#6663 - 06/03/03 10:19 AM
Re: X2
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Warlord
Registered: 04/25/03
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Loc: Liechtenstein
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Ja, X2 war ein ziemlich guter Film. Die DVD ist auf jeden Fall schon vorbestellt.
Was Jean angeht, so ist das richtig: sie wird zu Phoenix (deshlab auch das Feuer kurz vor ihrem Tod und die brennenden Augen). Inwieweit sich die Filme an die Comicvorlage halten, weiss ich nicht. Ich nehme nicht an, dass mehr als drei Filme gemacht werden. Offensichtlich heiratet die gute auch noch Cyclops.
Soweit ich gehört habe, will ja Halle Berry beim dritten Teil nicht mehr mitmachen. Mir soll es recht sein, ich hatte nämlich gar nicht gemerkt, dass Storm eine ägyptische Prinzessin sein soll.
Dass Pyro zu Magneto wandert hat wirklich jeder gewusst. Allerdings war im Kinosaal drei Reihen vor mir ein erwachsener (!) Mann, der mittendrin aufgestanden ist und gesagt hat: "Was? Pyro ist bei den Guten? Mann, ist das ja eine doofe Verfilmung!"
Und Rogue: Für mich ist Anna Paquin was besonderes. Gott, ist die gereift seit "Piano".
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#6664 - 06/03/03 05:50 PM
Re: X2
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Archmage
Registered: 03/10/03
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Quote:
... Und Rogue: Für mich ist Anna Paquin was besonderes. Gott, ist die gereift seit "Piano". ...
Gut, Dir will ich diese Wortwahl nochmal durchgehen lassen - von `einschlägiger Seite´ hätte ich jetzt ansonsten doch wieder mal scharfzüngigen Protest anmelden müssen! 
Ach Ralf?! Ich weiß ja nicht, ob solche Passivität wie die von Dir notfalls in Kauf genommene sooo prickelnd wäre...  Laß es uns gemeinsam sagen - und ich bin sicher, buad wird mir da unisono zustimmen : "Frauen sind keine Lustobjekte, sondern vielmehr die überlegene Spezies!" [Hmm, man könnte die Passivität natürlich auch aus dieser Überlegenheit als ausreichend argumentieren... ] Also huldige ihnen! 

Ragon
P.S.: Puh, Du hattest mir schon Angst gemacht, elgi!  Gut, daß die sympathische Famke Janssen doch auch in einem (wohl absehbaren ) dritten Teil wieder dabei sein wird!
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#6665 - 06/03/03 05:59 PM
Re: X2
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Archmage
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#6666 - 06/03/03 06:57 PM
Re: X2
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Archmage
Registered: 03/10/03
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*LOL* Steht das echt da drin? Es lebe die deutsche Sprache!  Andere Frauen  : "Kill Bill" - ein Martial Arts-Film mit Uma Thurman!?  (Und weiteren, wie Lucy Liu, die gute Daryl Hannah, Vivica A. Fox und dazu noch einige `alte Haudegen´ wie z.B. Michael Madsen, Samuel L. Jackson und als Krönung `Mr. Kung Fu´ himself: David Carradine!  - gerade Trailer gesehen am Ende von VIVA-film ab!) Grasss!  Aha, ich seh schon `glarrrer´ - Regie: Quentin Tarantino!  Ragon
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#6668 - 06/04/03 11:12 AM
Re: X2
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Mercenary
Registered: 03/18/03
Posts: 59
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In Antwort auf:
Öhm, nicht der Duden sonder der DUDE! Big Lebowski! 
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#6669 - 06/04/03 07:27 PM
Re: X2
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Archmage
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Loc: Germany
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Genau! Um es nochmal zu verdeutlichen, werter Ragon: DAS hier ist der Dude:  und DAS ist der Dude N:  jetzt klar?
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Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
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#6671 - 06/05/03 12:11 PM
Re: X2
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Archmage
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Loc: Franken
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Na, wer wohl???
