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#12891 - 02/27/08 12:19 PM Re: Bücherecke
Ddraigfyre Offline
Ancient Dragon


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Ähm, beim Amazon-Marketplace treiben sich 'ne Menge Spinner rum, die Phantasiepreise verlangen, egal ob Bücher, Filme, CDs, etc.

Ich habe da schon viele Sachen gesehen, die als "Raritäten" in Gold aufgewogen wurden, während sie bei ebay im Dutzend billiger zu haben waren. Wer also meint, dass ebay schon eine Deppenfalle sei, der kennt den Amazon "Marketplace" noch nicht.....


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#12892 - 02/27/08 01:58 PM Re: Bücherecke
Nergal Offline
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Hier kommt mal wieder ein literarischer (und kulinarischer) Leckerbissen. Kein Kochbuch sondern ein weiterer Walter Moers-Roman zum träumen: Der Schrecksenmeister.
In Sledwaya, einer Stadt in der "das Gesunde krank und das Kranke gesund" ist und wo der Schrecksenmeister nicht nur für das schlechte Wetter verantwortlich ist, lebt das kleine Krätzchen Echo (Richtig gelesen. Kratzen sehen aus wie Katzen können aber sprechen und haben zwei Lebern. Das nur am Rande.). Als es kurz davor ist zu verhungern schließt es einen Vertrag mit dem Stadtschrecksenmeister von Sledwaya, Succubius Eißpin, der Faust und Mephisto in einer Person verkörpert.
Durch diesen Vertrag hat Eißpin das Recht Echo beim nächsten Vollmond zu töten und dessen wertvolles Fett auszukochen, das benötigt Eißpin um seinen alchimistischen Traum zu erfüllen - Unsterblichkeit.
Als Gegenleistung muss Eißpin Echo bis zum Vollmond auf höchstem kulinarischen Niveau durchfüttern, denn der Schrecksenmeister ist nicht nur ein sehr guter Alchimist sondern auch ein begnadeter Koch.
Doch kurz darauf regt sich wieder Echos Freiheitswillen. Auf seiner Suche nach einem Fluchtweg aus der düsteren Burg des Schrecksenmeisters begegnet Echo allerlei skurilen Gestalten die ihm bei seiner Flucht helfen: den Ledermäusen, den Grübelnden Eiern und dem goldenen Eichhörnchen, Fjodor F. Fjodor, dem Einäugigen Schuhu der ein Problem mit Fremdwörtern hat ("Aah - die hohe Kunst der Diplotamie! Ich verstehe. Du hast sie mit Armugenten mapinuliert, stimmt`s?"), dem gekochten Gespenst, der Schneeweißen Witwe und vor allem Izanuela Anazazi, der letzten Schreckse von Sledwaya.

Ich habe bis jetzt jedes Buch von Walter Moers verschlungen und auch bei diesem Buch ging es mir nicht anders. Obwohl es eins der kürzeren Bücher von ihm ist (383 Seiten) ist es eines der besten, neben "Der Stadt der träumenden Bücher" natürlich. Neben seiner herausragenden Fantasie glänzt Walter Moers hier ,wieder mal, auch mit viel Humor.
Das Buch liegt als gebundene Version bei Piper vor und ich kann es jedem empfehlen. Natürlich auch die 5 andern Bücher von Moers.

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#12893 - 02/27/08 03:58 PM Re: Bücherecke
AlrikFassbauer Offline
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In Antwort auf:

Ähm, beim Amazon-Marketplace treiben sich 'ne Menge Spinner rum, die Phantasiepreise verlangen, egal ob Bücher, Filme, CDs, etc.

Ich habe da schon viele Sachen gesehen, die als "Raritäten" in Gold aufgewogen wurden, während sie bei ebay im Dutzend billiger zu haben waren. Wer also meint, dass ebay schon eine Deppenfalle sei, der kennt den Amazon "Marketplace" noch nicht.....






Oh ! Ja ! DAS habe ich auch schon gemerkt !

Speziell auch Lösungsbücher zu älteren Computerspielen können da ganz schön "reinschlagen" ...

Wäre eigentlich ein Thema für den "Aufreger" ...

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#12894 - 02/27/08 04:22 PM Re: Bücherecke
Patarival Offline
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Hier kommt mal wieder ein literarischer (und kulinarischer) Leckerbissen. Kein Kochbuch sondern ein weiterer Walter Moers-Roman zum träumen: Der Schrecksenmeister...




Ich verstehe nicht ganz. Soll das eine Art Parodie auf Gottfried Kellers "Spiegel, das Kätzchen" sein?

Das Original hatte ich mal gelesen und das war recht amüsant.

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#12895 - 02/27/08 06:20 PM Re: Bücherecke
AlrikFassbauer Offline
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Ich verstehe nicht ganz. Soll das eine Art Parodie auf Gottfried Kellers "Spiegel, das Kätzchen" sein ?




Angeblich sollen ALLE seine Bücher Parodien oder veränderte Versionen anderer Werke sein.

Nichtsdestotrotz finde ich "Die Stadt der Träumenden Bücher" als eines der besten Bücher, die ich in den letzten 10-15 Jahren gelesen habe (ich lese allerdings nicht mehr soo viele Bücher ...).

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#12896 - 02/28/08 10:34 AM Re: Bücherecke
Ralf Offline
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Ähm, beim Amazon-Marketplace treiben sich 'ne Menge Spinner rum, die Phantasiepreise verlangen, egal ob Bücher, Filme, CDs, etc.

Ich habe da schon viele Sachen gesehen, die als "Raritäten" in Gold aufgewogen wurden, während sie bei ebay im Dutzend billiger zu haben waren. Wer also meint, dass ebay schon eine Deppenfalle sei, der kennt den Amazon "Marketplace" noch nicht.....






Na, das muß den Verkäufer ja nicht kümmern. Mal ehrlich, wer wirklich dreistellige Beträge für ein Buch bezahlt (das nicht wirklich eine Antiquität ist ...), der kann es sich entweder leisten oder er ist ziemlich dämlich. Naja, oder ein sehr großer Fan.
So oder so sind am Ende vermutlich sowohl Käufer als auch Verkäufer glücklich.
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#12897 - 02/28/08 10:40 AM Re: Bücherecke
Nergal Offline
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Ich verstehe nicht ganz. Soll das eine Art Parodie auf Gottfried Kellers "Spiegel, das Kätzchen" sein?

Das Original hatte ich mal gelesen und das war recht amüsant.




Walter Moers "übersetzt" berühmte Romane (meistens von Hildegunst von Mythenmetz, einem Lindwurm und großen Dichter) gewöhnlich aus dem Zamonischen ins Deutsche wie er es angibt. Im Nachwort gibt Mythenmetz zu dass Der Schrecksenmeister eine Neudichtung des Klassikers "Echo, das Krätzchen" von Gofid Letterkerl (Anagramm für Gottfried Keller.)

