#446409 - 06/30/11 10:10 AM
Re: `Die Untrainierbaren´? - FCB in Trümmern!
[Re: Ralf]
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Archmage
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Loc: Turm des Magiers
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#447299 - 07/18/11 09:59 AM
Re: `Die Untrainierbaren´? - FCB in Trümmern!
[Re: bigclaw6]
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Archmage
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Loc: Franken
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Ich hätte es den Amis auch gegönnt, da sie IMHO trotz einer gewissen Großspurigkeit durchaus sympathisch rüberkommen - außerdem waren sie im Finale eigentlich das bessere Team (zu meiner Überraschung, denn im vorherigen Turnierverlauf hatten sie ja eher durch Effizienz und Kampfkraft geglänzt als spielerisch). Aber für die Japanerinnen freue ich mich noch mehr, da sie spieltechnisch einfach mehr draufhaben und mir die typisch asiatische Zurückhaltung doch noch etwas sympathischer ist als die wohl ebenfalls typische amerikanische Offenheit. Als Spielerin des Turniers hätte ich allerdings eher Abby Wambach als Homare Sawa ausgezeichnet. Aber insgesamt muß auf jeden Fall festgehalten werden, daß diese Frauen-WM die Erwartungen in fast jeder Hinsicht übertroffen hat. Hinsichtlich der Zuschauerzahlen sowieso (über 15 Millionen allein in Deutschland bei einem Finale ohne deutsche Beteiligung! Selbst in den langweiligsten Vorrundenpartien zwei bis drei Millionen Zuschauer!), aber auch in Bezug auf spielerische Qualität und vor allem Ausgeglichenheit. Keine Kantersiege mehr (das höchste waren zwei 4:0-Siege, bei Männer-WMs gibt es normalerweise höhere Ergebnisse, wenn auch bei doppelter Teilnehmerzahl), natürlich allgemein weniger Tore, aber dafür ungewohnt viele richtig spannende Spiele und diese ab dem Viertelfinale auch noch eigentlich durchgehend unterhaltsam. Das läßt selbst das relativ frühe Aus der Deutschen gegen den späteren Weltmeister verschmerzen (daß damit aber gleichzeitig auch Olympia 2012 verpaßt wurde, nervt mich immer noch!). Okay, die Schiedsrichterinnen haben sich im Durchschnitt nicht unbedingt mit Ruhm bekleckert (wie bei den Männern halt ...), die nordkoreanische Dopingaffäre ist dämlich (aber mit einem kläglichen Ausscheiden in der Vorrunde bestraft worden) und die nigerianische Lesbenhasser-Trainerin war ähnlich peinlich wie die Nicht-Reaktion der FIFA darauf (und auch hier gab es zur Strafe das Aus nach der Vorrunde). Aber unterm Strich überwiegt eindeutig das Positive und vor allem gab es ein Finale, das zwar nicht durchgehend spielerisch hochklassig gewesen sein mag (etwas viel Kick ´n´ Rush für meinen Geschmack, vor allem in der von den Amis dominierten ersten Hälfte), aber definitiv aufregender und dramatischer als alle Männer-WM-Finals, die ich je gesehen habe (und das sind alle seit 1986). 
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#447327 - 07/19/11 10:06 AM
Re: `Die Untrainierbaren´? - FCB in Trümmern!
[Re: Ddraigfyre]
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Angel
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Loc: im Dunkelwald umherirrend
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Aaaahhhh, der berühmte amerikanische Sportsgeist. Ehrlich, das ist doch krank 
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Intelligenz wird oft verwechselt mit der Fähigkeit, seine Dummheit besser verbergen zu können als andere Mensche
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#447918 - 08/07/11 12:28 PM
Re: `Die Untrainierbaren´? - FCB in Trümmern!