28 TAGE SPÄTER:
Stellt euch vor, ihr wacht nach einem Monat Koma plötzlich auf - und niemand ist da! Geschwächt, wie ihr seid, steht ihr auf und sucht nach jemandem im Krankenhaus. Doch niemand ist da! Die Telefone sind tot, also schleppt ihr euch auf die Straße. Alles ist verwüstet, aber ... keine Menschen! Ihr wandert also durch die Millionenstadt London und endlich, endlich trefft ihr in einer Kirche jemanden - juhu!
Dumm bloß: Dieser jemand scheint eine Art Zombie zu sein, der euch mit seinen Kumpels gerne mal anknabbern würde ...
Nun, zum Glück erlebt das nicht ihr und auch nicht ich, sondern der arme Jim (Newcomer Cillian Murphy). Und auch der trifft schließlich noch ein paar "normale" Menschen, von denen er erfährt, daß ein tödlicher Virus ganz Großbritannien und vielleicht auch den Rest der Welt entvölkert hat - bis auf jene zombieartigen Wesen eben ...
Soweit zur Story.
Kultregisseur Danny Boyle ("Trainspotting") und Kultautor Alex Garland. Ergebnis=Kultfilm? Naja, bei "The Beach" hat das ja nicht so richtig funktioniert, "28 Tage später" hat schon eher das Zeug dazu. Der Film ist definitiv nicht zu vergleichen mit "Resident Evil", trotz ähnlicher Story! "Resident Evil" war ja eigentlich ein reiner Fun-Film, "28 Tage später" dagegen will eher eine beklemmende Atmosphäre erzeugen (was auch gelingt) und hat dank Autor Garland sogar eine gewisse Tiefe. Ähnlichkeiten zum Genre-Klassiker "Die Nacht der lebenden Toten" von George Romero sind unübersehbar, vor allem in der zweiten Hälfte des Films (das dürfte Elgi freuen  ), die erste Hälfte hat mich eher an das Computerspiel "Silent Hill 2" erinnert, das ich kürzlich gespielt habe (mit viel Vergnügen übrigens).
Die Kampfszenen sind teilweise recht heftig (Altersfreigabe ab 18) und ebenfalls weit entfernt von den spektakulären Käpfen in "Resident Evil", jedoch oft so schnell geschnitten, daß man als Zuschauer gar nicht SO viel von der Brutalität mitbekommt. Unter den Darstellern ragt wieder mal Brendan Gleeson ("Braveheart") hervor, Christopher Eccleston als undurchsichtiger Army-Major weiß ebenfalls zu überzeugen, der Rest des Casts ist auch okay. Leider sind einige Storywendungen recht vorhersehbar, das gibt gewisse Abzüge.
Insgesamt aber ein gelungener, spannender und sehr düsterer Horrorfilm mit Anflügen von Gesellschaftskritik. 8,5 Punkte.
Edited by Ralf (06/05/03 12:13 PM)
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#6672 - 06/07/03 08:10 AM
Hero
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Warlock
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Loc: Germany
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War gestern Nacht in Hero. Ich hatte mich auf einen netten anspruchslosen Kung Fu- Schinken gefreut und dann so was:
WWWOOOWWW!
Der Film ist so gar nicht, was man erwartet. Natürlich, man bekommt eine geballte Ladung Schwertkunst um die Ohren mit all dem, was eine chinesische Legende ausmacht, also fliegende Helden, 3000 Mann können zwei Leute nicht aufhalten, und so weiter.
Aber auch sonst wird man mit fernöstlicher Kultur und Pathos so zugeschüttet, daß man öfter mal lachen muß, weil es so herrlich überzogen ist. Die Story selbst entpuppt sich, um mal Frank Herbert zu zitieren, als eine Finte in einer Finte in einer Finte. Sie liegt eigentlich ganz klar auf der Hand, bis einem klargemacht wird, daß sie ganz anders ist und so dann aber doch wieder nicht, weil es eigentlich NOCH anders war. Sehr, sehr amüsant. Ich würde dem Film volle 10 Punkte geben, aber als Fan des Genres wohlgemerkt.
Und noch ein Spoiler zum Abschluß:
Natürlich versteht sich auch dieser Streifen wieder als schöne fernöstliche Antithese zu Hollywood.
Mit anderen Worten, ein Happy End ist von vornherein scheisse und wer als Held am Ende überlebt, ist keiner.
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Wenn sie so überlegen sind, warum sind sie dann so tot?
