#7725 - 09/21/05 08:25 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Archmage
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Loc: Franken
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MR. & MRS. SMITH: Der Film läuft ja nun auch schon seit einigen Monaten und wurde hier auch schon mehrfach rezensiert, deshalb erspare ich mir die Inhaltsbeschreibung (zumal ich wieder mal der Meinung bin, daß der Film am meisten Spaß macht, wenn man zuvor ÜBERHAUPT NICHTS über den Inhalt weiß!). "Mr. & Mrs. Smith" ist eine anspruchslose, aber ziemlich unterhaltsame Action-Komödie, die primär von der knisternden Leinwandchemie zwischen den beiden Hauptdarstellern Angelina Jolie und Brad Pitt lebt. Die Story ist dünn, auf Logik oder Realitätsnähe sollte man wie bei den meisten Filmen dieser Art auch keinen gesteigerten Wert legen. Dafür gibt es zahlreiche gelungene Gags und One-Liner, unterforderte, aber sehr talentierte Nebendarsteller (Vince Vaughn, Adam Brody aus "O.C., California") und vor allem in der zweiten Hälfte jede Menge bombastischer Action. Richtig geärgert hat mich nur der Schluß, der für mich eigentlich gar keiner war. Naja, immerhin läßt er Raum für eine Fortsetzung, die angesichts des immensen Erfolges des Films sicherlich bereits in Planung sein dürfte ... Knappe 8 Punkte.
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#7726 - 09/27/05 11:47 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Archmage
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Loc: Franken
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11:14:
Eigentlich war ich mir sicher, daß dieser makabere, episodisch aufgebaute Mystery-Thriller genau meinem Geschmack entsprechen würde. Tat er leider nur teilweise. Natürlich haben Episodenfilme immer damit zu kämpfen, daß Charakterentwicklung u.ä. aufgrund der Kürze der Zeit recht schwierig ist. Aber wenn wie bei "11:14" gleich fünf Episoden in gerade mal 80 Minuten Laufzeit eingepfercht sind, ist das fast komplett unmöglich. Umso schlimmer, wenn es mehrere Tote in der Handlung gibt - denn deren Schicksal berührt einen kaum. Zu fremd und distanziert, teilweise auch einfach zu unsympathisch sind diese Charaktere. Da kann auch die gute Besetzung (Hilary Swank, Henry Thomas, Colin Hanks, Rachael Leigh Cook) nur bedingt helfen. Dazu kommt, daß mir sowieso nur zwei bis drei der fünf Episoden für sich genommen gefallen haben.
Lobend hervorheben muß man, wie gut die ganze Geschichte konstruiert ist, denn es gibt ja nicht nur die unterschiedlichen Episoden, die spielen auch noch parallel! Somit gibt es immer wieder gelungene "Aha"-Effekte und den Einfallsreichtum des Regisseurs und Drehbuchautors Greg Marcks kann man nur loben - abgesehen davon, daß die Geschichte eben doch eher wie eine Kopfgeburt wirkt, es ihr dafür aber ein wenig an Herz mangelt.
Insgesamt ein netter Independent-Film mit vielen originellen und skurrilen Einfällen, aber ohne emotionale Tiefe. 7 Punkte.
