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#16132 - 08/12/06 04:49 AM Re: Leichathl.-EM in Göteborg: 400m Hürden, Frauen
Ralf Offline
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Es ist doch immer wieder schön, die Zehnkämpfer und deren tollen Zusammenhalt untereinander zu beobachten.
Gerade der tschechische Ex-Weltmeister Tomas Dvorak beeindruckt mich da immer wieder. Mittlerweile der älteste im Feld und sportlich selbst in Europa nur noch Mittelmaß, macht er mit sichtlichem Spaß an seinem Sport einfach weiter und nutzt die Gelegenheit, seine reichhaltigen Erfahrungen mit jungen Athleten zu teilen.
Vor allen für den jüngsten Zehnkämpfer im Wettkampf, den Deutschen Pascal Behrenbruch, scheint er ein richtiger Mentor zu sein, wie gerade beim Stabhochsprung schön zu erkennen war (bereits bei der EM-Quali in Götzis soll Dvorak sich des Jungen helfend angenommen haben, als der beim Hochsprung einen Krampf erlitt).

Einfach toll. Auch die Szenen vor der ersten Disziplin des zweiten Tages, dem 110m-Hürden-Lauf. Alle Starter eines Laufs haben sich vorher herzlich abgeklatscht und Glück gewünscht. In welcher anderen Sportart sieht man denn noch sowas? Wie gesagt: Einfach toll!
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#16133 - 08/16/06 10:42 AM Re: Leichathl.-EM in Göteborg: 400m Hürden, Frauen
Ralf Offline
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Das ist doch wieder mal SO typisch!
Da ist der 1. FC Nürnberg erstmals seit Jahrzehnten weitgehend schuldenfrei, hat endlich eine wirklich gute Mannschaft und schafft sogar den besten Saisonauftakt in seiner Bundesligageschichte - und was passiert?
Goalgetter Robert Vittek (für den der HSV vor der Saison noch knapp 10 Millionen Euro geboten hatte) verletzt sich bei einem Test-Länderspiel der Slowakei am Knie und fällt mindestens sechs Wochen aus!

Murphy´s Law in Reinkultur ...
Als Club-Fan kriegt man einfach nichts geschenkt vom Schicksal.
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#16134 - 08/21/06 06:13 AM Re: Leichathl.-EM in Göteborg: 400m Hürden, Frauen
Ralf Offline
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Die aktuelle Bundesliga-Tabelle:

1. Nürnberg
2. Bremen
3. Bayern

So kann´s bleiben.
(ab und zu schenkt das Schicksal einem halt doch ein paar flüchtige Freuden )
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#16135 - 08/27/06 06:13 AM Bundesligastart
Ragon_der_Magier Offline
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Noch besser ist allerdings:

1. Nürnberg
2. Bayern
Schalke 04

Ja, ich geb´s ja zu
- is´n bißchen Galgenhumor dabei!

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#16136 - 08/27/06 07:03 AM Basketball-WM 2006 in Japan
Ragon_der_Magier Offline
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Tja,

nicht aber zu vergessen in der Reihe der sportlichen Großereignisse an denen insbesondere aus deutscher Sicht das Jahr 2006 so reich zu sein scheint, und die im Gefolge der Fußball-WM offenbar schier nicht abreißen wollen
- unser "German Wunderkind" steht zur Zeit vor seiner zweiten, riesenhaften Herausforderung dieser Saison.

Nachdem traurigen Verlust der NBA-Krone gegen die Miami Heat ("Larian Sports Illustrated" berichtete! ), bekommt Dirk Nowitzki vordergründig am Mittwoch (12.30 Uhr auf DSF live) die Gelegenheit, sein "Mütchen zu kühlen" und sich u.a. bei seinem großen amerikanischen Widerpart, dem Playoff-MVP Dwayne Wade zu revanchieren.

Allerdings treffen sich beide nun mit ihren Nationalmannschaften im Viertelfinale - und das "reformierte" Team USA um nicht nur Superstars wie den vorgenannten, sondern diesmal augenscheinlich eine homogenere, besser aufeinander abgestimmte Truppe, spielt einfach stark bei diesem Turnier, siehe die letzte Partie gegen die Australier.