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#6674 - 06/08/03 01:04 PM
Re: Hero
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Archmage
Registered: 03/10/03
Posts: 6879
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DAS klingt in der Tat nach einem `(fast) perfekten Film´ - hätt´st aber wissen können, Marian-Baby!  Zu Ralles "In 28 Tagen ohne Welt":  Hmm, klingt ein bißchen nach "Soylent Green", "Quiet Earth" und (in der etwas `humoristischeren´, leichteren Variante  ) A.S. Neills "Die Grüne Wolke".  Ragon
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#6675 - 06/08/03 04:43 PM
56 Tage später
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Archmage
Registered: 03/10/03
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Loc: Germany
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In der Tat, zu Beginn von Ralfs Beitrag mußte ich auch an "Quiet Earth" denken. Ich habe den Film mittlerweile auch gesehen... und muß Ralf zustimmen, nicht zu vergleichen mit "Resident Evil".
Ralf sagte es schon, "resident evil" war eher ein Fun-Film... bei 28 Tage später könnte man anfänglich meinen, es handele sich um einen französischen Autorenfilm, so trocken kommt er daher. Das ist auch, was mich etwas gestört hat: das mehr oder weniger fehlende Augenzwinkern, das in "Zombie"-Filmen einfach sein muß, wenn sie nicht vollends unglaubwürdig sein wollen. Und gerade von diesem Film hätte ich mehr Humor erwartet, wenn ich mir die Verantwortlichen mal so anschaue.
Abgesehen davon, weiß das Werk zu gefallen. Der Anfang erinnert in der Tat an Quiet Earth... der Typ wacht auf und niemand ist da... es vergeht einige Zeit, bis er die erste Gefahr übersteht und andere Überlebende findet... mit persönlich haben die einsamen Szenen mit am besten Gefallen. Eine menschenleere Welt - das sieht schon toll aus.
Der Storywandel in der Villa hingegen ist... naja... etwas weit hergeholt, aber das muß nichts schlimmes sein in einem Zombie-Film. Und tatsächlich kommt hier der zweite Punkt, der mir ziemlich gut gefallen hat: Der Wandel in Jim. Auch wenn er etwas abrupt und unrealistisch wirkt, ist es doch nett anzuschauen, wie die Grenzen zwischen den einzelnen Partien verwischen und unter anderem in der Szene kulminieren, in der Selena Jim fast dahinrafft.
Die Action hingegen fand ich als Zombie-Film-Fan eher schlicht. Ich bin mir dessen bewußt, daß man heutzutage nur sehr schwer Splatter-Elemente in einem Kinofilm für den großen Markt benutzen kann, aber die gehören meiner Meinung nach eben in einen Zombie-Film - je mehr Blut und Gedärme desto besser.
Deswegen: Als Zombie-Film würde ich dem Film eine 6 geben wollen. Als normaler Film vielleicht 7.5?
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Nigel Powers: "There are only two things I can't stand in this world. People who are intolerant of other people's cultures... and the Dutch!"
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#6677 - 06/17/03 10:17 AM
Re: Hero
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Archmage
Registered: 03/11/03
Posts: 9124
Loc: Franken
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HERO:
Eigentlich bleibt Marians Beurteilung kaum etwas hinzuzufügen, wobei ich eigentlich an keiner Stelle lachen mußte - hab´ mich wohl schon zu sehr an die chinesische Art, Filme zu machen, gewöhnt ...
Zur Story:
Vor Tausenden von Jahren ist China in sieben Königreiche aufgeteilt. Der mächstigste dieser Könige ist der König von Qin, der das reich einen will. Seine Konkurrenten finden das gar nicht nett und hetzen ihm drei sehr talentierte Attentäter auf den Hals. Eines Tages erscheint ein namenloser Krieger (das englische "Nameless" klingt doch viel schöner als "Der Namenlose" im Deutschen, oder nicht?  ) und behauptet, die Attentäter getötet zu haben.
Der König glaubt ihm jedoch nicht so recht.
Ausgehend von dieser Konstellation erfahren wir mehrere Versionen von dem, was tatsächlich passiert ist.