So kann man einige Parallelen, nicht nur in der Geschichte auch bei den Namen, feststellen:Aus Seldwyla wird Sledwaya, und aus dem Hexenmeister Pineiß der Schrecksenmeister Eißpin - ein Name, der gut zu dieser Person passt, da man an 'Eispickel' oder, wenn man 'pin' als englischen Begriff fasst, an eine Nadel, an einen feinen Eiszapfen denkt, was sich mit der Kälte und Grausamkeit des Alchimisten in Verbindung bringen lässt.
Aus Spiegel dem Kätzchen wird Echo das Krätzchen. Hieß Spiegel noch so, weil die Besitzerin meinte, in seinem Verhalten ihre Gefühle widergespiegelt zu sehen, spielt Moers auf die besondere Eigenschaft des Krätzchens an, im Gegensatz zu den Katzen sprechen zu können. Die Besitzerin war verwundert, dass Echo ihr wie ein Mensch antwortete, deshalb gab sie der Kratze ihren Namen.

Somit wäre es eine sehr geschickt getarnte Parodie.

Hier habe ich noch ein "Streitgespräch" zwischen Mythenmetz und Moers über seine Übersetzung des Schrecksenmeisters:

Kommen wir doch lieber gleich zu den konkreten Vorwürfen. Sie, Herr von Mythenmetz, werfen dem Übersetzer Walter Moers vor, dass er Ihr Buch „Der Schrecksenmeister“ stark gekürzt hat.

Mythenmetz: Um siebenhundert Seiten!

Moers: Das war eine Notwendigkeit.

Mythenmetz: Das war eine Unverschämtheit. Ein barbarischer Akt.

Moers: Herr Mythenmetz, Sie sollten anerkennen, wie loyal ich Ihrem Werk bisher zugearbeitet habe. In „Ensel und Krete“ ließ ich sämtliche mythenmetzschen Abschweifungen ungekürzt, und ich stehe dazu. Dieser Kunstgriff ist ein fester Bestandteil des Werkes, ohne den es nicht denkbar wäre. Aber beim „Schrecksenmeister“ handelt es sich um eine komplett andere Sache.

Könnten Sie uns ein Beispiel geben, wie Sie das meinen?

Mythenmetz: Das würde mich auch interessieren! Mit welcher Begründung Sie welches Gliedmaß meines Kindes amputiert haben!

Moers: Nehmen wir gleich den Anfang. Der lautet so: „Stellt euch den krankesten Ort von ganz Zamonien vor! Eine kleine Stadt mit krummen Straßen und schiefen Häusern, über der ein schauriges schwarzes Schloss auf einem dunklen Felsen thronte. In der es die seltensten Bakterien und kuriosesten Krankheiten gab: Hirnhusten und Lebermigräne, Magenmumps und Darmschnupfen, Ohrenbrausen und Nierenverzagen.“ In Herrn Mythenmetz' Originalfassung kommt hier, nach gerade mal drei Sätzen, bereits die erste Abschweifung. Sie fängt so an: „Apropos Nierenverzagen! Ich habe nach dem Essen da immer so einen seltsamen, na ja, Schmerz würde ich es nicht nennen, mehr so eine Art Drücken oder Ziehen in der Nierengegend, einhergehend mit saurem Aufstoßen, und da frage ich mich ...“ Und dann folgt eine sich über mehrere Seiten hinziehende Beschreibung der Begleitsymptome und eine beinahe genüssliche Schilderung von Flatulenzen, bis das Ganze in einer akribischen Darstellung des Stuhlgangs gipfelt. Auch dafür gibt es in unserer Sprache ein schönes Wort: Es heißt Hypochondrie.

Sind alle mythenmetzschen Abschweifungen im „Schrecksenmeister“ hypochondrischer Herkunft?

Moers: Nein. Neben ein paar Abschweifungen alltäglicher Natur - über das Wetter, schlechte Kritiken oder unzureichende Vorschüsse - würde ich die übrigen generell unterscheiden in hypochondrische und kulinarische Abschweifungen.

Mythenmetz: Beim „Schrecksenmeister“ handelt es sich um ein kulinarisches Märchen! Eine traditionelle Gattung der zamonischen Literatur! Da werden doch wohl ein paar Bemerkungen zum Thema Esskultur erlaubt sein.

Moers: Die ja auch reichlich erhalten geblieben sind. Aber man sollte sich entscheiden, ob man ein kulinarisches Märchen oder ein Kochbuch für Lindwürmer schreiben will. Ihre Essgewohnheiten in Ehren, aber für einen Nichtlindwurm sind die Rezepte schon äußerst gewöhnungsbedürftig. Wenn ich zum Beispiel ein vierzehnseitiges Rezept lesen muss, das mit den Worten beginnt: „Nageln Sie einen lebendigen Oktopus auf ein Holzbrett“, dann vergeht mir nicht nur der Appetit aufs Essen, sondern auch auf die Lektüre.

Mythenmetz: Daran kann ich mich nicht erinnern.

[...]

Das ganze gibts unter:
Mythenmetz vs Moers

Abschließend noch ein Kommentar Mythenmetz zu seinen Kritikern:
"Und noch etwas, denn ich kann sie schon hören, die Kritiker, die mir angesichts meiner kühnen Bearbeitung Leichenfledderei und geistigen Diebstahl vorwerfen werden. Dazu nur so viel: Das Werk Gofid Letterkerls ist rechtefrei! Und: Wie kann man etwas stehlen, das allen gehört?
Verklagt mich doch!"

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#12898 - 02/29/08 01:45 PM Re: Bücherecke
Ralf Offline
Archmage


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Loc: Franken
In Antwort auf:

Yeah! Im April erscheint nach laaaaangen 10 Jahren endlich die Fortsetzung zu Hugh Lauries sehr witziger Bond-Parodie "Der Waffenhändler"!





Hmm, ich befürchte, meine Vorfreude war etwas verfrüht. Denn offenbar ist "Bockmist" nichts anderes als die von mir schon lange erwartete Neuauflage von "Der Waffenhändler" - nur hatte ich natürlich nicht mit einem komplett neuen Titel gerechnet, der weder etwas mit dem bisherigen Titel noch mit dem Originaltitel ("The Gunseller") noch mit dem Buch-Inhalt (Waffenhändler ) zu tun hat ...
Vielleicht ist der Titel ja auch einfach nur ein gelungener Kommentar zur häufig mißlungenen Eindeutschung englischer Originaltitel.

Aber das Gute: Hugh Laurie schreibt tatsächlich an einem neuen Buch (namens "Paper Soldiers"), das 2009 auf Englisch veröffentlicht werden soll. Na, immerhin.