Aber der Reihe nach:
Auch wenn die Deutsche Mannschaft in Japan leider keinen so starken Eindruck macht wie beim vorigen Weltturnier, welches man überraschend zwar, aber eben mit starken Leistungen als 3. abschließen konnte (die USA dagegen im eigenen Land schockierend damals nur 6.!), oder bei der letztjährigen EM, wo man ersatzgeschwächt, dennoch mit großer Aufopferungsbereitschaft und Nervenstärke bis ins Finale vordringen konnte, so ist es den "Bauermännern" doch gelungen die Fans bisher in fiebrige Begeisterung zu versetzen - wenn auch mehr durch die Spannung der Entscheidungen, denn durch jetzt absolut hochklassige Spielkunst.


Der bisherige, unglaubliche Höhepunkt war die Begegnung im "kleinen Gruppenfinale" gegen die Überraschungsmannschaft aus Angola (nachdem man zuvor den Gruppensieg leider schon gegen die hier bärenstarken Erzrivalen aus Spanien vergeben hatte, eine Partie in der man allerdings wirklich chancenlos war, und die mit 71-92 deutlich verloren ging ).

DAS muß ein irres Spiel gewesen sein?!

Ich bin am Morgen nach Beginn des 3. Viertels zur Tür raus und da sah es nach einem durchaus engen Spiel aus, indem die deutsche Mannschaft aber immer so eine 3-6 Punkteführung behaupten konnte, wenn sie sich auch mit vielen unnötigen Ballverlusten , mäßiger Wurfauswahl und einer absolut grausamen 3er-Quote , bei immerhin relativ guter Verteidigung das Leben selbst schwer machte.
Klar dachte ich, "Na, das könnte auch noch ins Auge gehen ...".


Aber das es wahrlich noch so heiß zugehen würde , ja geradezu "historische Dimensionen" erreichte, da hätt´ ich nie im Leben dran gedacht!!!
3 (!!!) Verlängerungen in einem Spiel - das hab´ ich selten gesehen!
Bei einer WM stellte das sogar ein absolutes Novum dar!
Und "The Dirkster" steuerte 47 Punkte bei, ähnlich dem schon legendären 50-Punkte-Spiel in der 5. Begegnung des diesjährigen Conference Finals gegen die Phoenix Suns, viele davon die entscheidenden!

Sagenhafte 108:103 am Ende - die letzten 5 besorgte der Meister selbst.


Hier ein etwas detailierterer Spielbericht zum Nachlesen, für alle die´s verpaßt haben.


Und heute, im Viertelfinale um 3 Uhr früh MESZ, gleich wieder ein ähnlich knappes Spiel gegen die nächste, starke afrikanische Mannschaft: Nigeria, die durch ihren Sieg in der Gruppe gegen den bis ins Achtelfinale amtierenden Weltmeister aus Serbien-Montenegro schon angedeutet hatten, daß dieser es ncht mehr lange als solcher machen würde (in der ersten K.o.-Runde folgerichtig auch raus gegen den deutschen Gruppensieger Spanien, sang- und klanglos )... - und wie stark sie selbst waren!!

78:77 hieß es am Ende, weil die sehr versierten Jungs vom schwarzen Kontinent in der letzten Sekunde den Korb zum Sieg verfehlten - PUH!


Doch jetzt geht´s, wie gesagt gegen die NBA-Stars aus den USA - eigentlich das vorprogrammierte Aus.

Und der bei der EM noch schmerzlich wegen Verletzung fehlende Okulaja ist bisher leider auch noch nicht die erhoffte Verstärkung.

Dazu kommt noch die "janusgesichtige Vorstellung" des Teams bisher.
- Gegen Panama in der Gruppe eine grauenhafte erste Halbzeit (man lag sogar hinten! ), gegen Neuseeland mit sehr starker Defense begonnen, aber dann genauso stark nachgelassen.