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#7727 - 09/28/05 07:43 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Archmage
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Loc: Franken
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TRANSPORTER - THE MISSION: Fluchtfahrer Frank Martin (Jason Statham) übernimmt die "Urlaubsvertretung" für einen befreundeten Fahrer und fährt einen Monat lang den kleinen Sohn eines reichen Ehepaars (Matthew Modine und Amber Valletta). An seinem letzten Tag in diesem Job wird das Kind jedoch entführt und Frank nimmt die Verfolgung auf ... "Transporter - The Mission" ist vom Stil her eine nahtlose, konsequente Fortsetzung des überraschend erfolgreichen ersten Teils. Die Handlung ist ähnlich nebensächlich, die Actionszenen sind teilweise extrem unglaubwürdig, aber dafür schön spektakulär. Daß die zahlreichen Kämpfe mal wieder von Corey Yuen choreografiert wurden, muß eigentlich kaum noch erwähnt werden. Ich habe das Gefühl, kein Actionfilm in Europa oder den USA kommt noch ohne diesen Mann aus ...  Dazu gibt es wunderbar fiese Schurken (Alessandro Gassman, Jason Flemying und vor allem die extrem scharfe Newcomerin Kate Nauta  ) und als Reminiszenz an den ersten Film spielt Francois Berléand als französischer Polizist, der Frank in Miami besucht, auch wieder mit. Aber getragen wird der Film wie schon sein Vorgänger ganz eindeutig von seinem Hauptdarsteller Jason Statham. In vielerlei Hinsicht erinnert er in den "Transporter"-Filmen an Jackie Chans Rollen. Er benutzt nicht gerne Schußwaffen, gebraucht aber alle möglichen "zufällig" herumliegenden Alltagsgegenstände zu seiner Verteidigung. Doch während Chan sich neben seinen überragenden Martial-Arts-Fähigkeiten primär durch seinen spitzbübischen Charme auszeichnet, ist Statham vor allem eines: sehr cool! Wirklich seltsam, daß er bislang noch nicht als ernsthafter James-Bond-Kandidat gehandelt wird ... Aber zum Fazit des Films: "Transporter - The Mission" ist ein wunderbar anspruchsloser und sehr unterhaltsamer Action-Film mit tollen over-the-top-Actionszenen und einem äußerst charismatischen Hauptdarsteller. Zudem hält er - im Gegensatz zum Vorgänger - das Tempo bis zum Ende durch und ist daher insgesamt besser. Das gibt fröhlich 8 Punkte.
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#7728 - 09/29/05 07:21 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Archmage
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Loc: Franken
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RED EYE: Erneut ein Film, über dessen Handlung bereits im Trailer zu viel verraten wird! Deshalb werde ich mal wieder eine Inhaltsbeschreibung aussparen, nur soviel: "Red Eye" von Horror-Altmeister Wes Craven ist ein Thriller, den man IMHO vom Stil her gut mit "Phone Booth" oder auch "Final Call" (abzüglich des Humors) vergleichen kann. Eine klaustrophobische Situation in einem Flugzeug spielt ebenso eine wichtige Rolle wie ein politisches Attentat ... Der Film kommt ohne große Namen aus, aber keineswegs ohne Talent! Rachel McAdams als Lisa hat mir zwar in "Die Hochzeits-Crasher" noch besser gefallen, gibt hier aber dennoch eine gute Heldin ab. Cillian Murphy gefällt dagegen sogar wesentlich besser als in seiner Schurken-Rolle in "Batman Begins". Dazu kommt Brian Cox, der als Lisas Vater liefert eine gewohnt souveräne Vorstellung ab und von den Nebendarstellern ist mir speziell Jayma Mays in ihrem Kinodebüt sehr positiv aufgefallen (sieht ein wenig aus wie Heather Graham).  Insgesamt hat mir "Red Eye" sehr, sehr gut gefallen und ist IMHO einer der besten Thriller der letzten Jahre. Zwar ist die Handlung alles andere als neu und im Mittelteil gibt es auch ein paar dramaturgische Schwächen, aber das machen der grandiose Showdown und der treibende Score von Marco Beltrami mehr als wett! 80 Minuten pure Unterhaltung, das ist mir satte 9 Punkte wert.
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#7729 - 10/04/05 03:39 PM
Re: `Stadt der Sünde´
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Death Dragon
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Endlich komme ich wieder ins Kino nachdem ich jetzt lange Wochen darben musste. Nochnoi Dozor: Wächter der Nacht Ist ein Film der ziemlich genau meinen Geschmack trifft. Die (wenigen) Ängste die ich aufgrund der Vorschau hatte wurden zum Glück nicht erfüllt... und der Film hat mich immer mehr begeistert. Gut bis Sehr gut gegen Ende. Bin mal auf die Fortsetzung gespannt.  Und im Flugzeug... Robots: gähn, albern, eher etwas für kleinere Kinder Hitch der Date Doctor: gut
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#7732 - 10/05/05 07:26 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Archmage
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Loc: Franken
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Ich habe damals auch die OmU gesehen (Prolog und Epilog sind übrigens sogar auf Englisch, falls dich das tröstet, Elgi ...  ) und fand das eigentlich nicht so schlimm. Btw: Der Film hat einen erstaunlich guten Start in Deutschland hingelegt! Dürfte mit ziemlicher Sicherheit der kommerziell erfolgreichste russische Film aller Zeiten werden (wobei mir das auch nicht wirklich schwierig erscheint ...  ).