Edited by Ralf (02/29/08 01:47 PM)
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#12899 - 03/08/08 04:16 AM Re: Bücherecke
Flash Offline
Elite Orc


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Milos Urban: Im Dunkel der Kathedrale

Der Kunstgeschichtler Roman Rops wird von einem anonymen Brief in den Prager Veitsdom gerufen, wo sich ein übel zugerichtetes Mordopfer befindet. Passenderweise wird er sogleich von der Polizistin Klara Brockova unter Mordverdacht festgenommen. Das war aber, wie man sich denken kann, noch nicht das Ende der Vorkommnisse im Veitsdom.

Nach meiner begeisterten Rezension zu Milos Urbans "Die Rache Der Baumeister" war es wohl klar, daß ich mich sogleich auf seinen eben in Deutschland neu erschienen Roman stürzen mußte. Wie man dem Titel und der kurzen Inhaltsangabe entnehmen kann, ist auch die Thematik ähnlich, was wohl an der Politik der deutschen Verlage liegen dürfte, denn die anderen Romane Urbans haben andere Thematiken, erscheinen hierzulande aber schlicht nicht.
Das ist aber ein Teil des Problems, denn irgendwie hat man die ganze Zeit das Gefühl, das alles schon einmal gelesen zu haben, nur viel besser.
Im Dunkel der Kathedrale hat zwei Hauptpersonen, wobei beide als Ich-Erzähler gehalten sind, immer schön abwechselnd der Verdächtige und die Polizistin. Wo allerdings in "Die Rache der Baumeister" ein sympathischer Verlierer mit ausgearbeitetem Charakter und einer Entwicklung im Laufe der Geschichte die Hauptrolle spielte, staksen hier zwei holzschnittartige Gestalten durch die Handlung, denen jeder Tiefgang fehlt, und die jede Identifikation durch den Leser unmöglich machen. Roman Rops, ein eitler Geck der den ganzen Tag den Verlust seiner verschwundenen Frau mit seltsamen Ritualen begeht, und Klara Brockova, deren einziger Charakterzug darin zu bestehen scheint, daß sie aus vollkommen unerklärlichen Gründen total in ersteren verschossen ist. Anstalten, den Mordfall, mit dem sie betraut ist, aufzuklären, macht sie im ganzen Roman nicht, weswegen eine eigentlich Handlung gar nicht erst zustande kommt, und der ganze Roman mehr oder weniger eine zufällige Aneinanderreihung von Ereignissen ist, die auf die beiden Personen einstürzen.

"Im Dunkel der Kathedrale" ist schon für sich gesehen kein guter Roman, im unweigerlichen Vergleich mit "Die Rache der Baumeister" jedoch in jeder Beziehung (inhaltlich wie sprachlich) eine herbe Enttäuschung.
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#354697 - 08/09/08 07:28 PM Elfenmurks [Re: Flash]
Kunar Offline
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"Elfenmond" von Guido Krain wurde mir wärmstens von einem Bekannten empfohlen, der sehr gespannt war, was ich davon halten würde. Ein Nachwuchsautor hat sein erstes Fantasywerk als "book on demand" veröffentlicht, also nicht in einem größeren Verlag.

Es handelt sich um ein schwarzes Buch in einem mir nicht geläufigen Format. Das Titelbild zeigt die 3D-Figur einer Elfe, was durch den offensichtlichen Ursprung (Computer) künstlich, durch die gesamte Aufmachung jedoch auch geheimnisvoll wirkt. Zusammen mit der Empfehlung und der Art der Veröffentlichung erzeugt das eine gewisse Erwartungshaltung, zumal laut Buchrücken auch auf regelmäßige Fantasy-Leser so manche Überraschung warten soll.

Dvorkin Bendar, ein Mensch aus einfachen Verhältnissen, erhält durch einen Zufall die Chance, zum Magier ausgebildet zu werden. Auf der Akademie verliebt er sich in Luna, eine junge Elfe, die von allen gemieden wird. Durch eine Kombination von Magie und einem Amulett aus Familienbesitz bekommt Dvorkin einen sprechenden Frosch, der ihn in punkto Zauberei locker übertrifft und zudem ständig dazwischenquatscht. Außerdem werden die Machenschaften von Lunas Vater Cowan, Musterexemplar einer finsteren Elfenrasse, geschildert. Dieser bildet Talon, einen physisch und magisch sehr kräftigen Echsenmenschen, zu seinem Leibwächter aus. Zudem taucht die Dämonin Minka in der Welt der Menschen und Elfen auf, die ihre eigenen Pläne verfolgt. Die verschiedenen Handlungsstränge kreuzen sich recht bald und laufen später zusammen.

Die Geschichte wird anfangs mit mehreren Zeitsprüngen erzählt, was aber nicht unangenehm auffällt. Tatsächlich werden einige wichtige Fakten vorweggenommen, so dass man sich fragt, wie es denn dazu kommen konnte, was durchaus den Reiz einer Erzählung erhöhen kann.

Das erste Problem beim Genießen des Buches besteht darin, dass der Autor die Messlatte viel zu hoch setzt. Wenn auf der Rückseite versprochen wird, etwas Vergleichbares habe man nie zuvor gelesen, dann fühlt man sich automatisch herausgefordert, genau das zu widerlegen und nach Ähnlichkeiten zu suchen.

Und davon findet man selbstverständlich einige: Die Aufteilung der Figuren am Ende - der Starke, die Schöne und der Tollpatsch - gehört zum Standard in Fantasygeschichten der "Schwert und Magie"-Richtung, etwa bei den Conan-Verfilmungen. Die Verfolgung der Helden von übermächtigen Bösen ist ein beliebtes Genreklischee, welches z.B. in "Willow", aber auch "Krieg der Sterne" (trotz der Technik ein Fantasy-Film), Verwendung findet. Die Schilderung aus Sicht eines Menschen, der vom Knaben zum Mann heranwächst, ein sogenannter "Entwicklungsroman", ist aus zahlreichen Fantasygeschichten bekannt.

Ivo überrascht einen nicht, wenn man "Das singende Amulett" und "Karlsson vom Dach" kennt. Immerhin sorgt er für ein Schmunzeln. Die Elfe, wunderschön-leidend-weinerlich-nervig, erinnert an "Das letzte Einhorn", welches ebenfalls von einem eher unfähigen Zauberer beschützt wurde.

Aus der Figur des Magiers hätte man mehr machen können, gerade weil es sich um ein gut erprobtes Konzept handelt. Wie hat er eigentlich seinen Abschluss gemacht, wenn er so wenig Potential zeigt? Wie kann er umgekehrt nach seiner Schulung so unfähig sein? Irgendetwas wird er ja bei der harten Ausbildung gelernt haben.

