re: serien
[Re: Ralf]
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Archmage
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Also ich fand das Ende sehr gut... passend zum Film und relativ unerwartet.  Daher habe ich wohl auch eine etwas höhere Note gegeben. Aber immerhin sprechen wir beide von den Probleme einer Romanverfilmung. Ich wollte aber noch einmal kurz auf "Schräger als Fiktion" zu sprechen kommen, weil ich etwas vergessen hatte zu erwähnen: Weil es ja immer noch Leute gibt, die Filme eher synchronisiert anschauen, möchte ich auf eine besonders romantische Szene eingehen, die im Englischen herzallerliebst ist und im Deutschen reichlich merkwürdig (zwangsläufig): Die Hauptfigur Harold ist verliebt in eine Bäckerin und will sich ihr gegenüber öffnen. Er fängt sie auf der Straße ab und hat einen Karton voller Mehltüten dabei. Englisch: Sie: What are they? Er: Flours. Sie: What? Er: I brought you flours. Deutsch: Sie: Was ist das denn? Er: Eine Mehlbox. Sie: Was? Er: Eine Box mit Mehl in Tüten. Verglichen mit den anderen Sprachen ist da immerhin der Versuch eines Witzes zu erkennen, aber im Original ist es einfach herzerweichend... und im Deutschen eher ein billiger Gag.
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#350701 - 04/04/08 08:01 PM
Re: serien
[Re: Ddraigfyre]
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Archmage
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Tolle Idee... wenn man kreativ ist, soll man gleich an die paar Länder denken, in denen der Film, wenn er denn gedreht wird, vielleicht lauft. Das kann nicht dein Ernst sein. Wenn doch, dann heißt du also Langeweile willkommen, weil alle Kreativen der Welt, die potentielle internationale Werke schaffen, auf jegliche schwer zu übersetzenden Inhalte verzichten. Das bezieht sich ja nicht nur auf solche Wortspiele, sondern auch politische oder kulturelle Bezüge... was in den USA politisch als Gag durchgeht, versteht hier z.B. vielleicht keiner. Also lassen wir das weg. Und Verweise auf Merkel, Beck und co. in deutschen Texten lassen wir auch weg, weil in der weiten Welt niemand etwas damit anfangen kann.
Wundervolle neue Welt. Aber nicht mit mir.
Und das sage ich als Übersetzer, der regelmäßig mit solchen Dingen zu kämpfen hat.
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Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
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#350722 - 04/05/08 04:59 AM
Re: serien
[Re: Ddraigfyre]
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Archmage
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Loc: Franken
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Du irrst dich, Ddraiggy. In sehr vielen Ländern weltweit ist es Usus, Filme NIEMALS zu synchronisieren, sondern als Original mit Untertiteln zu zeigen. Deutschland ist da eine von gar nicht SO vielen Ausnahmen ... Und wenn man dann auch noch bedenkt, daß Englisch in den USA, in Kanada, Großbritannien, Irland und Australien (und wahrscheinlich noch ein paar kleineren Ländern, die ich vergessen habe) Amtssprache ist und gerade dort - auch aus kulturellen und politischen Gründen, denn in Indien oder China werden beispielsweise nur wenige westliche Produktionen gezeigt - der Großteil des Zielpublikums sitzt, dann liegt der Anteil der "Synchron-Schauer" wohl kaum bei über 50%!
Aber selbst wenn es nicht so wäre, stimme ich eindeutig Elgi zu: Der Job des Drehbuch-Autors (oder sonstigen Autors) ist es, in seiner Sprache das Beste zu geben. Eventuelle Übersetzungen oder Synchronisierungen sind doch nicht sein Problem. Man stelle sich vor, Terry Pratchett müßte bei seinen Scheibenwelt-Romanen (die immerhin in zig Sprachen übersetzt werden) auf unübersetzbare Wortspiele verzichten ...
Wer Komisches in der Synchronfassung sieht oder in der Übersetzung liest, der muß schlicht und ergreifend damit leben, daß er den Film oder das Buch in aller Regel nicht in seiner vollen Humor-Qualität genießen kann.