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#7735 - 10/05/05 11:47 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Battlemage
Registered: 05/22/04
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In Antwort auf:
Nochnoi Dozor: Wächter der Nacht
Ist ein Film der ziemlich genau meinen Geschmack trifft. Die (wenigen) Ängste die ich aufgrund der Vorschau hatte wurden zum Glück nicht erfüllt... und der Film hat mich immer mehr begeistert.
Gut bis Sehr gut gegen Ende. Bin mal auf die Fortsetzung gespannt.
Kann mich nur anschließen, wirklich sehr guter Film. 
Wächter des Tages (Dnevnoy Dozor) kommt übrigens am 1.1.2006 in Russland raus. Und ein Jahr später folgt der letzte Teil Wächter der Dämmerung (Sumerechij Dozor).
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#7736 - 10/06/05 10:57 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Archmage
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Loc: Franken
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BROTHERS GRIMM:
Anfang des 19. Jahrhunderts ist ganz Deutschland von den Franzosen besetzt. Ganz Deutschland? Nein! Äh ... sorry, falscher Film.
Also, wie gesagt: 19. Jahrhundert, D von F besetzt. Die beiden Brüder Jake (Heath Ledger) und Will Grimm (Matt Damon) verdingen sich als eine Art Ghostbuster - allerdings vertreiben sie nur Gespenster, Hexen und sonstige Ungeheuer, deren Vorhandensein sie (auf Grundlage örtlicher Legenden) selbst vortäuschen. Probleme ergeben sich, als die beiden vom französischen General Delatombe (Jonathan Pryce) aufgegriffen werden, der ihre Masche durchschaut hat und sie zwingt, eine ähnliche Geschichte über einen verwunschenen Wald, eine böse Hexe (Monica Bellucci) und zahlreiche verschwundene Kinder in einem kleinen Dorf aufzuklären.
Dummerweise stellen die Gebrüder Grimm bald fest, daß es sich diesmal um wahre Magie handelt und sie mit ihren üblichen Jahrmarktstricks nicht sonderlich weit kommen ...
"Brothers Grimm" ist ein Film des einzigen amerikanischen Mitglieds der berühmten Monty Pythons. Neben John Cleese ist er der einzige, der auch nach deren Ende eine richtig erfolgreiche Karriere aufgebaut hat, und zwar als Regisseur. Seine Filme waren stets kontrovers ("Brazil", "Fear and Loathing in Las Vegas"), skurril ("Time Bandits", "Twelve Monkeys") und bewegend ("König der Fischer"), manchmal auch kommerzielle Flops ("Die Abenteuer des Baron von Münchhausen") - aber alle seine Filme waren auf ihre Art und Weise einzigartig.
Auf "Brothers Grimm" trifft das leider nur teilweise zu. Auf absolut großartige Sequenzen mit dem typischen verqueren Gilliam-Humor folgen immer wieder mal absolut belanglose und unkomische Szenen.
Das liegt wohl hauptsächlich daran, daß Terry Gilliam bei "Brothers Grimm" im Gegensatz zu seinem vorherigen Film "Don Quichote" Kompromisse mit den Produzenten einging.
"Was?", mag jetzt der ein oder andere fragen, "Don Quichote? Hab´ ich was verpaßt?" Nein, keineswegs. Denn bei "Don Quichote", immerhin mit Johnny Depp in der Titelrolle, ging Gilliam KEINE Kompromisse ein - weshalb der Film nie fertiggestellt wurde (stattdessen wurde später der preisgekrönte Dokumentarfilm "Lost in La Mancha" über die vom Pech verfolgten Dreharbeiten veröffentlicht - Ironie des Schicksals ...). Bei "Brothers Grimm" machte Gilliam nach langen Machtkämpfen mit den berüchtigten Weinstein-Produzenten-Brüdern Zugeständnisse (zwei gescheiterte Produktionen hintereinander hätten gut und gerne das Ende seiner Karriere bedeuten können!) und das merkt man dem Film auch an.