Dass ausgerechnet die Haupthelden so eindimensionale Charaktere geworden sind, schadet der Geschichte. Wenn man auf den ersten Seiten sieht, dass die E-Mailadresse des Autors mit "dvorkin" beginnt und am Ende eine Widmung an eine Frau erfolgt, zusammen mit einer Anspielung auf Luna, wird man den Verdacht nicht los, dass es sehr klare Vorbilder gegeben hat. Luna wird zudem als Name (wie) für eine reale Person auf den Internetseiten des Autors verwendet. Lena Falkenhagen hat einmal in einem Interview im Fanpro-Forum davon abgeraten, über die eigenen Helden zu schreiben, weil dann die notwendige Distanz fehle. Genau das scheint hier der Fall zu sein und verhindert, dass die Helden etwas vielfältiger werden. Wenn der Autor sein Werk im Nachwort lobt und seine Figuren im Vorwort als "alles andere als mittelmäßig" anpreist, wird man skeptisch aufgrund dieser Selbsteinschätzung.

Die Elfen sind typische Power-Gamer-Charaktere, ebenso wie die Echsenmenschen. Man fühlt sich unfreiwillig an den Weltraumzirkus D'Alembert erinnert, wenn ihnen andauernd Dinge gelingen, die für normale Lebewesen absolut unmöglich oder tödlich gewesen wären. Wenigstens funkt ständig etwas dazwischen, wenn sie ihre Pläne ausführen wollen. Es gibt kaum echte Kämpfe in dem Buch, vor allem nicht mit den Helden, die das, wie nach obiger Beschreibung klar wird, auch kaum überleben könnten.

Die unglaubliche Brutalität der Bösen wird genüsslich in allen Einzelheiten geschildert und steht in völligem Gegensatz zu den lustig-naiven Elementen. Verstörend wirkt die Vermischung von körperlicher Liebe und Gewalt. Um Personen als "böse" zu charakterisieren, reicht weniger aus, das zudem nicht so ausführlich, sondern kurz geschildert werden kann. Der Subplot mit Sklaven etwa ist überflüssig. Nicht nachvollziehbar bleibt die Wandlung des "Bösen". Wer vorher vor Vergewaltigung und Mord nicht zurückschreckt, von Wut gelenkt wird und ansonsten einfach Befehle ausführt, kann beim besten Willen nicht mehr zu einem Sympathieträger werden. Ebenso unglaubwürdig bleibt die Elfe, die einerseits ein Leben lang Einzelgängerin gewesen ist und dennoch über erstaunliche soziale Fähigkeiten verfügt. Die Liebesszene zwischen den Protagonisten ist ok, fällt besser aus als in anderen Büchern und wirkt vor allem nicht anrüchig.

Es war keine gute Idee des Autors, sich auf seine Eltern als Korrekturleser zu verlassen: Rechtschreibfehler findet man schon bei einfachen Wörtern. Dazu kommen verschachtelte, unnötig komplizierte Sätze. Hier wäre ein Lektor notwendig gewesen. Zur Not hätte auch ein Germanistikstudent ausgereicht!

Die Erläuterungen hätte man zumindest teilweise in den Text einbauen können. So wird ständig nerviges Blättern nötig. Außerdem wird nicht jeder Begriff aus dieser speziellen Fantasywelt erklärt. Erschwert wird die Suche einer Textstelle dadurch, dass im gesamten Buch keine Seitenzahlen vorhanden sind. Kurioserweise ist die hier vorgestellte eigene Fantasywelt des Autoren interessanter als die eigentliche Geschichte.

Der letzte Teil, insbesondere der Aufenthalt in der anderen Welt, wurde zu kurz abgehakt. Die Geschichte hat kein echtes Ende, sondern liest sich wie der Auftakt zu einem Zyklus. Das lassen Formulierungen wie "ein wundervoller Anfang" oder der Anhang mit vielen Stichworten befürchten. Zudem wird nicht geklärt, was es mit dem Schwert oder der Sage auf sich hat. Das könnte in einem späteren Buch behandelt werden. Mit "Cvon. Erster Teil des Ushovar-Zyklus" ist ein weiteres Buch aus der gleichen Welt erschienen. Laut Leseprobe taucht hier Loric wieder auf.

Es gibt leider keine Erläuterung zu Ivos früheren Leben und es findet auch keine Rückkehr zur Fee statt. Die Dämonin wird extra "aufgespart". Damit werden die Leser ums erwartete Finale betrogen. Laut Internetauftritt des Autor ist eine Fortsetzung geplant. Die läßt aber auf sich warten.

Eine Auswahl an guten DSA-Romanen zeigt, wie man das richtig macht, oder eben das 2. Elfenbuch, wenn es denn Elfen sein müssen. Einen mir bisher unbekannten Stil habe ich beim polnischen Autoren Andrzej Sapkowski gefunden.

Dass der Verfasser alles selbst gemacht hat, z.B. die Grafiken, ist ok. Als unbekannter Autor hat er das Werk 1 Jahr vor dem Herr-der-Ringe-Fieber herausgegeben. Inzwischen gibt es jedoch mehrere Nachwuchsautoren mit Erstlingswerk (z.B. "Die Trolle" oder diverse neue DSA-Romane), die zeigen, was tatsächlich möglich ist.

Selbst wenn das Genre des Fantasy-Romans nicht neu erfunden werden kann, wird dort immerhin versucht, bekannte Elemente neu zu kombinieren, alten Szenarien neue Seiten abzugewinnen usw. Übernommen wurde hier hingegen ausgerechnet die Unsitte, statt einem geschlossenen Erstlingsroman nur den ersten Band einer größeren Serie zu veröffentlichen.

Internetauftritt von Guido Krain mit Leseprobe, Grafiken und mehr:
http://www.fantasy-buch.de

P.S.: Ein weiterer Grund, mich über das Buch zu ärgern, besteht darin, dass ich Monate gebraucht habe, um mich endlich zu dieser Rezension aufzuraffen, auch wenn ich die Stichpunkte längst fertig hatte. Es erschien mir einfach als unheimlich viel zu schreiben und nicht einmal dieser Verriss machte mir richtig Spaß! Einerseits finde ich es mutig, dass ein Autor einen solchen Weg außerhalb der großen Verlage geht, um seine Idee durchzuziehen, andererseits finde ich das Ergebnis in vielerlei Hinsicht fürchterlich. Wie soll man gleichzeitig die gute Absicht loben und die schlechte Ausführung kritisieren? Da kann sehr leicht ein verkrampft wirkender Text herauskommen. Deswegen habe ich mich darauf konzentriert, in erster Linie das Buch zu besprechen. Leicht gefallen ist mir das nicht.
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#354698 - 08/10/08 01:17 AM Re: Elfenmurks [Re: Kunar]
Ddraigfyre Offline
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Überaus bewundernswert, dass Du Deine Rezension so gedämpft gehalten hast. Wie ich bedrucktes Klopapier von selbsternannten Fantasyautoren auseinandernehme, weiss man ja spätestens seit meiner Rezension dieses unsäglichen " Der Hüter des Taermons "-Geschreibsels.