- Gegen Angola wie gesagt, das "3er Debakel" und die Schwächen in der Zonenverteidigung.

- Und auch gegen Nigeria gab man nun ja eine 10 Punkte-Führung wieder schnell aus der Hand.

- Dazu ein Nowitzki, der zu Beginn auch schwer ins Turnier kam - 47 Punkte schön und gut, aber vor allem die Konstanz seiner, sowie der Leistung der Mannschaft gibt noch arge Bedenken auf...

Gegen die überlegenen Amerikaner darf man sich Hänger solchen Ausmaßes wohl kaum leisten... eigentlich gar keine !
Sonst wird man gleich gegen die Wand gespielt wie die Australier heute im 2. Viertel (32:6 !!! ).



Ragon, der Basketballfan



Edited by Ragon_der_Magier (08/27/06 04:07 PM)

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#16137 - 08/27/06 12:15 PM Re: Basketball-WM 2006 in Japan
Ralf Offline
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Ach Menno, Ragon, du kannst mir doch nicht einfach das Vergnügen nehmen, die aktuelle Tabellenspitze der Bundesliga zu posten!

Na schön, aber dafür habe ich das Vergnügen, süffisant darauf hinzuweisen, daß ein gewisser Herr Neururer vor neun oder zehn Monaten ein Job-Angebot als Trainer des 1. FC Nürnberg öffentlich abgelehnt hat, da er kein Bundesliga-Potential in der Mannschaft zu erkennen glaubte.
Tja, wie das Leben so spielt ... Heute ist der gleiche 1. FC Nürnberg mit einer überwiegend identischen Stammelf Tabellenführer, während Hannover 96 mit einem Trainer Neururer souveränes Tabellen-Schlußlich ist!

Hachja, manchmal ist Schadenfreude wirklich etwas schönes ...

Zum Basketball:
Beim Spiel gegen Angola bin ich glücklicherweise aufgewacht, als noch drei Minuten zu spielen waren - daraus wurden dann satte 60 Minuten!

Aber eines ist klar: Gegen die USA haben die Deutschen diesmal nicht den Hauch einer Chance. Da müßte schon wahrhaftig ein Wunder geschehen ...
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#16138 - 08/27/06 01:25 PM Re: Basketball-WM 2006 in Japan
Ragon_der_Magier Offline
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Ich hatte zwar bzgl. heute gegen Nigeria auf TVToday.de was von 3.00 Uhr nachts gelesen, aber auf Sport1.de war der Ticker nur auf 9.55 Uhr eingestellt.

Da hab´ ich mich dann wieder auf die andere Seite gedreht, als ich eigentlich noch rechtzeitig so gegen 2.30 Uhr oder so aufgewacht war.

Naja, dafür hab´ ich´s jetzt in der Wiederholung gesehen, auf DSF.
[ Für´s Angola-Spiel hat das leider nicht hingehaun. ]

Heidewitzka, war das knapp!

Und der Buschmann natürlich wieder, "Warum müssen die das immer so spannend machen?"
Und, "... hoffentlich spielen sie jetzt nicht wieder so die Uhr runter... sie machen´s doch, sie machen´s doch!"

Mann, das mit dem letzten Korbleger der Nigerianer wär beinah´ ins Auge gegangen, aber sowas von bös!


Schade, daß das USA-Spiel nicht auch übertragen wurde.
Das is´ mal wieder mieser Service!

Na, beim nächsten Mal müssen sie ja...


Ragon


Edited by Ragon_der_Magier (08/27/06 01:27 PM)

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#16139 - 08/27/06 01:26 PM Re: Basketball-WM 2006 in Japan
AlrikFassbauer Offline
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In Antwort auf:

Heute ist der gleiche 1. FC Nürnberg mit einer überwiegend identischen Stammelf Tabellenführer




Dann liegt es wohl am Trainer. Dem der Nürnberger, meine ich. (Fettdruck von mir.)