Ein Vergleich mit Akira Kurosawas Meisterwerk "Rashomon" ist von daher auch eher angebracht als mit Ang Lees "Tiger & Dragon" (an den aber natürlich die Kampfszenen und der Soundtrack des gleichen Komponisten erinnern).
Tatsächlich scheint die Story zu Beginn so offensichtlich, daß ich in der ersten halben Stunde tatsächlich ein wenig enttäuscht war (Marians Hinweis auf die Finten hatte ich - zum Glück  - vergessen). Doch "Hero" ist definitiv einer jener Filme, die mit der Zeit immer besser und besser werden! Mit zunehmender Dauer wird aus einem Action-Märchen fast schon ein philosophisches Epos mit einem grandiosen Ende, das wohl wirklich nur die Chinesen so wunderschön und pathetisch hinbekommen!
Visuell ist der Film allererste Sahne, Regisseur Zhang Yimou - Schöpfer von Meisterwerken wie "Rote Laterne" und hier laut eigener Auskunft erstmals mit einem Film, den er aus reinem Spaß an der Freude machen wollte  - taucht die einzelnen Versionen der Geschichte in unterschiedliche Farben, was IMHO extrem beeindruckend und nebenbei einfach wunderschön aussieht. Zudem gibt es einige visuelle Tricks, die vielleicht gar nicht so spektakulär sind, aber einfach klasse anzusehen (z.B. die zerspritzenden Wassertropfen, als sie von Jet Lis Kopf "gerammt" werden - das wirkt wirklich so!  ).
Der Soundtrack von Tan Dun erinnert wie erwähnt streckenweise ziemlich an seine OSCAR-gekrönte Komposition zu "Tiger & Dragon", ist aber meines Erachtens noch ein Stück besser. Dazu trägt sicher auch Meistergeiger Itzhak Perlman bei, der ja bereits Steven Spielbergs "Schindlers Liste" mit seinen ergreifenden Tönen veredelte.
Und natürlich die Besetzung: So ziemlich das Beste vom Besten aus der chinesischen A-Liga: Besonders beeindruckend fand ich Tony Leung als "Zerbrochenes Schwert" (diese "klingenden Namen" klingen im Deutschen schon wirklich dämlich ...  ) und natürlich Kung-Fu-Veteranin Maggie Cheung aus Filmen wie "Police Story" mit Jackie Chan oder "Heroic Trio".
Auch gut: Jet Li als "Nameless", Jung-Star Zhang Ziyi ("Tiger & Dragon", "Rush Hour 2"), Donnie Yen und der mir bislang unbekannte Daoming Chen als König von Qin.
Alles in allem keine Frage: 10 Punkte!
Und damit schon der zweite "10er" in kurzer Zeit (nach "25 Stunden"). Das Kinojahr ist jetzt schon besser als 2002 ...
Noch eins:
BRUCE ALLMÄCHTIG:
Hier kann ich mich kurz fassen.
Jim Carrey in einer Paraderolle als Urlaubsvertretung von Gott (Morgan Freeman). Einige geniale Gags und ein Jim Carrey in Hochform. Dazu eine klischeebeladene Story (Carrey ist natürlich zunächst sehr egoistisch, merkt irgendwann, daß es so nicht läuft, und wird letztendlich zum besseren Menschen ...) und verschenktes Schauspieltalent (Jennifer Aniston, Philip Baker Hall oder Catherine Bell sind eigentlich nur Staffage).
Gute Unterhaltung, mehr nicht.
7,5 Punkte.
P.S.: Ist schonmal jemandem aufgefallen, daß Jim Carrey immer mehr wie Bruce Campbell aussieht?
