#420291 - 08/28/10 08:44 AM
Re: A Day at the Opera
[Re: Ralf]
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Archmage
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Loc: Franken
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Wieder mal typisch: Die ganze Woche über läuft im deutschen Free-TV im Grunde genommen kein guter Film - und dann gibt es am morgigen Sonntag gleich vier, davon drei als Premiere und drei gleichzeitig: 1. Um 20.15 Uhr bei RTL: "Juno". Die smarte Komödie um einen altklugen schwangeren Teenager gewann 2008 den Drehbuch-OSCAR, die tolle Hauptdarstellerin Ellen Page (derzeit auch in "Inception" zu bewundern) erhielt als 20-jährige ihre erste OSCAR-Nominierung. In Nebenrollen: Michael Cera ("Superbad", demnächst in "Scott Pilgrim vs. The World" in den deutschen Kinos), Jennifer Garner, Jason Bateman, J.K. Simmons. 2. Parallel bei Pro7: "8 Blickwinkel". In diesem mit u.a. Sigourney Weaver, Dennis Quaid, Forest Whitaker und William Hurt hochkarätig besetzten Thriller wird ein Anschlag auf den amerikanischen Präsidenten aus - Überraschung! - acht verschiedenen Blickwinkeln erzählt. Ganz in der Tradition von Kurosawas "Rashomon". Die Kritiker bemängelten eine zu unoriginelle Umsetzung den Konzepts, weshalb ich den Film damals auch nicht im Kino angeschaut habe. Beim Publikum kam er aber ziemlich gut an. 3. Ebenfalls um 20.15 Uhr bei arte ein echter Oldie: Woody Allens Drehbuch- und Schauspieldebüt "What´s new, Pussycat?". Und bereits in diesem herrlich durchgeknallten Debüt zeigt Allen, welch unglaublich komische Szenen und Dialoge er schreiben kann. Damals noch deutlich slapstick-lastiger als heutzutage, aber mit einem brillanten Comedy-Darsteller wie Peter Sellers in einer der Hauptrollen, dazu Peter O´Toole, Romy Schneider und Ursula Andress - einfach herrlich! Gut, für manchen ist das Resultat wohl etwas ZU durchgeknallt und übertrieben (wie u.a. der IMDB-Wert von nur 6,1 belegt), aber ich liebe diesen Film.  4. Das qualitative Highlight des Fernsehens dürfte aber wohl der Zeichentrickfilm "Persepolis" sein - der dafür natürlich erst um 0.05 Uhr bei der ARD zu sehen ist ... "Persepolis", ebenfalls OSCAR-nominiert, erzählt die Geschichte der Co-Regisseurin Marjane Satrapi, die die Islamische Revolution im Iran als Kind miterleben mußte und als Teenager von ihren Eltern zu ihrem eigenen Schutz nach Europa geschickt wurde. Der Film schildert ihre Erlebnisse in einem recht schlichten, aber effektiven Zeichenstil ebenso emotional wie überraschend amüsant und bietet dem Publikum damit einen etwas anderen Blickwinkel auf das Leben im Iran. Toller Film! 
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#420737 - 09/03/10 07:10 AM
Re: A Day at the Opera
[Re: Ralf]
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Archmage
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Loc: Franken
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Nach etwa sechs Jahren erhält endlich einer meiner absoluten Lieblingsfilme des vergangenen Jahrzehnts - von dem ich in diesem Forum auch schon mehrfach gebührend geschwärmt habe  - seine deutsche Free-TV-Premiere: "Brick", ein genialer High-School-Film-Noir mit Joseph Gordon-Levitt ("Inception"), Emilie de Ravin (Claire in "Lost") und Nora Zehetner ("Heroes", "Grey´s Anatomy"). Und welchen Sendeplatz erhält solch ein Juwel? Na klar, 2.30 Uhr nachts bei RTL2 ... Aber ehrlich gesagt ist bei diesem Film sowieso zur Originalversion mit Untertiteln zu raten. Nicht etwa, weil die deutsche Synchronisation besonders mißlungen wäre. Nein, sie hat lediglich überhaupt keine Chance, das Original wirklich angemessen rüberzubringen. Das liegt vor allem daran, daß Regisseur und Autor Rian Johnson seine Darsteller nicht nur viel amerikanischen Jugendslang in den Mund legt (was für unsereins vermutlich schon schwierig genug zu verstehen wäre) - nein, er hat sogar noch etliche neue Slang-Begriffe erfunden! Im Original funktioniert das prima (mit vorzugsweise englischen Untertiteln, wie gesagt), in der deutschen Fassung geht das zwangsläufig verloren. Aber letztlich gilt so oder so: Toller, mitreißender, bewegender, auch immer wieder sehr humorvoller Film (wenn man nicht absoluter Realismus-Fanatiker ist, denn realistisch sind die "Brick"-Charaktere aufgrund der Noir-Anklänge keinesfalls)! 