Allerdings hätte ich dieses Buch vermutlich nach einem Dutzend Seiten abgebrochen, da ich meine Zeit nicht gerne derartig verplempere. Wenn ein Autor sich selbst in der Buchbeschreibung derart beweihräuchert, ist das schonmal ein Zeichen für richtig miesen Stoff, da es offensichtlich kein anderer tun mag. Und wenn ich von sprechenden Fröschen lese, ist bei mir ohnehin der Ofen aus.

Das Dir das Buch "wärmstens" empfohlen wurde, zeigt aber, dass es eben tatsächlich auch eine dankbare Käuferschaft für diesen Mist gibt. Wer einfach genug gestrickt ist, dass ihm schon die Bedienungsanleitung einer Espressomaschine als spannende Unterhaltungslektüre genügt, ist als Zielgruppe perfekt.
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#363194 - 05/27/09 08:06 AM Re: Elfenmurks [Re: Ddraigfyre]
AlrikFassbauer Offline
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Andrea Brackmann - Jenseits der Norm - hochbegabt und hoch sensibel ?

Ein sehr interessantes Buch, in dem die Autorin aus ihrer eigenen Erfahrung erzählt (sie ist Psychologin mit eigener Praxis) und auch ihre eigenen Theorien aufbaut.

Alles ist meiner Ansicht nach sehr schön logisch begründbar und nachvollziehbar geschrieben, und sie bringt eine Menge an Hinweisen auf Autoren an, die Dinge ähnlich gesehen haben, wie sie, nur bisher relativ unbeachtet.

Ich bin mit dem Buch noch nicht ganz durch, aber der mit imho großen Abstand spannendste Teil ist ihre Theorie zur Erklärung von Autismus: Daß Autisten nämlich - wie im Klischee "Rain Man" zum Teil extrem hochbegabte sind, die sich deswegen "autistisch" zurückziehen, um einer völligen Überreizung ihrer Sinne aus ihrer Umwelt zu entgehen.
Dem zugrunde liegt die Theorie, daß Hochbegabte generell eine Menge mehr im Gehirn verarbeiten, als andere Menschen, und daher auch leichter überreizbar sind. Sie "funktionieren" nur dann in einer für sie befriedigenden Weise, wenn sie sich heraus- und generell gefordert fühlen, und zwar durch möglichst komplexe Aufgabe. Alles andere kann dagegen zu Unterforderung führen.

Interessanterweise schaffen es - diesem Buch zufolge - viele Hochbegabte nicht, sich in Alltagsdingen zurechtzufinden. Das liegt zum Teil daran, daß sie sich regelrecht verzetteln können, zum Beispiel durch eine Vielfals an sprachlichen Interpretationsmöglichkeiten eines in den Augen der meisten Menschen völlig normalen Satzes. (Beispiel: Ein Mädchen wird gefragt: "Wie heißen wir denn ?" Das Mädchen antwortet mit einem "weiß ich nicht", da es diesen Satz wörtlich nimmt; auf die Idee, daß der Satz eine Floskel sein könnte, kommt sie nicht, was ihre Umgebung mit Unverständnis quittiert.)

Für mich ist das Buch ein interessantes psychologisches Feld. Der Rest des Buches besteht aus der Diskussion, wie man mit tatsächlich psychisch auffälligen Hochbegabten umgehen könnte - geschildert aus ihrer eigenen Therapiepraxis.

Ich persönlich habe in dem Buch einiges über die menschliche Psyche gelernt. Es ist für mich sehr interessant, zu lernen, was es für verschiedene Menschentypen und Gedankenleistungen gibt.
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#365466 - 07/13/09 04:48 PM Trollige Fortsetzung [Re: Kunar]
Kunar Offline
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Nach seinem Romandebüt "Die Trolle" hat Christoph Hardebusch - wie ja abzusehen war angesichts des Erfolges und der Verlagspolitik - eine Fortsetzung geschrieben. "Die Schlacht der Trolle" setzt da an, wo der Vorgänger aufhörte: Die Wlachaken haben die Hälfte ihres Landes von den Masriden befreit. (Es handelt sich um verschiedene Menschenvölker.) Die Trolle, welche damals auf ihrer Seite gekämpft hatten, sind inzwischen unter die Oberfläche zurückgekehrt. Der Rebell Sten cal Dabran, welcher als Zünglein an der Waage die entscheidende Verstärkung in der Schlacht geholt hatte, hat einen Flecken Land bekommen. Entsprechend ist er noch einige Monate später damit beschäftigt, wieder aufzubauen, was durch Krieg und lange Besatzungszeit kaputt gegangen war.

Nun droht jedoch neuer Ärger an zwei Fronten: Einerseits haben die Trolle ein Problem und bitten ihrerseits die Menschen um Hilfe. Andererseits gibt es immer noch zwei Masridenherrscher, welche in Ardoly das Sagen haben. Während der eine Interesse an einem dauerhaften Frieden signalisiert und zu Verhandlungen in seine Hauptstadt einlädt, bevorzugt der andere eine kriegerische Lösung und will sämtliche Masriden und Wlachaken unter seine Vorherrschaft zwingen. Nebenbei besucht der ehemalige Spion Sargan als Abgesandter des dyrischen Imperiums das freie Wlachkis.

Man muss dem Autor zugute halten, dass er eine interessante Ausgangslage geschaffen hat. Anstatt dass bereits nach dem ersten Buch im gesamten Land Friede, Freude, Eierkuchen herrschen, ist der große Konflikt zwischen den Menschen noch lange nicht gelöst. Statt direkt den nächsten Krieg anzufangen (wobei er am ersten nicht beteiligt war), versucht ein Herrscher der Besatzer den diplomatischem Weg. Aufgrund der Handlungen seines Rivalen verlaufen die bisherigen Frontlinien plötzlich ganz anders und auf einmal müssen Menschen zusammenhalten, die bisher verfeindet waren.

Leider entwickeln sich insbesondere die neuen Charaktere genau so, wie man es von Anfang an erwartet. Dazu kommen Klischeeplots, um das Ende hinauszuzögern: Jemand wird für tot gehalten, die Helden werden unfreiwillig getrennt. Nebenfiguren, für die in der Fortsetzung kein großer Platz mehr war, werden umgehend entsorgt. Immerhin freut man sich im Gegensatz dazu darüber, wer unverhofft wieder auftaucht.

Unpassend erscheint jedoch die plötzliche Toleranz hinsichtlich der unterschiedlichen Glaubensvorstellungen der Menschen. Ich hatte in der Rezension zum ersten Band schon bemängelt, dass sich die erbitterte Feindschaft auch in den Religionen zeigt, gleichzeitig nach dem Machtwechsel entsprechende Ausschreitungen offenbar ausbleiben.