Edited by Ralf (06/17/03 11:05 AM)
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#6678 - 06/19/03 07:20 AM
Re: Hero
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Archmage
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Loc: Franken
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DARK BLUE: Ein düsterer Polizeithriller irgendwo zwischen "Training Day" und "L.A. Confidential" - sowohl inhaltlich als auch qualitätsmäßig! Kurt Russell, einer der besten Schauspieler Hollywoods, der aber aufgrund einer nicht immer glücklichen Rollenauswahl nie wirklich ein Superstar wurde, zeigt eine der besten Leistungen seiner bisherigen Karriere in der Rolle des brutalen und zynischen Cops Eldon Perry. Perry sieht sich weniger als Polizist, sondern eher als Soldat, der die Befehle seines Vorgesetzten (zur Zeit vielbeschäftigt: Brendan Gleeson) ausführt, ohne sie groß zu hinterfragen. Sein neuer Partner ist der junge und idealistische Bobby (Scott Speedman). Beide bekommen ein Problem, als der ambitionierte Polizeicaptain Holland (Ving Rhames) mit seiner Assistentin (beeindruckend: Ex-"emergency room"-Aktrice Michael Michele) sie wegen zahlreicher Überschreitungen der Dienstvorschriften drankriegen wollen.
Klingt soweit ziemlich nach "Training Day". Ist allerdings wesentlich besser! "Training Day" ist ein ziemlich klischeehafter Thriller, der von den starken Leistungen der Hauptdarsteller um Denzel Washington und Ethan Hawke lebt. Bei "Dark Blue" dagegen ist vor allem die Charakterzeichnung sehr viel besser, was sicher vor allem der Buchvorlage von James Ellroy (wie bei "L.A. Confidential") zu verdanken ist. Eldon Perry ist ein Arschloch. Er ist brutal und gnadenlos. Aber: Er sieht sich vollkommen im Recht, denn - im Gegensatz zu Denzel Washington in "Training Day" - er jagt wirklich nur Kriminelle, die seiner Ansicht nach auch den Tod verdient haben. Im Gegensatz zu Washington oder hier seinem Chef ist er allerdings nicht korrupt und ihn plagt durchaus noch gelegentlich ein schlechtes Gewissen. Sein Ziel ist es tatsächlich, die Welt vor den Kriminellen zu schützen - um jeden Preis! Auf der anderen Seite ist Bobby auch kein strahlender Held wie in "Training Day" Ethan Hawke. Er ist vielmehr ein ziemlicher Schwächling, vor allem zu Beginn des Films. Ein Idealist, aber bei weitem kein Held. Über weite Strecken sind diese beiden Filme dennoch durchaus vergleichbar ... bis es zum Showdown kommt. Der bei "Training Day" ist IMHO einer der schlechtesten der Filmgeschichte, der bei "Dark Blue" ist dagegen sehr gut geraten (auch wenn es ganz am Schluß leider ein wenig übertrieben wird).
Insgesamt ist "Dark Blue" ein sehr guter, vielschichtiger und kritischer Polizeithriller, der interessanterweise in Deutschland von den meisten Kritikern geliebt wird, in den USA aber nur mäßig bewertet wurde (ist der Film zu negativ für die amerikanische Polizei?). 8,5 Punkte.
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#6679 - 06/25/03 08:28 AM
Re: Hero
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Archmage
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Loc: Franken
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CHIHIROS REISE INS ZAUBERLAND:
"Spirited Away" (so der englische Titel, der wesentlich weniger nach Kinderfilm klingt als der deutsche ...) gewann 2002 als erster animierter Film den Goldenen Bären in Berlin. 2003 wurde er dann auch noch mit einem OSCAR ausgezeichnet und in Japan ist es der erfolgreichste Film aller Zeiten.
Also eben KEIN reiner Kinderfilm! Das nur mal voraus, nachdem mich die Kassiererin doch tatsächlich gefragt hat, ob ich Jugendlicher oder Erwachsener bin (mit 24 Jahren!), das ist mir auch schon seit Jahren nicht mehr passiert ...  Interessanterweise waren aber trotz früher Uhrzeit zahlreiche Erwachsene, aber nur ein Kind im Publikum.
Jedenfalls, zur Story:
Die junge Chihiro (Alter ist schwer zu schätzen, wahrscheinlich so knapp über 10; gesprochen jedenfalls von "Bibi Blocksberg" Sidonie von Krosigk) verfährt sich mit ihren Eltern ... und landet an einem höchst erstaunlichen Ort - einem Badehaus für zahlreiche erschöpfte Götter (im weitesten Sinne). Dummerweise verwandeln sich Chihiros Eltern aus eigener Dummheit in Schweine und um sie zu retten, muß Chihiro eine Arbeit bei der Besitzerin des Badehauses, der unfreundlichen Hexe Yubaba (gesprochen von Nina Hagen), annehmen.