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#16140 - 08/27/06 04:17 PM Re: Basketball-WM 2006 in Japan
Ragon_der_Magier Offline
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Hier im übrigen noch ein detailierterer Spielbericht der Amerikaner über ihr Spiel (muß wirklich eine verdammt beeindruckende Vorstellung gewesen sein von dene! ) und dort eine Spielvoranalyse des kommenden Viertelfinales.

Das deutsche Spiel aus US-Sicht gib´s auch noch.


Sie sind zuversichtlich, zu recht - aber auch mit angemessenem Respekt vor dem "Dirkster"!


Viel Spaß,
Ragon

P.S.: Oh, den üblichen "Spielverderber" (der vielleicht nur obligatorisch die Gegenmeinung vertreten muß!? Oder sitzt der Stachel von 2002/2004 doch noch so tief? ) gibt´s doch auch noch:

No offense, America - Team USA doomed to fail without immediate changes

Stammt allerdings von noch vor dem Australien-Spiel!


Edited by Ragon_der_Magier (08/27/06 04:22 PM)

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#16141 - 08/28/06 03:16 PM Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Ragon_der_Magier Offline
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"Das Ende der Großen Alten"

Nein, der eigentlich Grund ist, daß ich gerade über ein geniales Zitat von der absolut verehrungswürdigen Martina Navratilova gestolpert bin, welches sie anläßlich der Frage nach dem Geheimnis ihres Erfolges geäußert hatte :


Martina Navratilova ist ein schönes Beispiel. 341 Titel hat sie
gesammelt. Im Einzel und im Doppel. Kaum eine andere Tennisspielerin
war ähnlich erfolgreich, keine andere ähnlich vielseitig, und so lange
gespielt wie sie hat sonst erst recht keine. Die US Open wurden noch
auf Rasen ausgetragen und ihr Heimatland hieß noch
Tschechoslowakei, als der Name Navratilova zum ersten Mal auf der
Rangliste erschien. Warum sie so viel besser war als viele ihrer
Kolleginnen, ist Martina Navratilova einmal gefragt worden.
Geantwortet hat die heute 49-Jährige: ,,Ich habe mich dem Sport
hingegeben, die anderen waren oft bloß beteiligt.‘‘
Was der
Unterschied ist? ,,Ganz einfach‘‘, sagt Martina Navratilova: ,,Wenn man
Eier und Speck bestellt, ist das Huhn beteiligt, das Schwein aber muss
sich hingeben.‘‘




[ Bezeichnenderweise nicht aus einem Artikel über sie, sondern: Kommentar zu Schumacher - Das schwächste Teil des Autos ]


Aber natürlich stehen wir schon auch vor dem Ende einer Epoche
- seiner Epoche:


Haudraufundschluß

Es war im Juli 1995, als Boris Becker auf den Tag genau zehn Jahre
nach seinem ersten Triumph in Wimbledon den Centre Court betrat. Als
er sah, wer ihm da im Halbfinale gegenüberstand, konnte er seinen
Augen kaum trauen. Da stand ein Pirat! Tuch auf dem Kopf,
fünfmarkstückgroße Ringe in den Ohren, eine viel zu weite, knielange
Tennishose. Ganz in weiß zwar, aber so gar nicht dem Tennis-Knigge
entsprechend. Das passte Becker gar nicht, dass in seinem
Wohnzimmer so einer rumlief.

Becker gewann die Begegnung, er machte sein bestes Spiel des
Turniers. Beeindruckender waren jedoch die Wortgefechte, die sich die
beiden auf dem Platz lieferten. Becker stänkerte gegen Agassi, der
motzte zurück. Es gipfelte in Beckers Aussage nach dem Spiel: "Ich
würde meinen Kindern verbieten, so rumzulaufen wie Agassi!"

Keine Frage: Agassi ist anders. Als er 1986 sein Profi-Debüt gab, sah er
noch schlimmer aus als 1995. Eine abgerissene Jeans als Short,
darunter eine pinke Fahrradhose. Die wilde Mähne, die an eine
Kreuzung aus Jon Bon Jovi und Axl Rose erinnerte, wurde durch ein
weißes Stirnband mit pinken Blitzen zurückgehalten. Das T-Shirt war
schwarz-weiß-pink und hätte aus dem Kleiderschrank eines
Punk-Rock-Sängers stammen können. Agassi selbst wäre ebenfalls gut
in einer Punkband aufgehoben gewesen: An seinem linken Ohr
baumelte ein riesiger silberner Ring, das Zeichen des Freibeuters.