Denn so ist eine teilweise ziemlich krude Mischung aus typischem Gilliam-Film und Hollywood-Mainstream-Kino daraus geworden - glücklicherweise überwiegt aber immer noch ersteres, sodaß am Ende doch ein unterhaltsamer Film dabei herauskam.
Dennoch darf man Fehler des Films nicht nur auf die Produzenten schieben - die gigantischen Logiklöcher im Drehbuch (das Gilliam entgegen sonstiger Gewohnheiten diesmal nicht selbst verfaßt hat) lassen sich so sicher nicht erklären ... besser, man denkt erst gar nicht darüber nach, warum dies oder jenes geschieht (oder eben nicht geschieht). Außerdem konnten mich nicht alle Special Effects überzeugen (damit meine ich speziell den Wolf).
Auf der Haben-Seite zu verbuchen sind dagegen die Darsteller. Damon und Ledger machen eine wirklich gute Figur als die Gebrüder Grimm, Peter Stormares spielt seine Rolle als italienischer Folterspezialist herrlich überdreht, Lena Headey spielt überzeugend die toughe Fallenstellerin Angelika und Monica Bellucci (die leider nur ziemlich wenig zu sehen ist) verkörpert die "Mirror Queen" mit unübertroffener Schönheit, Anmut und Boshaftigkeit.
Dazu kommen die wunderschöne Musik von Dario Marianelli (auch wenn sie ziemlich an Danny Elfmans Kompositionen erinnert), die sehr gelungene Ausstattung und Kostüme sowie Gilliams zahlreiche phantasievolle Querverweise auf die Märchen der realen Gebrüder Grimm.
Fazit: Man merkt vermutlich bereits, daß es nicht ganz einfach ist, diesen Film einzuordnen. Auf jeden Fall gibt es kaum ein Werk, bei dem ich sosehr auf einen ECHTEN "Director´s Cut" hoffe wie bei diesem. Damit könnte nämlich noch eine echte Perle daraus werden.
In der vorliegenden Form ist "Brothers Grimm" ein ziemlich abgedrehtes Grusel-Abenteuer, das ein wenig an "Sleepy Hollow" oder auch "Der Pakt der Wölfe" erinnert und qualitativ stark schwankt. Die Gemütsverfassung des Autors dieser Rezension bewegte sich während der Vorführung demnach auch zwischen einem euphorischen "Ich LIEBE diesen Film!" und einem frustrierten "Was soll denn jetzt DIESE lahme Szene?" ...
Das ergibt am Ende wohlwollende, wohl nicht ganz objektive 8 Punkte von einem Fan sowohl des Genres als auch des Regisseurs.
Denn trotz aller Schwächen hat mir "Brothers Grimm" letztlich besser gefallen als Gilliams "Twelve Monkeys" oder gar "Fear and Loathing in Las Vegas" (mit Gruß an Elgi  ).
P.S.: Das Ende läßt übrigens durchaus Raum für eine Fortsetzung - die aber leider angesichts des eher mittelmäßigen kommerziellen Erfolges ziemlich unwahrscheinlich sein dürfte ...
Edited by Ralf (10/06/05 11:18 AM)
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#7738 - 10/10/05 07:25 AM
Re: `Stadt der Sünde´
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Loc: Franken
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DAS WANDELNDE SCHLOSS: In einer Welt, die Ähnlichkeiten mit dem England des frühen 20. Jahrhunderts aufweist, lebt die junge Hutmacherin Sophie. Als sie zufällig auf den charismatischen Zauberer Hauru trifft, der mit seinem von einem Feuerdämon angetriebenen "Wandelnden Schloß" durch die Gegend reist, wird Sophie von Haurus Erzfeindin, der Hexe aus dem Niemandsland, in eine alte Frau verwandelt. Ohne erkannt zu werden, heuert Sophie daraufhin als Putzfrau im Wandelnden Schloß an und lernt so Hauru und seine Welt besser kennen ...