[Re: bigclaw6]
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Archmage
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Loc: Franken
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Ich frage mich ja schon seit Wochen, warum die Bayern mit den paar Neueinkäufen diese Saison plötzlich so viel besser/erfolgreicher spielen sollten als in der letzten. Möglicherweise fragen sich das die Bayern-Verantwortlichen nach einem 0:1 zum Auftakt gegen Gladbach jetzt auch ... Ist übrigens gar nicht hämisch gemeint (auch wenn es mich natürlich freut, daß der FCN nun wieder mal beste bayerische Mannschaft ist  ), ich war und bin einfach nur sehr überrascht, auch enttäuscht von den strategischen Entscheidungen der Bayern-Bosse in den letzten Monaten.
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#447951 - 08/08/11 06:16 AM
Re: `Die Untrainierbaren´? - FCB in Trümmern!
[Re: Ralf]
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Archmage
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Loc: Germany
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Ich frage mich ja schon seit Wochen, warum die Bayern mit den paar Neueinkäufen diese Saison plötzlich so viel besser/erfolgreicher spielen sollten als in der letzten. Weil sie mit Boateng einen guten Innenverteidiger haben und dank Rafinha mittlerweile zwei gute Außenverteidiger. Hinzu kommt, daß sie vom Trainer her vorsichtiger spielen und damit hoffentlich keine 40 Tore mehr reinkriegen. Somit müßte sich der Erfolg automatisch einstellen. Das Problem an der Sache ist: Sie haben einfach unglaublich langweilig gespielt. Ich hab das Dortmund-spiel am Freitag und die Bayern am Sonntag gesehen... während bei Dortmund (zumindest in den ersten 60-70 Minuten) so gut wie jeder Ball nach vorne ging, glänzten die Bayern gestern mit einer wahren Rück- und Querpassorgie. Das kann nicht an den tief stehenden Gladbachern gelegen haben... denn wenn dem so wäre, könnten sie gleich einpacken, weil sie es in der Saison häufig mit solchen Mannschaften zu tun haben werden. Ich vermute, daß das Sicherheitsdenken, das reflexartig nach der vergangenen Saison eingekehrt ist, zu übertrieben verinnerlicht wurde. Vor allem Rafinha und Gustavo sind mir da sehr unangenehm aufgefallen... statt den Ball nach vorne zu treiben, kommt lieber ein Quer- oder gar ein Rückpaß. Das mag sicher auch damit zu tun haben, daß sich die Mitspieler nicht freilaufen, sondern eher statisch rumstehen. Alles in allem war das bisher nix. Das MUSS schlagartig deutlich besser werden, denn SO haben sie gegen Dortmund keine Chance - und die waren auch nicht perfekt am Freitag. Bleibt noch hinzuzufügen, daß ich vor einigen Monaten nicht wirklich begeistert davon war, daß Heynckes als Trainer geholt wurde: Aber die Ticker sind halt voll mit Hinweisen auf Heynckes. Der ist sicherlich ein guter Trainer, wie er ja auch in Leverkusen beweist, aber halt leider nix Besonderes. Wenn sich die Gerüchte noch weiter verdichten und es am Ende Don Jupp wird, dann kann man das sicher auch wieder als Überganglösung für 1 bis maximal 2 Jahre betrachten. Dazu möchte ich noch ein paar Wort verlieren. In letzter Zeit häufen sich die ganzen Artikel über Heynckes und darüber, daß er kein Systemtrainer sei und daß er eher verwaltet und nicht neu erschafft... und daß er ja z.B. nicht mit Kloppo und so verglichen werden kann... Das mag stimmen. Heynckes ist ein alter Mann, er macht seine Arbeit so, wie er das schon immer gemacht hat. Und daran ist nichts auszusetzen - schließlich haben die Bayern mit einem ähnlichen Trainer, nämlich Hitzfeld, ihre größten Erfolge gefeiert. Nur der Unterschied zu damals sind die Spieler. Unter Hitzfeld haben Kahn, Effe, Brazzo usw. gespielt. Keine Spieler nach dem modernen Vorbild des Musterprofis, sondern aus einer anderen Generation. Mit solchen Spielern kann man die Bayern-Philosophie sicher durchsetzen... pragmatisch spielen, immer Ruhe bewahren, bei Bedarf