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#350728 - 04/05/08 05:26 AM
Re: serien
[Re: Ralf]
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Ancient Dragon
Registered: 03/10/03
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Loc: Krynn
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Du irrst dich, Ddraiggy. In sehr vielen Ländern weltweit ist es Usus, Filme NIEMALS zu synchronisieren, sondern als Original mit Untertiteln zu zeigen. Deutschland ist da eine von gar nicht SO vielen Ausnahmen ... Das weiss ich - aber es ist doch völlig egal, ob eine Übersetzung gesprochen oder schriftlich als Untertitel umgesetzt werden muss. Aber ich sehe schon - mein Verständnis vom Dienst am Kunden, meine Visionen vom Weltbürgertum, mein Aufruf zur uneingeschränkten Völkerverständigung gehen hier wieder mal im kleinkarierten Mief der nationalen Interessen unter. Ich frage mich wirklich, warum ich seit Jahren stets unermüdlich hier meine Perlen vor die Säue schmeisse.... <---*theatralischer Abgang*
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#350730 - 04/05/08 05:28 AM
Re: serien
[Re: Ddraigfyre]
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Archmage
Registered: 03/10/03
Posts: 5511
Loc: Germany
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Und Du würdest bei der Übersetzung eines Computerspiels doch wohl auch keinen regional begrenzten Witz in bayrischem Dialekt einbauen, den im Rest des deutschen Marktes keiner versteht - oder ? Der Vergleich - na, wer errät's? - hinkt gewaltig.  Aber um die Frage dennoch zu beantworten: Wenn ich der Meinung wäre. daß das zur Spielsituation paßt, würde ich es machen. Vielleicht nicht im Dialekt, aber doch was den Inhalt angeht. Weil ich für den deutschen Markt übersetze und davon ausgehe, daß die meisten Spieler den Zusammenhang verstehen. Und Ralle hat es ja schon angesprochen: Es gibt ca. 15 Milliarden Menschen auf der Welt, die englisch sprechen. Da wäre es hirnrissig, wenn ein Drehbuchautor auch nur einen müden Gedanken an die anderen 400 Menschen verschwendete, die kein Englisch sprechen. :p Die Sache mit der Synchronisation wollte ich nicht erwähnen, weil ja auch Untertitel Übersetzungen sind... wenn da also der Flours-Witz in den Untertiteln verhunzt wird, ist er immer noch verhunzt. Aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, daß man die Pointe dennoch versteht, weil man ja den Original-Ton hört. Zu meinem Beispiel: Gerade daran sieht man, daß sich ein Autor bitte gefälligst um seinen Job kümmern soll und nicht an den internationalen Markt zu denken hat. Denn für mich ist die Flours-Szene in ihrer unprätentiösen und dennoch eingehenden Art eine der emotionalsten Szenen im ganzen Film, ja sogar der letzten paar Monate, die ich gesehen habe. Wenn der Autor da etwas anders gemacht hätte, wäre die Szene mit Sicherheit nicht so gut rübergekommen. Daher mein Appell an alle: Schaut zumindest englische Filme BITTE auf Englisch an. Wer nicht so gut englisch kann, der kann ja Untertitel einblenden lassen. Die allermeisten Filme machen einfach im Original mehr Spaß.
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#350737 - 04/05/08 06:38 AM
Re: serien
[Re: elgi]
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Archmage
Registered: 09/12/05
Posts: 2193
Loc: Turm des Magiers
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Es gibt ca. 15 Milliarden Menschen auf der Welt, die englisch sprechen. Nun gut, der Begriff "circa" ist ja Gott sei Dank recht dehnbar... Daher mein Appell an alle: Schaut zumindest englische Filme BITTE auf Englisch an. Wer nicht so gut englisch kann, der kann ja Untertitel einblenden lassen. Die allermeisten Filme machen einfach im Original mehr Spaß. Wer gut englisch kann, für den ist das Original oftmals besser als die Synchronisation, richtig. Wenn man aber "nicht so gut" Englisch kann, und die Hälfte nicht versteht, dann kann ich mir nicht vorstellen, warum es dann mehr Spaß machen sollte. Daher sollte sich dieser "Appell" bitte nicht an die ganze Allgemeinheit richten. Oftmals ist es - das sind meine eigenen Erfahrungen - auch das Problem, dass man, obwohl man theoretisch wohl die Übesetzung wissen - sprich das Vokabular behrrrschen - würde, akustisch gar nicht richtig versteht, welche Worte eigentlich gesagt werden. Und das ist dann schon etwas furstrierend. Beispiel: Den "Herr der Ringe" habe ich ja nun wirklich schon etliche Male gesehen. Den schaue ich mittlerweile auch gerne auf englisch. Da ich aus dem Deutschen her schon ziemlich genau - eigentlich fast schon in- und auswendig - weiß, wer an welcher Stelle was sagt, fällt es mir auch viel leichter, im englischen rauszuhören, wer was sagt. Dieses akustische Problem ist da bereinigt. Ich wage die Prognose, dass ich - ohne Vorkenntnis der deutschen Synchronisation, bei weitaus mehr Szenen Probleme gehabt hätte, herauszuhören, welche Wörter da nun eigentlich gesprochen werde. So aber kann ich, auch wenn ich es nicht ganz genau verstanden habe, schnell an das Deutsche denken und dann zusammenpflücken "ah ja, die Übersetzung wäre Wort soundso, das kommt ja auch hin". Sicher etwas, was eine Frage der "Übung" und Gewohnheit ist. Aber es ist eben vorhanden.
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