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#420933 - 09/07/10 05:10 AM
Re: A Day at the Opera
[Re: Patarival]
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Archmage
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Loc: Franken
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Überraschend früh zeigt Tele5 heute um 20.15 Uhr die erst zwei Jahre alte japanische Comic-Verfilmung "K-20: Die Legende der schwarzen Maske" als Free-TV-Premiere. Ich mach´s mir mal einfach und zitiere meine letztjährige Kritik vom Fantasy Filmfest: K-20: LEGEND OF THE MASK: In der Welt von "K-20" hat der 2. Weltkrieg nie stattgefunden, was u.a. darin resultiert hat, daß bei sämtlichen japanischen Polizei-Vehikeln neben der japanischen Bezeichnung auch auf Deutsch "Polizei" geschrieben steht.  Wichtiger für die Handlung ist allerdings, daß dieses alternative Japan ein extremes Klassensystem entwickelt hat, praktisch ohne jede Auf- oder Abstiegsmöglichkeit. Einer der wenigen öffentlichen Rebellen ist ein maskierter Mann namens K-20, der einzigartige Artefakte von den Reichen stiehlt. Allerdings ist er nicht wirklich ein edelmütiger Robin Hood, wie der arme Zirkusakrobat Heikichi (Takeshi Kaneshiro aus "House of Flying Daggers", "The Warlords" und "Red Cliff") zu seinem Leidwesen feststellen muß, als er von K-20 in eine Falle gelockt wird, in deren Folge die Polizei um Baron Akechi (Toru Nakamura) IHN als K-20 festnimmt. Doch Heikichi kann fliehen und will seinen Namen wieder reinwaschen ... "K-20" ist ein sehr unterhaltsamer Abenteuerfilm, der sich reichhaltig bei Hollywood-Vorbildern wie "Batman" oder "Prestige" bedient und diese Elemente mit einer für japanische Filme nicht untypischen alternativen Historie verknüpft (wodurch unübersehbar auch noch ein bißchen wenig subtile Gesellschaftskritik geübt wird). Dabei nimmt sich der Film niemals allzu ernst, er will vor allem unterhalten. Und das gelingt ihm mit amüsanten und liebenswerten Akteuren wie Heikichi, seinem Mentor Genji (Jun Kunimura) und Baron Akechis künftiger Frau Yoko (Takako Matsu). Es gelingt ihm zudem mit viel Dialogwitz, ausgefallenem Design und gut choreographierten Action-Sequenzen. Daß dabei die Handlung recht schlicht ausfällt, läßt sich verschmerzen - ärgerlich fand ich hingegen, daß die Möglichkeiten des "alternate history"-Szenarios weitgehend ignoriert wurden. Würde der Film in der Realität spielen, würde er fast genauso gut funktionieren. Da gibt es für eine mögliche Fortsetzung jedenfalls noch viel Verbesserungs-Spielraum. Und nach einer Fortsetzung schreit "K-20" regelrecht. Nicht, weil er mit einem Cliffhanger enden würde, zum Glück. Sondern weil der ganze Film wie die Einführung in ein neues Abenteuer-Franchise wirkt. Allerdings habe ich leider keine Ahnung, ob der Film in Asien erfolgreich genug lief, um eine Fortsetzung zu ermöglichen. Als Stand-Alone ist "K-20: Legend of the Mask" jedenfalls schlicht gute Abenteuer-Unterhaltung mit viel Humor. Nicht mehr, nicht weniger. 7,5 Punkte.
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#421317 - 09/11/10 12:58 PM
Re: A Day at the Opera
[Re: Ralf]
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Battlemage
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Der Pocher, der Pocher, aus welcher Kloake nur kroch er? Es würde sicher nicht einmal dem Bodensatz des "Unterschichtenfernsehens" einfallen, sich mit einem Vergewaltigungsprozess profilieren zu wollen. Pocher macht's. Glücklicherweise sind die Zuschauer wohl doch etwas besser ( Kein Kachelmann-Effekt: Pocher miserabel), wer weiß was sonst das nächste gewesen wär. Etwas spät, auch kein angenehmes Thema aber sehr sehenswert und erstaunlich früh im TV: heute VOX 20:15 Uhr Die Bucht
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#421524 - 09/15/10 05:36 AM
Re: A Day at the Opera
[Re: Ralf]
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Archmage
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Loc: Franken
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Ab heute um 21.15 Uhr zeigt VOX wieder neue Folgen der Krimiserie "Lie to Me" mit Tim Roth als "menschlichem Lügendetektor". Noch zwei Anmerkungen zum gestrigen TV-Abend: 1. "C.S.I. Miami" hat eine interessante Methode gefunden, Rückblenden deutlich zu machen. Nein, nicht so was langweiliges wie Make-Up oder so (abgesehen davon, daß der in der Handlungs-Gegenwart glatzköpfige Rex Linn ein paar Resthaare spendiert bekam ...), obwohl die Rückblende immerhin etwa 12 Jahre in der Vergangenheit spielt. Stattdessen beschloß man offenbar, es komme viel besser rüber, wenn man die Schauspieler einfach zwei Nummern schlechter spielen läßt als sonst (vor allem die arme Emily Procter) - und ihnen als Unterstützung auch noch ein paar grottenschlechte Dialoge in den Mund legt. Grandios!  2. Die neue Staffel von "Switch Reloaded" fängt dafür sehr vielversprechend an. Vor allem freut mich, daß endlich mal ein paar neue Parodien von Sendungen ins Programm aufgenommen wurde, die ich tatsächlich (zumindest ab und zu) sehe: Vor allem natürlich "Bones" (die von - ich glaube - Susanne Pätzold toll getroffen wurde; Max Giermann als Booth ist vor allem stimmlich etwas gewöhnungsbedürftig, hat mir am Ende aber auch gut gefallen), aber auch "Two and a half men", "Inas Nacht" und "ttt". Den ganzen Reality-/Dokusoap-/Casting-Show-Quatsch, den sie so oft parodieren, schaue ich ja grundsätzlich nicht, da kann mich natürlich auch die Parodie nicht so sehr amüsieren ...
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