So spielte Agassi auch. Er rannte mit kurzen Schritten wie ein
tasmanischer Teufel über den Platz und begann, die etablierten Spieler
vom Platz zu fegen. Und gehörte nicht in den Tennis-Kosmos der
glattrasierten Musterschüler mit kurzen Harren und weißer Kleidung.
Nach Wimbledon wollte er nicht mehr fahren: "Diese ganze Historie ist
mir suspekt", gab er damals zu Protokoll - eine Beleidigung für jeden
britischen Tennisfan. Agassi war das egal.

...
Zum Abschied noch einmal New York

Seit dieser Zeit ist André Agassi stiller geworden. Das bedeutet
jedoch nicht, dass es ruhig um ihn geworden wäre. Ganz im Gegenteil:
Noch immer inszeniert er seine Auftritte im Rampenlicht, doch tritt
er nun nicht mehr als schriller Teenie auf, sondern als eine Art
Übervater des Tennis. Er sieht sich als Konstante unter all den
jungen Spielern, die ihn längst vom Thron geschüttelt haben. "Ich bin
schon froh, mal gegen einen Bekannten zu spielen", sagte er kürzlich.
In der Weltrangliste belegt er im Moment nur Platz 37, auf dem Court
dominieren jüngere Spieler wie Federer, Nadal und Roddick.

Er hat den Zeitpunkt und den Ort seines Abschieds mit Bedacht
gewählt. New York soll es sein, die Stadt, die niemals schläft. In
Flushing Meadows, wo es immer laut ist. Wo er seinen ersten Grand
Slam spielte, vor 20 Jahren. Wo alle drei Minuten ein Flugzeug über die
Plätze donnert. Wo an einem Tag nur Schulkinder unter den
Zuschauern sind. Da fühlt sich Agassi zu Hause.
...

Die Tennisfans in aller Welt halten die Taschentücher bereit. Beim
Spielertreffen am Samstagabend gab es von rund 200 Kollegen zwei
Minuten Standing Ovations für Agassi, der sich artig bedankte: "Ich will
mich bei Euch allen für all die Jahre bedanken und dass ihr mich
manchmal besser aussehen habt lassen, als ich war."

Heute hat er sein erstes Spiel bei den US Open. Natürlich zur
besten Sendezeit um 20.30 Uhr New Yorker Zeit, Dienstagfrüh 2.30 Uhr
deutscher Zeit. Er tritt gegen den Rumänen Andrei Pavel an, eine
lösbare Aufgabe. Hoffentlich.

Aber kann Agassi auch das Turnier gewinnen? "Ich denke nicht, dass
wir seinen größten Erfolg schon gesehen haben", sagte Andy Roddick
am Samstag. Beim Leben des André Agassi wäre ein Triumph zum
Abschied wahrlich keine Überraschung.



Mach´s gut, André - und zeig den Jungspunden noch mal wo der Hammer hängt!



Ragon, der Tennismagier


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#16142 - 08/28/06 04:54 PM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Rei Offline
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Loc: Feenreich
Wird dieses Spiel auch auf Eurosport übertragen? Finde nämlich keinen Hinweis, wann bei denen heute nacht Sendeschluß ist.
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#16143 - 08/28/06 05:41 PM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Ragon_der_Magier Offline
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Hoi Rei!

Ich kann´s mir eigentlich kaum anders vorstellen (alles andere wäre auch "Majestätsbeleidigung"! ).

TVToday zumindest gibt an, daß sie sogar bis 8.30 Uhr in der früh durchsenden.

Da müßte es mit dem Teufel zugehen, wenn da nicht auch für das "Spiel des alten Meisters" dabei Platz sein sollte.