Tatsächlich werden solche Vorkommnisse nun erwähnt, nur um direkt danach aus dem Mund der Sonnenpriester, bisheriger Feinde, den Hinweis folgen zu lassen, dass die Herrscherin der Rebellen dagegen vorgegangen ist und man das zu schätzen weiß. Zugegeben, es ist schön, dass einerseits ein realistisches Element in Form von Verfolgungen eingefügt wurde. Außerdem benötigte der Autor wohl doch gewisse Anknüpfungsmöglichkeiten (besonnenes Handeln der Rebellenherrscherin), um das neue Bündnis nicht völlig undenkbar erscheinen zu lassen. Anderseits ist es etwas dick aufgetragen, dass natürlich genau unterschieden wird, wer von der Gegenseite was getan hat und dass solche guten Nachrichten hängen bleiben - anstatt dass etwa nur die schlimmsten Greueltäten berichtet werden, die sich eher einprägen, leicht ausgeschmückt werden und hervorragende Propaganda abgeben.

Die neuerlichen Entwicklungen rund um die Trolle finde ich weniger gelungen. Die Verwandlung durch eine seltsame Substanz in fast unbezwingbare Superwesen erinnert an die Orks in "Die Rache der Zwerge". Dass ein ehemaliger Guter aus Rachegedanken ob des verlorenen Gefährten zum Hauptschurken wird, kommt ebenso in "Der Krieg der Zwerge" vor. Sicherlich hat Markus Heitz nicht als erster diese Plotideen verwendet, es stößt nur negativ auf, sie in ähnlichen Serien in zwei Aufgüssen serviert zu bekommen.

Während "Die Trolle" langsam anfing und sich dann steigerte, wartet "Die Schlacht der Trolle" mit einigen interessanten Anfangsideen auf, die im Laufe des Buches immer mehr in übliche Fantasyklischeehandlung versanden. Der zweite Band ist so oder so nur zu empfehlen für Leute, die den ersten Teil gemocht haben. Immerhin bleibt er über dem dritten Zwergenbuch und wirkt nicht so überhastet wie der zweite Zwergenband.

Inzwischen gibt es übrigens eine weitere Fortsetzung namens "Der Zorn der Trolle". Diese spielt einige Jahrzehnte später.

Nützliche Verweise:
Internetauftritt von Christoph Hardebusch (Leseproben, Informationen zum Autor)
"Die Schlacht der Trolle" beim Verlag (Leseprobe)
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#381819 - 08/31/09 11:27 AM Re: Trollige Fortsetzung [Re: Kunar]
Ralf Offline
Archmage


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Als ich gestern nach dem FFF beim Warten auf die S-Bahn in der Bahnhofsbuchhandlung rumgestöbert habe, ist mir auf der SPIEGEL-Bestseller-Liste ein "Buch ohne Namen" von Anonymus aufgefallen. Das hat mein Interesse geweckt und ich habe mir das Buch mal näher angeschaut. Und das, was da zu lesen war, klang sehr vielversprechend (u.a. "Mischung aus Quentin Tarantino und Douglas Adams"). Aufgrund meines angeborenen Mißtrauens habe ich es nicht spontan gekauft, sondern wollte erstmal im Internet stöbern. Professionelle Kritiken habe ich bislang wenige gefunden, aber die Kundenrezensionen bei amazon.de wimmeln nur so vor 5-Sterne- und 1-Stern-Bewertungen.

Nicht wirklich hilfreich. Daher die Frage: Kennt jemand das Buch? Hat es schon gelesen? Kennt jemanden, der es schon gelesen hat? \:\)
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Der Kinogänger (Filmblog)

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#389728 - 10/23/09 02:54 PM Re: Trollige Fortsetzung [Re: Ralf]
AlrikFassbauer Offline
Elder Druid


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Jaz, deutschsprachige Mit-Moderatorin von RPGWatch, hat ihr erstes (?) Buch veröffentlicht : http://www.randomhouse.de/book/edition.jsp?edi=289336

Quelle : http://www.rpgwatch.com/forums/showthread.php?t=8768
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#391354 - 11/08/09 08:26 AM Einfach Troll [Re: Kunar]
Kunar Offline
Warrior


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Nach seinem Romandebüt Die Trolle und der Fortsetzung Die Schlacht der Trolle spinnt Christoph Hardebusch in Der Zorn der Trolle die Geschichte rund um das Land Wlachkis weiter. Der dritte Teil setzt etwa 20 Jahre nach den Ereignissen ein, die im Vorgänger geschildert wurden. Inzwischen gibt es ganze Reihe Nachkommen der Protagonisten von früher.

Die politischen Verhältnisse haben sich eingependelt: Die Wlachaken leben nach wie vor im Westen, während die Masriden, Nachkommen der Krieger, die das Land einst fast vollständig erobert hatten, im Osten unter einem Herrscher vereint wurden. Obschon man sich nach wie vor nicht besonders grün ist, hielt in den letzten Jahrzehnten ein brüchiger Friede, da die Obersten auf beiden Seiten der Meinung waren, dass der Erhalt des Status Quo besser war als ein erneuter Krieg. Keiner betrachtet die Lage jedoch als erstrebenswerten Dauerzustand, und so beginnt es langsam aber sicher zu gären.

Unter der Erde hat Kerr, früher ein junger und neugieriger Troll, die beiden verschiedenen Trollvölker nach vielen Gefechten mehr oder weniger gebändigt. Er fungiert als Bindeglied zwischen den Stämmen, die seine Meinung respektieren. Aber auch er wird nicht jünger und was soll werden, wenn er einst stirbt? Lassen sich die seltsam veränderten Trolle, Andas Kinder genannt, wieder in die ursprünglichen Wesen zurückverwandeln, die sie mal waren? Kann der verletzte Geist des Landes geheilt werden?

Wie schon in den beiden Büchern zuvor kreuzen sich die Wege von Trollen und Menschen. Gemeinsam wird nach der Lösung für die jeweiligen Probleme gesucht.

Wenn aus der Situation am Ende eines Buches wenig Neues herauszuholen ist und die Geschichte der Haupthelden im wesentlichen zuende erzählt ist, bietet es sich an, einen Schnitt von mehreren Jahrzehnten zu machen. Der Autor hat die damit verbundenen Möglichkeiten gut genutzt. Dabei hat er nicht nur einige Charaktere entsorgt, indem diese entweder bereits in der Vergangenheit gestorben sind oder am Anfang der Geschichte umkommen.