dreckig spielen, wenn es sein muß das Glück erzwingen... Heynckes wäre eine gute Wahl für solch eine Mannschaft. Aber mit den heutigen Spielern geht das meiner Meinung nach nicht. Ich sehe bei Bayern momentan keinen einzigen, der aus der Masse herausragt. Das meine ich nicht im fußballerischen Sinne - das sind schon ganz gute Kicker alle. Aber alles halt Langweiler. Ribery ist etwas anarchischer und mithin die einzige Ausnahme wie ich finde. Robben ist ein eitler Geck, der zwar gut spielt, aber wenn ich sein Mitspieler wäre und er mir andauernd irgendwas vorfuchteln würde mit seinen Stummelarmen... spätestens nach dem dritten Mal würde ich ihm eine langen! Worauf ich hinaus will: Solche neumodischen Spieler - wie Lahm... wie Badstuber... wie Schweinsteiger (ja, auch ihn nehme ich nicht heraus)... - kann man meiner Meinung nach tatsächlich nur durch ein festes System zum Erfolg bringen. Die alte Bayern-Doktrin, daß man einfach gute Spieler spielen läßt und sie zwangsläufig Erfolg haben, greift bei denen nicht mehr. Also muß in der Tat ein Trainer mit einem festen System und einer klaren Philosophie her. Wie van Gaal. Sein System war überaus erfolgreich in der ersten Saison. Der Fehler in der zweiten war, daß er seinen gewohnten Reflexen erlegen ist... immer seinen Kopf durchzusetzen, immer anzuecken, immer das zu machen, was man nicht erwartet... hätte er diesen Fehler nicht gemacht und hätte er sein System aus der ersten Saison etwas verfeinert und vllt. mit dem einen oder anderen neuen Spieler ausgebaut, wären die Bayern letzte Bayern mit Sicherheit Meister geworden. Dieses Jahr wird es schwierig... ich traue Heynckes ehrlich gesagt nicht viel zu. Wenn die Mannschaft es hinbekommt, zu einer verschworenen Truppe zusammenzuwachsen, die nach altem Bayern-Muster spielt, könnte es was werden. Aber auch das ist zu bezweifeln...
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Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
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#447953 - 08/08/11 08:37 AM
Re: `Die Untrainierbaren´? - FCB in Trümmern!
[Re: elgi]
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Archmage
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Loc: Franken
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Ich sehe das aus meiner Außenperspektive eigentlich ähnlich. Klar, mit Neuer, Rafinha und Boateng hat man sich in der Defensive schon verstärkt - wobei ich ehrlich aber auch nicht sehe, daß Neuer in den letzten Monaten wesentlich stärker gewesen wäre als es Butt war, solange er spielen durfte. Und Rafinha und Boateng mögen ein Fortschritt sein (schon weil Lahm jetzt endlich wieder auf seiner besten Position spielen kann), aber absolute Weltklasse- bzw. Champions-League-gewinnen-wollen-Format  verkörpern beide IMHO auch nicht. Zudem sehe ich auch diese beiden nicht als die von dir angesprochenen "Typen". Okay, Rafinha hat ein bißchen einen Ruf als Unruhestifter, aber deshalb allein ist er noch lange kein "echter Typ". Und Boateng kann vielleicht noch einer werden, ist es momentan aber noch nicht. Dennoch: Ich sehe das größere Bayern-Problem ehrlich gesagt in der Offensive. Da hat man sich ja, wenn ich mich nicht irre, fast überhaupt nicht verstärkt (es sei denn, Petersen oder der junge Japaner erweisen sich unverhofft und auf die Schnelle als echte Kracher) und scheint vor allem darauf zu setzen, daß Ribéry und Robben mal verletzungsfrei bleiben und Gomez weiterhin trifft. Aber daß das gegen defensiv eingestellte Mannschaften (gegen die Bayern also vermutlich alle außer Dortmund) zu oft nicht reicht, scheint mir eigentlich schon länger offensichtlich zu sein. Deshalb wundert es mich auch so, daß die Bayern ja gar nicht darüber nachgedacht zu haben scheinen, sich mit einem echten Hochkaräter im spielerischen Bereich zu verstärken (der natürlich nicht billig wäre, aber wenn man schon rund 40 Millionen für die Defensive ausgibt ...).