Ragon

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#16144 - 08/28/06 05:44 PM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Rei Offline
Death Dragon


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Loc: Feenreich
Bei Eurosport hätte es mich ehrlich gesagt sowieso sehr gewundert, wenn sie dieses Spiel nicht live zeigen würden.
Bei jedem anderen Sender dagegen nicht.
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Knuddelmonster

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#16145 - 08/28/06 05:48 PM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Ragon_der_Magier Offline
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Hüllen wir das "Grabtuch des Schweigens" über die anderen Sender ( ), Rei, und freuen uns besser darüber, daß es überhaupt übertragen wird.


Ragon

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#16146 - 09/01/06 10:24 AM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
elgi Online   alien
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Der Abschied wurde um mindestens ein weiteres Spiel verschoben... ich habe gestern leider nicht das gesamte Match zwischen Agassi und Baghdatis gesehen, sondern nur den letzten Satz (weil ich die MTV VMAs angeschaut habe, was ich im Nachhinein größtenteil bereue, aber das ist ein anderes Thema ). Nur soviel: Im 4. war Agassi wohl 4:0 vorne und hat dann noch 7:5 verloren.

Aber dieser letzte Satz war wirklich toll. Trotz über der drei Stunden Spielzeit und der forgeschrittenen Uhrzeit spielten beide Spieler auf sehr hohem Niveau, packende Ballwechsel, lange und präzise Schläge waren an der Tagesordnung.

Und dann bei 4:4 glaube ich fangen bei Baghdatis offensichtlich fürchterliche Krämpfe in den Oberschenkeln an... und der Junge zappelt herum und kann aber scheinbar nach den Regeln keinen Auszeit für die Behandlung nehmen, wenn es sich nur um Krämpfe handelt.

Die Moderatoren von Eurosport - einer von ihnen war Nicolas Kiefer - riefen ihm gleichsam zu, daß er doch irgendein körperliches Problem erfinden solle, wie etwa Bauchmuskelzerrung oder was an den Knien oder sowas, damit er sich 3 Minuten lang im laufenden Spiel behandeln lassen könne.
Aber Baghdatis ist wohl nicht so abgebrüht, daß er bei den Schmerzen daran gedacht hat. Stattdessen mußte er das Spie voll durchspielen... und es war ein langes Spiel, das ich glaube 5 oder 6 mal über Einstand ging; vor allem weil Agassi die Krämpfe seines Gegners nicht auszunützen im Stande war. Am Ende gewann er dann das Spiel zum 5:4. Baghdatis ließ sich nun behandeln und konnte dann tatsächlich ausgleichen, weil er sehr gut aufschlug und erstaunlich gut trotz der Krämpfe spielte.
Am Ende gewann aber Agassi 7:5.

Es war ein sehr gutes Match!


Eine andere Meldung, die mich höchst amüsiert hat: Die USA hat bei der Basketball-WM das Halbfinale gegen Griechenland verloren.



EDIT:
Agassi spielt nun in der 3. Runde übrigens gegen keinen geringeren als B. Becker... Benjamin Becker.


Edited by elgi (09/01/06 10:28 AM)
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#16147 - 09/01/06 11:10 AM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
AlrikFassbauer Offline
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In Antwort auf:

Eine andere Meldung, die mich höchst amüsiert hat: Die USA hat bei der Basketball-WM das Halbfinale gegen Griechenland verloren.




Echt ?

Edit : Bericht : http://www.ksta.de/html/artikel/1156327115620.shtml




Edited by AlrikFassbauer (09/01/06 11:19 AM)
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#16148 - 09/01/06 02:14 PM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Ralf Offline
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Loc: Franken
Elgi: Ja, ich finde es auch lustig, daß Agassi seine Karriere ausgerechnet gegen einen B. Becker beenden wird.