Dabei freundet sie sich mit Lin (Cosma Shiva Hagen) und dem seltsamen Haku (Tim Sander) an.
Das ist wirklich nur die ganz rudimentäre Grundstory, aber der gesamte Film ist dermaßen phantasievoll und phantastisch, das muß man eigentlich selbst gesehen haben. Dagegen sieht jeder Disney-Zeichentrickfilm blaß aus ... (obwohl Disney den Film sogar mitfinanziert hat  )
Der Film ist phantastisch gezeichnet (aus Sicht eines Laien, jedenfalls gefällt mir der Stil wesentlich besser als das, was ich bislang aus dem Bereich kannte) und schön musikalisch untermalt, die deutschen Sprecher - oft ein Problem bei Zeichentrickfilmen - sind sehr gut geraten. Aber entscheidend ist wirklich die unglaubliche, märchenhafte und zugleich intelligente Story mit philosophischen und sogar gesellschaftskritischen Ansätzen (was bei Regisseur Hayao Miyazaki aber nichts neues sein soll, wie ich gelesen habe).
Ganz ehrlich, ich bin begeistert. Die Asiaten machen zur Zeit wirklich die besten Filme!
9 Punkte!
Edited by Ralf (06/25/03 08:34 AM)
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#6680 - 06/29/03 08:58 AM
Re: Hero
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Death Dragon
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Loc: Feenreich
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Chihiros Reise ins Zauberland: Nachdem ich innerhalb 3 Tage mir zweimal den Film angesehen habe, ist mein größter Kritikpunkt, dass er trotz 123min zu kurz war. Chihiro ist ein ca. 10 Jahre altes Mädchen, zieht mit ihren Eltern um, was ihr gar nicht gefällt. Nachdem sie sich verfahren haben, finden sie sich in einem Paralleluniversum voller Magie wieder. Und jeder muss Regeln befolgen. Eine davon besagt, dass man von der Hexe Yubaba verwandelt wird, wenn man nicht arbeitet. Aber selbst Yubaba muss die Regeln ihres Reiches befolgen. Chihiros Eltern werden durch ihre Gier in Schweine verwandelt und Chihiro versucht nun, sie zu retten. Dafür nimmt sie eine Arbeit im Badehaus, das für die Kami (shintoistische Götter und Geister) bestimmt ist, an, was schon die erste Aufgabe für sie ist. Auf ihrer weiteren Reise muss sie noch viele Aufgaben bestehen und findet gute Freunde, die ihr helfen, das Zauberreich wieder zu verlassen. Der heimliche Star des Films ist eine niedliche Ratte und eine Fliege. Allein deswegen lohnt sich schon der Besuch. Trotz der einfachen Grundgeschichte und der Länge des Films versteht es Miyazaki, den Film immer auf einem hohen Niveau zu halten und es wird eigentlich nie langweilig oder langatmig. Er hätte sogar noch etwas länger sein können.  Die Zeichenqualität ist im "alten" Stil gehalten, es wird also kein Computerschnickschnack eingesetzt (und wenn doch, dann habe ich es nicht gemerkt). Vor allem ist der Film sehr detailverliebt und wenn es in der Stadt dunkel wird und die Lichter angehen, das muss man gesehen haben. Die Musik ist grandios und passt zum ganzen Film. Allerdings sind die Synchronsprecher an wenigen Stellen leider manchmal unmotiviert.  Fazit Für Animefans ist der Film sowieso ein Muss, für alle anderen ist er sehr empfehlenswert.  PS: Wegen dem Titel. Der englische Titel "Spirited Away" hält sich gar nicht an die Vorlage "Sen to Chihiro no Kamikakushi". Zwar kann ich es bis auf no=Land nicht übersetzen, aber der französsche (halten sich eigentlich an die Vorlage) Titel lautet "Le Voyage de Chihiro", womit der deutsche Titel gar nicht so weit vom Original weg ist.  Und wegen Disney ist Chihiro wohl auch erst so spät in die Kinos gekommen, da sie die Konkurrenz fürchten (sie kaufen die Rechte außerhalb Japans und nutzen sie dann nicht).
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 Knuddelmonster
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