Die Personen der neuen Generation sind vielschichtiger angelegt: Die junge Gesandte aus dem Dyrischen Imperium ist einerseits Luxus gewohnt und entsetzt von den zurückgebliebenen Wlachaken. Andererseits ist sie ein helles Köpfchen, das Intrigen kennt ist und sich nicht so leicht unterkriegen läßt. Der eine Sohn des wlachkischen Herrschers hat jahrelang in Dyrien gelebt und einen Blick von außen auf seine Heimat erhalten, andererseits auch sehr zum Missfallen seiner Landsleute einige Bräuche und Moden von dort mitgebracht. Der andere ist in seinem Land geblieben, hat dadurch aber eine etwas eingeschränkte Sichtweise und sich von seinem Bruder entfremdet. Dazu kommt ein junger Sonnenpriester, der die Religion der masridischen Eroberer verkündet, aber sich von den Verfehlungen seiner Kollegen in der Vergangenheit lossagt. Er muss geschützt werden, da die meisten Wlachaken dem Glauben an die Naturgeister anhängen und ihn als Verräter am eigenen Volk ansehen. Während sich die ersten beiden Bücher vor allem auf den Haupthelden Sten cal Dabran und die Trolle konzentrierten, werden hier erfrischend unterschiedliche Sichtweisen geschildert: Der eine schwört auf die Trolle als Verbündete, der andere misstraut ihnen, der eine schätzt die Annehmlichkeiten des dyrischen Imperiums, der andere beschwört die einfache Lebensart des eigenen Landes.

Endlich geht die Reise über die Sorkaten hinaus und in das oft erwähnte Dyrien. Gleichzeitig versucht man in Wlachkis und Ardoly, dem von Masriden bewohnten Teil des Landes, einen Krieg zu verhindern und herauszufinden, wer für einige merkwürdige Vorkommnisse verantwortlich ist. Statt zwanzig Jahre später wie üblich die nächsten aus dem Boden gestampften Armeen gegeneinander antreten zu lassen, spielen diplomatische Missionen und Kriminalfälle eine wesentliche Rolle.

Mutig war es, den obligatorischen Entscheidungskampf, wie er gegen Ende eines Buches immer wieder auftritt, einfach wegzulassen und einige Monate später wieder einzusetzen, wenn das große Finale kommt. Hier hat offenbar die Erkenntnis gesiegt, dass aus solchen Zweikampfbeschreibungen wenig zu machen ist und nur das Ergebnis für den Fortgang der Geschichte wichtig ist. Dann ist es auch akzeptabel, wenn die dritte Erzählung mit 542 Seiten deutlich kürzer ausfällt als die beiden Vorgänger mit 767 bzw. 716 Seiten

Das Buch bietet ein versöhnliches Ende, das Raum für eine Fortsetzung läßt, aber dennoch für sich stehen kann. Hier wurde glücklicherweise darauf verzichtet, absichtlich einige wichtige Handlungsfäden nicht abzuschließen, nur damit es unbedingt noch ein viertes Buch geben muss. Ach, hätten das doch Markus Heitz bei den Zwergen und Bernhard Hennen bei den Elfen auch so gemacht!

"Der Zorn der Trolle" läßt sich auch Kenntnis der Vorgänger lesen. Allerdings kann man dann später nicht mehr so leicht mitfiebern, falls man danach die beiden ersten Bücher lesen möchte. Auf das frühere Geschehen wird an einigen Stellen eingegangen. Wer die Vorgänger kennt, freut sich über einige nette Andeutungen.

Während der erste Teil noch eine zu einfache Aufteilung in "gut" und "böse" hatte und der zweite Teil über einige gute Ideen verfügte, die jedoch im Verlauf der Geschichte versandeten, ist der dritte Teil eindeutig der mit Abstand beste der drei Bände. Fantasyromanveteranen werden natürlich wenig Neues finden und können anmerken, dass man dieses Niveau auch gleich beim ersten Roman hätte erwarten können. Dennoch bleibt festzuhalten, dass es ein ganz ordentliches Buch geworden ist, das es durchaus zu lesen lohnt und welches im Vergleich zu manchem anderen Band der "Die Irgendwasse"-Reihe positiv auffällt.

Nützliche Verweise:
Internetauftritt von Christoph Hardebusch (Leseproben, Informationen zum Autor)
"Der Zorn der Trolle" beim Verlag (Leseprobe)
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#402219 - 01/17/10 07:52 AM Der Befreiungskampf der Orks [Re: Kunar]
Kunar Offline
Warrior


Registered: 05/06/04
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Stan Nicholls: Die Orks: Blutrache

Mit Stan Nicholls fing alles an. Ende 2002 wurde sein Buch "Die Orks" in Deutschland veröffentlicht und ein großer Erfolg. Ab dann erschienen immer weitere "Die [Pluralform eines Fantasyvolkes]"-Bücher, jedoch ganz (oder zumindest in großer Mehrheit) original auf Deutsch und meistens von bisher unbekannten Autoren. Da der Erfolg der "Herr der Ringe"-Verfilmungen Fantasy einen Popularitätsschub verschafft hatte, wurde das Genre interessanter für die Verlage. Längst nicht jeder Wurf war ein Treffer, manchmal wurden auch einfach ältere Bücher neu veröffentlicht, aber insgesamt gab es doch einige nette Entdeckungen.

Der genannte erste Autor hatte ursprünglich drei Bücher auf Englisch veröffentlicht (Orcs: First Blood: Bodyguard of Lightning / Legion of Thunder / Warriors of the Tempest), die auf Deutsch direkt in einem Band erschienen. (Welch lobenswerte Ausnahme bei der Veröffentlichungspolitik, schließlich geschah es oft auch umgekehrt!) Bei späteren Büchern deutscher Autoren hat man nicht Wert darauf gelegt, dass eine Geschichte in einem ebenso dicken Band zuende erzählt werden muss. Stattdessen wurde absichtlich einiges offen gelassen, damit sich mindestens noch zwei Fortsetzungen herausschinden lassen konnten.

Ich hatte sowohl das Orkbuch als auch die ersten drei Zwergenbücher noch nicht besprochen, allerdings in meiner ersten Fantasyrezension eine Empfehlung für die Orks ausgesprochen. Rückblickend kann ich das nur verstärken: Wer nicht gleich eine Riesenserie lesen möchte, sondern ein in sich abgeschlossenes Buch, der sollte sich "Die Orks" zulegen.

Über fünf Jahre später ist eine Fortsetzung erschienen namens "Die Orks: Blutrache". In einem Interview erwähnt Stan Nicholls, dass sich der große Erfolg der ursprünglichen Geschichte (und damit die Möglichkeit einer Fortsetzung, wie er sie wollte) erst mit der Veröffentlichtung in anderen Ländern, u.a. Deutschland, eingestellt hat. Bekanntheit und Verkaufszahlen schwappten dann nämlich wieder ins Vereinigte Königreich hinüber. Der Autor hatte ursprünglich tatsächlich drei Trilogien geplant, schreibt aber nach eigenen Angaben bereits die zweite mit etwas anderen Ideen.