Für seinen neuesten Zeichentrickfilm hat sich der japanische Regiestar Hayao Miyazaki ("Chihiros Reise ins Zauberland", "Prinzessin Mononoke") ein englisches Buch ("Howl´s Moving Castle" von Diana Wynne Jones) als Inspiration ausgesucht - was IMHO auch die größte Schwäche des Films ist. Zwar hat es Miyazaki geschafft, einen Film zu drehen, der über weite Strecken wie ein typisches Miyazaki-Werk aussieht und sich auch so anfühlt (soll heißen: es gibt viele magische Momente, und auch Humor und Romantik kommen nicht zu kurz), aber dennoch habe ich ein paar Dinge zu bemängeln: So kommt der Schluß für meinen Geschmack etwas arg abrupt, außerdem hätte ich mir ein paar mehr Erklärungen für einige Dinge gewünscht, die mir so doch reichlich unerklärlich und unlogisch erscheinen. Außerdem bin ich nicht mit allen deutschen Sprechern zufrieden: Gerade die Sprecherin der jungen Sophie fand ich ziemlich schwach und auch die Stimme des Feuerdämons hätte ich mir irgendwie eindrucksvoller vorgestellt. Davon ist "Das wandelnde Schloß" aber ein weiterer Beweis für Hayao Miyazakis Können und ein guter, märchenhafter Spaß für die ganze Familie. 8 Punkte.
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#7739 - 10/12/05 05:29 PM
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Im Kino: "A History of Violence" - David Cronenbergs neuer Film ist ein MeisterstückVon FRITZ GÖTTLERSchwer liegt die Glasglocke des Glücks über dieser Familie, schließt sie hermetisch ab von den Irritationen, Aufregungen, Belästigungen der Welt draußen, macht sie unempfindlich gegen jeden Störeffekt. Ein Leben führen diese vier im Hohlraum zwischen Vergangenheit und Zukunft, ein Leben, das keine Bewegung kennt. Wenn dennoch nachts die Tochter, ein blondgelocktes Püppchen, erschreckt aus dem Schlaf hochfährt, sind innerhalb weniger Sekunden die andern drei – Mutter, Vater, Sohn – tröstend und schmusend an ihrem Bett versammelt: Aber Liebes, es gibt doch keine Monster ... Das Frühstück am Morgen darauf ist wie in Trance, eine schwer erträgliche Choreografie der Alltagsfreundlichkeiten, ein unentwegtes „Könntest du mich eventuell ...“ und „Sollte ich dir denn nicht ...“ Einmal wird das wohl sogar dem Sohn Jack (Ashton Holmes) zu bunt, und als der Vater ihn mit Cornflakes versorgen will, grapscht der Sohn ihm fröhlich unwirsch die Schachtel vor der Nase weg. Ansonsten: Normalität, Alltäglichkeit bis zum Gehtnichtmehr. Nehmen wir denn alle, ohne dass wir es merken, an einem riesigen Zeugenschutzprogramm teil, fragte in seiner Besprechung des Films J. G. Ballard – er hatte mit Cronenberg zu tun, als der seinen Roman „Crash“ verfilmte. ... Zwei Welten, unmittelbar aneinander montiert, das macht seit vielen Jahren das Kino des kanadischen Filmemachers David Cronenberg aus. In diesem Film, den er über Amerikas Traum und mit viel amerikanischem Geld gedreht hat, ist diese Art der Montage noch eine Spur härter, brutaler. Des Vaters Verhalten erklärt sich professionell, Freundlichkeit gehört zu seinem Job – wenn er die Leute bedient in seinem Diner, dem Treffpunkt der kleinen Stadt. Viggo Mortensen, der wortkarge, stets ein wenig alternative Held aus „Herr der Ringe“, ist Tom Stall, die Haare hat er hier ein wenig bieder in die Stirn gestrubbelt, aber manchmal, wenn er mit den Augen rollt oder wenn er mit der Kaffeekanne hantiert und zum Ausgleich die andere Hand in die Hüfte legt, spürt man eine alte Verführungskraft, die nun dem Geschäft gut tun soll. ..." Es würde mich freuen, sollte es sich bewahrheiten, daß der multitalentierte Viggo Mortensen nach dem Hype um ihr-wißt-schon-was nicht darin veloren gegangen ist, sondern vielmehr seine Linie wiedergefunden und seine zuvor schon exzellente Rollenwahl fortgesetzt hat!   Daneben gerade in den tagesthemen: "Flightplan" mit der raren Jodie Foster und - man höre und staune - einem deutschen Regisseur! Wir können alle schon mit höchster Spannung auf beider Kritiken von unserem sehr vereehrten Ralf-Ranicki warten...!  Ragon
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