Denn ganz ernsthaft: Ich sehe Becker als Favoriten in diesem Spiel - falls er auf dem Centre Court und gegen die fanatischen Zuschauer nicht die Nerven verliert!
Seine Demontage von Sebastien Grosjean war jedenfalls äußerst beeindruckend, außerdem ist Becker seit Monaten in Top-Form.
Agassi dagegen ist zwar gut drauf, aber die zwei äußerst kräftezehrenden Matches dürften auch von ihm ihren Tribut verlangen - zumal er logischerweise nicht mehr in absoluter Topform ist, sondern mehr von seinem unglaublichen Kampfeswillen lebt (man muß ja ehrlich sagen, daß Baghdatis derzeit seinerseits nicht wirklich gut in Form ist).

Jetzt hoffe ich nur noch, daß dieses Spiel morgen nicht in der Night Session und damit bei uns wirklich mitten in der Nacht stattfindet, sondern schon ein wenig früher ...
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#16149 - 09/02/06 03:49 AM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Ralf Offline
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Loc: Franken
Gute Nachrichten: Das Match Becker gegen Agassi ist heute als drittes Match der Day Session angesetzt. Je nachdem, wie lange die vorherigen Matches dauern, könnte es also gegen 22.00 Uhr losgehen - aber durchaus auch schon ein bißchen früher. Also aufpassen!

Einziges Problem: Die Wettervorhersage ist nicht sonderlich positiv ...


Edited by Ralf (09/02/06 03:52 AM)
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#16150 - 09/02/06 12:21 PM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
daedalus Offline
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Loc: Ruhrpott :(
Deutschland spielt gleich, aber ich kanns wahrscheinlich nicht gucken
*Guckt bedeutungsschwer*
Ragon, ich vertraue dir, das ich trotzdem dabei sein kann
*Auf Schulter klopf*
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#16151 - 09/02/06 01:47 PM Re: Tennis, US Open 2006 - ein Abschied
Ragon_der_Magier Offline
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Ich hab´ erstmal wichtigeres zu tun!

Quote:

...
Einziges Problem: Die Wettervorhersage ist nicht sonderlich positiv ...




Ich muß nämlich erstmal sagen:
Danke, Regen! Danke, Regen! Danke, Regen!

Denn so kam ich auch nochmal in den Genuß von meinen letzten Minuten Agassi!

Und der Hinzufügung eines weiteren, legendären Matches, so verdient für ihn - und auch für Bagdhatis !

Schier unglaublich, was die beiden da abgeliefert haben und insbesondere natürlich ab der Endphase des 4. Satzes.

WAHNSINN!
Das 9. Spiel im 5. war einfach nur - verrückt!
Man sah schon zu Ende des 4. Durchgangs ansatzweise Probleme Baghdatis´ mit seinem Oberschenkel.
Aber wie der da humpelte in diesem so wichtigen Aufschlagspiel von André Agassi, das war schon herzerbarmend. Nicht nur bei den Kommentatoren wurden da mit zunehmender Dauer Erinnerungen an das legendäre French Open-Finale zwischen dem kleinen Kämpfer Michael Chang und dem großen Ivan Lendl wach!

... Und dann? Dann hat der Baghdatis auch noch Breakbälle en masse !??!!

Crazy stuff!
Und das Arthur Ashe Stadium war das reinste Tollhaus!


Und am Ende, als er sich mit seinen Krämpfen etwas gefangen hatte, war´s dann doch der erste Matchball für Agassi, der die Entscheidung zu seinen Gunsten brachte.

Vielleicht nicht das überragendste Tennis von beiden, aber sehr hochklassig und superkämpferisch.
An Dramatik war´s auf alle Fälle kaum zu übertreffen.
( Thommy Haas hat´s trotz Match am nächsten Tag kaum ins Bett geschafft!
Und auch sonst war die versammelte Weltelite übergreifend, von Federer bis Scharapowa voll der Superlative für das Match - völlig zurecht! )

So eine Abschiedstour konnte sich Agassi nur erhoffen, nochmal solche Glanzpunkte - jetzt hat er sie!


Und wie die eurosport-Kommentatoren, unter ihnen auch Nicola Kiefer, sagten:
"Dieses Spiel hatte keinen Verlierer verdient. Gewinner war auf alle Fälle das Tennis."
Dem kann man nur hinzufügen:
Und vor allem auch wir Zuschauer!


Ragon, der schier Begeisterte


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