Eine große Ernüchterung setzte bei mir ein, als ich Seitenzahlen und Preise verglich. "Die Orks" kostet mit seinen 800 Seiten 15 Euro. Die neue Trilogie erscheint in drei Teilen mit 448, 432 und 420 Seiten, die jeweils 12 Euro kosten. Wenn man dann noch die relativ große Schriftart der Nachfolger ansieht (Schnellvergleich: die Schrift beim 4. Elfenbuch, das vor kurzer Zeit im gleichen Verlag erschienen ist, fällt deutlich kleiner aus), bekommt man den Eindruck, als hätte auch die zweite Trilogie in einen großen Gesamtband gepackt werden können. Der Verdacht, der Verlag wollte aber lieber durch die Einzelbände 19 Euro mehr einnehmen, läßt sich so einfach nicht stichhaltig belegen. Es sei jeder dazu eingeladen, das selbst nachzuprüfen. Interessant ist z.B. die Frage, ob im englischen Original die beiden Trilogien (bei gleicher Ausgabeform, es gibt Sammelband/Einzelbücher und gebundene Ausgabe/Paperback) gleich lang ausfallen. Das konnte ich auf Anhieb nicht ermitteln. Ich weiß natürlich nicht, ob nach dem Erfolg von "Die Orks" Stan Nicholls deutlich mehr Geld für die Nachfolger bekommen hat. Außerdem mag es eine Rolle gespielt haben, dass man den ersten Nachfolgeband so schnell wie möglich veröffentlichen und nicht auf den Abschluss der Trilogie warten wollte.

Nach dieser langen Vorrede, die jedoch notwendig war, um dem Werk und seiner Bedeutung gerecht zu werden, zur eigentlichen Geschichte. Im ursprünglichen Buch wurden die Orks zunächst tatsächlich etwas andersartig dargestellt, wandelten sich jedoch bald zu einer Söldnertruppe, die so oder ähnlich genausogut aus Menschen hätte bestehen können. Dem Anspruch, einmal eine Geschichte aus der Sicht der Bösen darzustellen, so wie es der Buchrücken versprach, wurde die Erzählung also nicht gerecht. Auch fiel einem schnell der Wechsel in der Schilderung der Protagonisten auf. Dennoch blieb es eine lesenswerte Geschichte mit manchen schönen Stellen zum Schmunzeln.

In "Die Orks: Blutrache" gibt es ein Einführungskapitel, in dem die Geschichte von "Die Orks" in allen wesentlichen Punkten zusammengefasst wird. Es ist der erste große Pluspunkt des Buches, dass Rücksicht auf die Leser genommen wird, die über ein halbes Jahrzehnt nach der Veröffentlichung des ursprünglichen Buches nicht mehr jeden entscheidenden Teil der Geschichte im Kopf haben werden. Ein Verlag sollte optimistischerweise davon ausgehen, dass die Kunden sich inzwischen andere Fantasybücherserien aus dem eigenen Programm zu Gemüte geführt haben. Leider ist dieses leserfreundliche Vorgehen keineswegs Standard. Insbesondere bei den mit einigem Abstand erscheinenden Elfenbüchern von Bernhard Hennen wäre es nützlich; ist es doch kaum möglich, sich alles zu merken.

Bei einer Fortsetzung einer abgeschlossenen Geschichte muss natürlich eine Frage zuerst beantwortet werden: Was kann die siegreichen Helden dazu bringen, sich erneut ins Abenteuer zu stürzen? Die Orks führen inzwischen ein geruhsames Leben in ihrer neuen Heimat, doch einigen ist es schon zu friedlich. Sie wurden zu einem Leben als Kämpfer ausgebildet und nun fehlt ihnen die Herausforderung. Da kommt ihnen ein neuer Auftrag gerade recht, auch wenn er in die unterste Schublade der Fortsetzungsklischees bei Computerspielen fällt: Der böse Obermotz ist wieder da und muss erneut besiegt werden. Gleichzeitig geht es darum, in einem fremden Land die Orks zu befreien, die von den Menschen geknechtet werden. Angenehm fällt auf, dass bei der Komplettierung der Truppe die Namen der gefallenen Kameraden genannt werden. Wann hat man es schon, dass sich die Helden einer Kämpfertruppe glaubwürdig an Nebencharaktere erinnern? Auf ihrem Weg zum Ziel sammeln die Orks noch zwei Zwerge und zwei Menschen ein. Der Kampfzwerg ihrer Truppe hat inzwischen eine Gefährtin, die beiden Menschen sorgen für Reibung zwischendurch.

Wie schon im Original handelt es sich um leicht zu charakterisierende Figuren, wie man sie aus Actionfilmen kennt: Da ist der Anführer, der etwas über den üblichen Horizont hinausdenkt, der Griesgram, der sich gerne mit einem anderen Charakter anlegt, die kluge Beraterin, der Trottel (hier klassisch in Form eines Barden). Die Geschichte läuft relativ schnörkellos ab, es gibt viele Kämpfe. Man pflügt förmlich durchs Buch.

Es sei explizit darauf hingewiesen, dass der erste Band mitten im Geschehen endet. Es gibt also keinen Mini-Spannungsbogen, der zumindest im ersten Buch zuende geführt wird. Ob die zweite Orktrilogie empfehlenswert ist, läßt sich daher abschließend erst nach dem Lesen des dritten Buches entscheiden. Spaß gemacht hat das Lesen auf jeden Fall und es ist erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln der Autor es schafft, dass man mit den Helden mitfiebert.

Auf ein Detail soll noch besonders eingegangen werden: Die Menschen haben das Land der Orks besetzt mit der Begründung, die Orks horteten magische Vernichtungswaffen, auch wenn das augenscheinlicher Unsinn war. Im englischen Original ist sogar das ganze Buch nach ihnen benannt, nämlich "Weapons of Magical Destruction". Wenn man weiß, dass Massenvernichtungswaffen auf Englisch "Weapons of Mass Destruction" (abgekürzt WMD) heißen, kann man die Parallele noch leichter erkennen: Hier wird offensichtlich angespielt auf die vorgeschobene Begründung für die Invasion des Irak 2003.

nützliche Verweise zu allen drei Teilen der zweiten Trilogie:
Die Orks: Blutrache
Die Orks: Blutnacht
Die Orks: Blutjagd
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#453895 - 03/09/12 09:52 AM Re: Der Befreiungskampf der Orks [Re: Kunar]
AlrikFassbauer Offline
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Loc: Rogue Squadron
Die Zusammenfasung von "The Long Earth" von Terry Pratchett liest sich sehr, sehr, sehr, sehr interessant : http://www.terrypratchett.co.uk/index.php/books/the-long-earth


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