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#447954 - 08/08/11 09:09 AM
Re: `Die Untrainierbaren´? - FCB in Trümmern!
[Re: Ralf]
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Dennoch: Ich sehe das größere Bayern-Problem ehrlich gesagt in der Offensive. Da hat man sich ja, wenn ich mich nicht irre, fast überhaupt nicht verstärkt (es sei denn, Petersen oder der junge Japaner erweisen sich unverhofft und auf die Schnelle als echte Kracher) und scheint vor allem darauf zu setzen, daß Ribéry und Robben mal verletzungsfrei bleiben und Gomez weiterhin trifft. Aber daß das gegen defensiv eingestellte Mannschaften (gegen die Bayern also vermutlich alle außer Dortmund) zu oft nicht reicht, scheint mir eigentlich schon länger offensichtlich zu sein. Deshalb wundert es mich auch so, daß die Bayern ja gar nicht darüber nachgedacht zu haben scheinen, sich mit einem echten Hochkaräter im spielerischen Bereich zu verstärken (der natürlich nicht billig wäre, aber wenn man schon rund 40 Millionen für die Defensive ausgibt ...). Aber wen sollen sie denn holen und vor allem: WO spielen lassen? Gomez ist Torschützenkönig und mit ein bißchen Glück wird er auch diese Saison treffen... also ist er gesetzt. Wenn Ribery und Robben gesund sind, sind sie ebenfalls gesetzt. Da sich leider die Unsitte mit den zwei 6ern durchgesetzt hat, bleibt also eigentlich nur eine Position übrig - und da haben sie Müller und Kroos vorgesehen. Müller finde ich sehr erfrischend, Kroos finde ich überschätzt, aber unter Heynckes könnte er irgendwann überzeugen. Anders gesagt: Das heutige System, das sich leider durchgesetzt hat, macht es den Bayern gar nicht wirklich möglich, in der Offensive einen interessanten Transfer zu landen - wenn sie nicht ihre tolle Flügelzange beleidigen oder Gomez unter Druck setzen möchten. Zumal ich mir von Olic und Petersen durchaus einiges erwarte, insofern ist da noch nicht alles gegessen. Früher hat man 3-5-2 oder von mir aus 4-4-2 (später dann leider mit Raute, also zumindest einem 6er) gespielt. Da fand ich Fußball ehrlich gesagt auch interessanter, weil es nicht so ein unglaublich dynamisches Schachspiel mit Laufmonstern war, sondern chaotischer, unberechenbarer... wenn du zwei passende Stürmer hast, die von guten Außenstürmern bedient werden, dann - so denke ich - kommt automatisch mehr dabei heraus als bei nur einem Stürmer. Ich bestreite nicht, daß das heutige System effektiver ist... aber für mich halt auch leider langweiliger. Das mag verallgemeinernd klingen und ist es wohl auch. Aber ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan vom Barca-typischen Systemfußball z.B. Dann lieber ManU, die alles drauf haben und sich auf jeden Gegner einstellen können. Bei denen dieses erdrückende Kurzpaßspiel nicht Religion ist, die auch wuchtig und hart spielen können. Ach, ich weiß auch nicht... ich denke, wenn Bayern erfolgreich wäre, würde ich einfach die Klappe halten und mich freuen. Aber so... 
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Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
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